Doch gab es. Es hat sich aber im Laufe der Jahre so entwickelt dass ich mich immer mehr zurückgenommen habe. Wir hatten ein gemeinsames Projekt, diese Familie und das wollen wir immer noch beide und setzen uns beide dafür ein - aber er wollte immer mehr Dinge in unserem Leben die ich so nicht brauche. Und ich habe versucht da mitzuziehen. Was ich wollte, da hat er aber nicht mitgezogen. Im Nachhinein ist mir auch klar geworden dass z.B. unser gemeinsamer Freundeskreis seiner ist weil er von Anfang an mit meinen Freunden nicht so viel anfangen konnte.
Naja jedenfalls habe ich zunehmend das Gefühl gehabt es ihm immer nur recht machen zu wollen - will man ja auch wenn man jemanden liebt, aber umgekehrt habe ich davon nichts gemerkt. Und es war ihm auch schwer recht zu machen, und irgendwann wollte ich das eben auch nicht mehr. Damals haben wir ziemlich viel gestritten und es sind halt auch so Worte gefallen wie "wenn du ein Auto brauchst, such dir halt einen Job mit Dienstwagen" oder so.
Irgendwann bin ich da also ausgestiegen und habe mein eigenes Ding gemacht und mir gedacht kein Partner ist dazu da den anderen glücklich zu machen, ich muss halt selbst Dinge machen die mir gut tun. Und die habe ich dann halt gemacht, wurde zwar auch oft belächelt oder bemeckert aber so what (also z.B. der Verein in dem auch mein AM war). Aber er hat mich machen lassen. Und ich ihn. Es war ein halbwegs funktionierendes Nebeneinander und ein funktionierendes Miteinander in der Familie weil uns die beiden wichtig war und es besser wurde als wir uns als Paar nicht mehr gestritten haben.
Da aber das Ungleichgewicht immer noch da war und ich oft kritisiert wurde dass ich die Dinge die ich zuhause mache nicht gut genug mache und bei Dingen die ich wollte immer das leidige sich dir doch einen besseren Job dann kannst du auch mitreden Argument kam, habe ich als die Kinder größer waren genau das gemacht. War ihm aber dann auch nicht recht.
Als ich ihm also gesagt habe, dass ich den neuen Job mag und auch sicher nicht runterfahre und wie es mir in den Jahren davor ging hat er sich das angehört und auch eine Weile versucht sich zu ändern. Mich nicht mehr so heftig kritisiert und auch mal Dinge mit mir gemach, die mich interessieren. Ich habe aber feststellen müssen dass es mir nicht mal Spaß macht, ihn dabei zu haben. Das habe ich ihm dann nicht gesagt um ihn nicht zu verletzen. Womit wir wieder in der Endlosschleife wären. Ich habe auch null Lust mehr irgendwas mitzumachen was ihm gefällt aber mir nicht (z.B. Urlaub mit seinen Eltern). Er sagt, er wäre auch bereit Urlaub mit meinen Eltern mitzumachen - aber ich mag meine Eltern nur hätte ich trotzdem keine Lust mit Ihnen Urlaub zu machen. Wir haben schöne Familienurlaube, aber die gehen auch immer da hin wo er und die Kinder hinwollen. Weil wir das immer so gemacht haben und die Kinder das wie Kinder so sind halt wollen was sie kennen.
Versteht ihr was ich meine? Es ist nicht unerträglich und vielleicht bin ich selbst schuld weil ich so lange nichts gesagt habe. Aber meine Versuche was zu sagen wurden immer abgeschmettert und es wurde zunehmend erwartet dass wor nicht nur machen was er will sondern ich es auch noch so mache wie er es will. Daher habe ich das Ungleichgewicht versucht zu beheben. Ich hatte das Gefühl ich lebe sein Leben, nicht meines. Wenn er jetzt versucht da auf mich zuzugehen dann denke ich ist das vielleicht gut gemeint aber es gibt mir irgendwie nix mehr. Ich weiß ja dass ihm das keinen Spaß macht und irgendwie verdirbt es mir den Spaß ihn dabei zu haben auch wenn er jetzt nicht wie früher dran rumkrittelt. Also was haben wir dann noch?
Mein AM und ich hatten gemeinsame Interessen aber nicht nur. Aber vor allem hat er sich für mich interessiert und warum mich dieses oder jenes fasziniert ... Bei meinem Mann sehe ich dieses Interesse nicht, er versucht immer mich zu überzeugen dass seine Interessen die objektiv interessanteren seien. Das ging so weit dass er schonnmal sagte, ich langweile die Leute, er unterhält sie. Ich habe nachher eine Freundin gefragt die bei dem Anlass als ich angeblich langweilig war dabei war, sie hätte es mir sicher ehrlich gesagt auf meine Bitte aber sie konnte das nicht nachvollziehen. Also langweile ich wohl ihn, naja und er mich irgendwie auch seit ich die Alternative kenne.
Ok das ist jetzt richtig lang geworden. Und nur noch positiv von meinem Mann reden klappt auch nicht

Übrigens um es noch mal zu sagen, da ich gesehen habe dass es in der Zwischenzeit auch nochvBeiträge gab: Ich und mein AM wollten auch nie eine Affaire, deshalb kam es ja dann auch sehr schnell zum Schluss denn es war klar richtige Beziehung und Nägel mit Köpfen oder wir hören auf mit dem was wir da tun.
Umd jetzt schick ich das ab und lese eure Beiträge noch mal genauer ich hoffe es gibt keine inhaltlichen Redundanzen ...