Zitat von Unglück112233:Er drückt bei dir die Knöpfe die du hören willst. Er sagt dir was du hören willst. Ich gehe davon aus das du nicht seine erste Affäre bist und er schon geübt darin ist.
Wissen kann das keiner. Aber er wirkt durchaus abgebrüht, wenn er die AF als Partnerin vorstellt. Das kommt mir schon sehr eigenartig vor, weil das Wesen von Affären eigentlich immer die Geheimhaltung ist.
Je öffentlicher man sich als Paar zeigt, desto eher kommt es auf. Denn auf Dauer bleibt nichts verborgen, zumal sich Menschen gerade für solche Themen brennend interessieren.
Und ja, er sagt natürlich auch genau das, was Dir, Bine, runter geht wie Öl. Affären erfüllen Bedürfnisse, die im Verborgenen schlummern und sind immer Anzeichen, dass in der Ehe was fehlt und schief läuft. Sie sind Indikatoren für inneren Frust und für unausgelebte Sehnsüchte.
Da Deine Entscheidung gefallen ist, solltest Du danach handeln und die Sache sofort beenden. Kriegt es Dein Mann von dritter Seite mit, so ist das für ihn erniedrigend, denn ihm wurden Hörner aufgesetzt. Und was das für sein Verhältnis zu Dir bedeuten würde, bleibt abzuwarten.
Nimm die Affäre als Indikator, dass sich etwas ändern muss. In der Ehe, aber nicht nur dort. In erster Linie nämlich in Dir selbst. Abschied von den Illusionen und Träumereien von dem einen richtigen, der in Dein Leben kommt und es jetzt richtet.
Juhu, jetzt weiß ich wieder, wie es sich anfühlt, wenn der Himmel voller Geigen hängt, die Hormone Polka tanzen und das Leben wie ein Fest wirkt! Das ist die Zeit, auf die nur ein Fall kommen kann. Und ich wage zu behaupten, dass Affären dazu dienen, dass man sich holt, was einem vermeintlich zusteht. Affären beruhen oft genug auf Eigennutz.
Ich hatte auch eine Affäre, die mir mein Glück bringen sollte. Das hat sie auch, aber auf ganz andere Art und Weise als ich mir vorgestellt habe. Denn irgendwann nach dem Ende der Affäre erkannte ich es. Der Affärenmann hatte eine Funktion zu erfülllen und ich habe ihm eine Mission zugedacht, die er auf Dauer nicht erfüllt hat.
Er sollte mir das Gefühl geben, dass ich begehrenswert war. Er sollte mir das Gefühl gehen, dass ich liebenswert und wichtig war. Er sollte mir das Gefühl geben, dass ich interessant war.
Er sollte mir all das geben, was ich in mir selbst nicht fand. Eine positive Einstellung zu mir selbst, Eigenliebe, Selbstwertgefühl. All das war wenig vorhanden, aber mit ihm an der Seite würde ich mich endlich glücklich fühlen. Der Affärenmann sollte meine Glücksmaschine sein. Und damit habe ich ihn missbraucht und ausgenützt. Das ist so, allerdings brauchte ich ca. zwei Jahre, bis ich das endlich erkannte. Er hätte Recht, dass er die Reißleine zog, denn er wollte erstens nicht der "Ehezerstörer" sein und zweitens fühlte er wohl unbewusst die Aufgaben, die er für mich erfüllen sollte.
Denk mal drüber nach, was Dir der Affärenmann geben soll und wofür er zuständig ist. Und dann überlege, warum Du ihn dafür brauchst.
Affären beruhen einerseits auf innerem Frust und andererseits auf gnadenlosem Egoismus, denn der Ehemann wird ins Abseits gestellt. Dass man seine positiven Seiten dann gar nicht mehr sehen kann, weil man ja verblendet ist, ist auch klar. Denn gegen die süßen Worte des Affärenmanns kommt er halt nie und nimmer an. Und außerdem war er ja sowieso noch nie so toll und diese und jene Eigenschaft stört auch. Der Affärenmann ist der Mann ohne negative Eigenschaften und Du tust gut daran, ihn Dir mal kritisch anzuschauen.
Begonie