Guten Morgen

die Affaire ist lange vorbei, aber ich habe so das Gefühl es ist alles noch lange nicht vorbei das war erst der Anfang einer / meiner Reise.
@ kuddel. Bei allem was grad in mir tobt muss ich das ein oder andere auch mal wegschieben was auch an mir nagt, um eins nach dem anderen klar zu kriegen (oder wenigstens ein bisschen klarer als davor). Z.B. meinen AM. Was ich bei ihm angerichtet habe damit kann ich mich nicht befassen, nur akzeptieren wie er es für sich löst.
Ballast abwerfen, ja vielleicht ist es das was den Impuls auslöst, allen alles "vor die Füße zu kotzen". Dabei kommen dann wohl auch Dinge zum Vorschein, die nicht zu dem gehören dem ich sie grad vor die Füße ... und die auch niemand gerne anschauen mag (ok das mit der bildhaften Sprache ist auch manchmal doof

. Das lässt mich etwas ruhiger werden mit dem Plan ihm aus dem Weg gehen zu müssen auch wenn ich Angst habe ihn nie wieder zu sehen. Ich will nicht so in Erinnerung bleiben mit so einem Chaos das ich hinterlassen habe.
Da ich meiner Wahrnehmung / meinem "Gefühl" grundlegend traue (etwas was mir durch meinen EM fast verloren gegangen ist) nehme ich meinem AM bei allem Frust und Zynismus diese Liebe für mich absolut ab. Und denke er ist mir ein Stück weit "aus dem Weg gegangen" auch um mir "nicht im Weg zu stehen" als ihm klar wurde dass das eine größere Baustelle ist bzw die Baustelle immer größer wird. Sind ja wohl auch nicht seine.
Deshalb auch nicht noch tiefer graben also keine Therapie. Ich brauche vielmehr den Überblick. Da ich von da aus keine Perspektive muss es wohl rauf und runter gehn um den Standpunkt zu bestimmen. Der Standpunkt bricht mir gefühlt immer wieder unter mir weg. Wankelmütig also auch weil ich schwanke und ins Trudeln gerate. Gedankenkarussell und die Gefühlsachterbahn (auf beiden wird mir manchmal kotzschlecht) sind gute Bilder dafür finde ich.
Meine Unentschlossenheit in welche Richtung ich gehen soll ist mir selbst unerträglich. Deshalb fand ich vegetaris genervten Kommentar auch für mich untragbar - niemand zwingt sie dabei zu sein wenn es sie nervt soll sie wegbleiben. Ich habe selbst genug Angst davor in einem halben Jahr mich immer noch im Kreis zu drehen das kann ich echt nicht brauchen. Daher habe ich ja eben nach Standpunkten von außen gesucht. Und finde sie auch - danke fürs Sortieren meiner Baustellen.
Die Baustelle mit meinem EM ist schon länger da als die mit meinem AM und es war schön da mal den Standpunkt zu wechseln

blöd nur dass ich da anscheinend eine neue aufgemacht habe - oder nur meine eigene mitgebracht. Wenn ich also zurück gehe zu meiner alten Baustelle muss ich dann wirklich seinen Blick auf die richten die ich hinter mir lasse b.a.w.? Im Moment glaube ich dass das kontraproduktiv wäre aber ich habe schon das Gefühl dass ich das irgendwann tun muss wenn ich aus der alten Baustelle (Ehe) wieder was richtig schönes aufbauen will.
Was richtig schönes ... wenn ich überlege wann ich das letzte Mal richtig glücklich war dann muss ich sagen es war mit meinem AM. Darum ist der thread nicht umsonst im Ex-zurück Forum, auch wenn ich jetzt sehe es gibt kein zurück. Das tut immer wieder weh. Da hilft nur nach vorne blicken und das will ich ja auch. Ich habe keine Altlasten aus der Kindheit oder sowas, also ein stabiles Fundament. Ich will einfach mein Leben so einrichten dass ich glücklich bin für den Rest. Nenn es Midlifekrise (den Rest im Blick) oder Selbsfindungs- / Selbstverwirklichungstrip. Finde ich legitim, ich kann nur selbst dafür sorgen dass ich glücklich bin / werde. Unglücklich oder unfrei (das Herz nicht frei) bin ich niemandem ein guter Partner. Ob glücklich ein Anspruch sein darf oder ob okay reicht, egal. Das ist echt ein Luxusproblem. Auch wenn es bis davor okay war und ich bei dem Versuch was neues tolles zu bauen grandios gescheitert bin auch hier gibt es kein zurück.
Da ich aus meinem Karussell nichts deutlich erkenne (muss halt langsamer werden) habe ich den Blick natürlich in den Himmel gerichtet. Die Wolken sind immer noch da: Ein neues Leben mit AM - rosa Wolke treibt immer weiter davon - wieder glücklich mit EM - dunkle Wolken die vielleicht ein Gewitter brauchen aber Gewitter ist gefährlich - der Job - weiße Schönwetter-Wölkchen aber klar kann man nie wissen wie sich das Wetter dreht. Sch...Sturm.
Worüber ich froh bin in meinem Schwanken ist das Netz woran ich selbst mit geknüpft habe (Familie) und da mein EM auch daran beteiligt war sehe ich in ihm noch immer Potential. Aber es geht irgendwie nicht dass er es so eng nach seinen Vorstellungen knüpft wie es in den letzten Jahren aussah. Kann schon sein manche Knoten sind von mir ...
Das wollte ich dich also noch / wieder fragen kuddel: Welche Knoten siehst du da die ich nicht sehe? Also was sind aus deiner Sicht "meine Themen"? Die mir den Blick verstellen. Ich würde das gerne herausfinden. Meine Baustelle übersichtlich kriegen, und dann (sukzessive) weiter planen und machen. So tell me - nicht was ich machen sondern was ich sehen muss.
Ich bin durchaus bereit Dinge zu sehen die mir nicht gefallen. Aber nicht mir sagen zu lassen Mach dies oder jenes du kommst nicht vom Fleck wie es veg in ihrer IchhabedentotalenÜberblick-Attitüde gemacht hat. Ja, es ist wieder lang geworden - vielleicht hat das auch was mit dem gesehen-werden zu tun - aber niemand ist schließlich gezwungen hier hinzuschauen wenn ihm nicht gefällt was er sieht.
Ist der Unterschied jetzt rübergekommen? Ich freue mich auf und über "Ansichten" das ist es was ich mir wünsche.
Anna