Zitat von Vegetari:Liebe und Verliebtheit sind verschiedene Themen. Und Affäre ist etwas völlig anderes als Ehe/ Partnerschaft.
Aus Verliebtheit kann Liebe werden, das wissen wir.
Eine Affäre ist aber auch eine Beziehung, in der man sich in vielen Fällen nicht nur der reinen S.ualität hingibt. Im Falle des TE vermute ich weitaus mehr Gefühle, nämlich gerade auch die, die eine Partnerschaft ausmachen. Insbesondere Rückhalt und Aufgefangenwerden in einer für den TE extrem belastenden Situation.
So eine Affäre beginnt wie jede andere Beziehung mit Verliebtheit und starkem gegenseitigen Verlangen. Sie ist "geächtet" weil heimlich als Zweitbeziehung aber es ist dennoch eine Beziehung. Es
kann auch in einer Affäre echte Liebe entstehen. Viele glückliche und stabile Beziehungen sind aus Affären entstanden.
Insofern verstehe ich auch den Wunsch der Affärenfrau. Sie war ja auch bereit, sich vom TE zurückzuziehen, damit er voll für seine Frau dasein kann.
Der Wunsch nach einer Bedenkfrist kam vom TE und nicht von ihr.
Ich habe im allgemeinen auch wenig Verständnis für jammernde Affärenfrauen, aber in diesem Fall finde ich wenig Verwerfliches an ihrem Verhalten. Sie wusste anfangs nichts von seiner Frau. Sie klammert nicht und setzt ihn nicht unter Druck, das tut er selber. Sie wollte es beenden.
Es ist doch nachvollziehbar , dass sie nicht dauerhaft als Stabilisator herhalten will und sich eine richtige Beziehung zum TE wünscht.
Insofern kann ich die Zerrissenheit des TE sehr gut verstehen.
Auch er sieht in seiner AF weit mehr als nur eine Egoistin, die sein Hirn mit Hormonen vernebelt und seinen S.trieb bedient. Es ist für ihn eine echte Option für ein besseres Leben.
Er hat für sich die Frage zu klären, ob sie das im Hinblick auf die ganze tragische Hintergrundgeschichte wirklich sein kann oder ob er sich langfristig doch lieber den ja durchaus noch vorhandenen Gefühlen zu seiner Ehefrau widmet.
Ich denke ihm ist wenig damit geholfen, die AF als die Böse hinzustellen.