Heidemarie
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auch ich (ü 50) habe seit 10 Monaten eine Beziehung zu einem sehr jungen Zuwanderer. Es war weder geplant noch wurde es forciert - im Gegenteil setzten wir uns beide anfangs etwas zur Wehr, was jedoch nicht weit führte.
Uns trennt nicht nur der sehr große Altersabstand sondern auch Kultur und Bildungsstand. Ich habe Kulturwissenschaften studiert, er eine Ausbildung zum Handwerker gemacht, diese erfolgreich absolviert und er ist ganztägig berufstätig in Festanstellung. Meine Freizeitinteressen sind andere als seine. Was wir beide sehr mögen sind Tiere. Meine Tiere stürzen sich auf ihn, sobald er kommt, das ist für mich ein wichtiger Indikator.
Natürlich mache ich mir viele Gedanken, eine Zukunftsplanung, wie ich sie bspw. mit meinem langjährigen Ehepartner hatte, bevor wir heirateten, ist nicht möglich. Wir leben tatsächlich den Tag oder planen ganz vorsichtig von Monat zu Monat.
Meine Kinder sind älter als er, lernten ihn kennen und freuen sich für mich. Seine Familie ist natürlich entsetzt, was ich gut verstehen kann.
Wenn meine 22jährige Tochter mit einem geschiedenen, über 30 Jahre älteren Mann mit mehreren Kindern angekommen wäre, dann hätte ich sicher nicht Hurra gerufen.
Mein soziales Umfeld reagiert positiv, ich hatte tatsächlich sehr lange unter der Trennung meines Mannes gelitten. Alle Versuche, einen neuen Partner zu finden sind gescheitert. Es mangelte nicht an Interessenten,- ich konnte einfach keinen küssen.
Merkwürdigerweise sind es nun gerade diese "alten weißen Männer", mit denen ich mich eigentlich freundschaftlich verbunden gefühlt hatte, die mit völligem Unverständnis und extrem gekränkt reagieren.
Tja, dann ist das eben so.
Ich bin glücklich und werde das Zusammensein mit diesem jungen Mann genießen, solange es eben währt.
