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Zitat von WhosThatGirl: Stimmt, im Mittelalter hat man es als "ehrbares Weib" auch hinnehmen müssen, was der Gatte sich außerhäusig gegönnt hat.
Nein, Frauen waren genauso frei. Ehe war nur eine Wirtschaftsgemeinschaft der Besitzenden. Das Volk heiratete garnicht.
wat ?
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x 1#46
E
Ehefrau Mitglied
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Zitat von guest2014:
Er sollte aufarbeiten und du solltest es dir bequem machen .....
Wer als Betrogene(r) so denkt, sollte sich besser gleich trennen. Eva-Maria Zurhorst schreibt in dem Buch "Liebe dich selbst und es ist egal wen du heiratest" das der/die Betrogene immer die erste war, die gegangen ist. Wer den Partner und der dritten Person die alleinige Schuld zuschiebt, macht es sich zu leicht.
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#47
A
Affaire und Suchtverhalten
x 3
WhosThatGirl Mitglied
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Zitat von Ehefrau:
Nein, Frauen waren genauso frei.
Ehe war nur eine Wirtschaftsgemeinschaft der Besitzenden. Das Volk heiratete garnicht.
"Frei" -> leider nein. Müdes Lächeln.
Ansonsten hat sich bei Deiner Definition "Ehe" damals zu heute ja nicht viel verändert. Bis auf das Volk
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x 2#48
E
Ehefrau Mitglied
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Ihr könnt das selbst googeln.
Hier ein Artikel aus "The European",, man kann ja nicht verlinken hier aber das Netz ist voll von Informationen über die Geschichte von Liebe und Ehe:
Wahnsinn zu zweit
Romantische Liebe ist kein archaisches Relikt, sondern eine Erfindung der Moderne. Die wenigsten Gesellschaften der Geschichte kennen die Liebe in unserem Sinn, Heiraten und Familienbildung folgten dort anderen Regeln. Es gab oft keine freie Partnerwahl, geschweige denn aufregende Liebesdramen. Ehen wurden von den Eltern arrangiert und sahen höchstens eine gewisse Sympathie zwischen Mann und Frau vor.
Erst ab 1800 setzte sich das Konzept der romantischen Liebe durch. Dazu gehört die Vorstellung der unkontrollierbar und krankheitsartig auftretenden Verliebtheit, außerdem die Verbindung von intensiver emotional-sexueller Anziehung und Familiengründung. Ehe und Familie auf eine rein emotionale Beziehung zu gründen, statt auf ökonomische oder andere handfeste Erwägungen, war ein radikal neuer Gedanke.
Ein Hort von Chaos Dies kann soziologisch erklärt werden: Die moderne Gesellschaft wird komplexer und differenzierter, und es bilden sich spezialisierte Sphären für verschiedene funktionale Probleme heraus. So entstehen etwa die moderne Wissenschaft, die geldbasierte Wirtschaft und eine massenmedial vermittelte Öffentlichkeit. Ebenso entsteht eine besondere Sphäre für Privatheit und Intimität, und romantische Liebe ist ein zentrales Prinzip dieser Sphäre.
Die Liebe ist also keine universelle Erfahrung, die immer schon zum Menschenleben dazugehört hat. Im Alltag stellen wir uns das so vor, und es wird uns von Romanen und Filmen suggeriert. Von dieser Vorstellung muss man sich aber verabschieden, wenn man soziologische und historische Forschung ernst nimmt.
Warum ist Liebe ein Hort von Chaos, von unbegreiflichen Erlebnissen, aufwühlenden Gefühlen und unvernünftigen Taten? Auch das passt ins soziologische Bild. Die krankheitsähnliche, unbeherrschbare Verliebtheit der Wahnsinn zu zweit steht für die Autonomie dieser neu entstandenen Sphäre gegenüber dem Rest der Gesellschaft. Liebe soll sich durch nichts kontrollieren lassen außer durch sich selbst. Sie soll nicht durch äußere, vernünftige Kriterien wie ökonomischen Nutzen, religiöse oder verwandtschaftliche Zugehörigkeit oder anderes reguliert sein. Gerade in der Unvernunft der Liebenden steckt so gesehen noch gesellschaftlicher Sinn.
Enttäuschung mit System Mit der Entstehung einer eigenen Sphäre für intime Kommunikation werden deren Chancen und Risiken hochgetrieben. Das gilt im Positiven wie im Negativen: Nirgends erwarten wir mehr Glück, mehr Erfüllung, mehr Lebenssinn und zwischenmenschliche Tiefe als in Paarbeziehungen und Familien. Nirgends gibt es aber mehr Unglück und mehr katastrophale soziale Verläufe als in unglücklichen Liebesbeziehungen, scheiternden Ehen und zerrütteten Familien. All dies gehört zu den Risiken und Folgeschäden der modernen Gesellschaft genauso wie etwa die regelmäßigen Wirtschafts- und Finanzkrisen einer ausdifferenzierten Geldwirtschaft.
Die hohe Zahl von Enttäuschungen und Trennungen hängt systematisch mit dem Vorherrschen des romantischen Liebeskonzepts zusammen. Die allgegenwärtige Verklärung der Liebe, etwa in Romanen und Hollywoodfilmen, führt dazu, dass wir fast zwangsläufig von unserer eigenen Beziehung enttäuscht sind.
Denn diese stürzt unweigerlich aus den Höhen romantischer Ekstase in die Niederungen täglichen Zusammenseins ab, und der Partner ist unweigerlich nur ein ganz normaler Mensch und kein Märchenprinz. Viele machen dann für das Ausbleiben ewiger Liebe den Partner verantwortlich, der doch nicht der Richtige war, und versuchen es mit einem neuen Partner noch einmal. Wiederholungsgefahr garantiert.
Aber auch viele Menschen ohne Beziehung sind Opfer des romantischen Liebeskonzepts. Viele Singles sehnen sich nach Beziehungsglück und sind oft jahrelang bei Partneragenturen unterwegs. Ohne die allgegenwärtigen Bilder von Liebesglück wäre das Fehlen einer Paarbeziehung gar nicht unbedingt so tragisch, mancher würde vielleicht gar nichts vermissen.
Romantische Liebe ist beides: Verklärung und Wirklichkeit, Fiktion und real wirksamer Triebfaktor. Das hat nichts mit ihrer vermeintlich archaischen Rätselhaftigkeit zu tun, sondern mit der Widersprüchlichkeit unserer Gesellschaft.
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x 1#49
WhosThatGirl Mitglied
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Zitat von Ehefrau:
Ihr könnt das selbst googeln.
Bildung per Google? Fehlt ja nur noch Statistik. Nein, man muss schon das Gesamte erfassen können und dann auch abgleichen.
Zurück ins Mittelalter: Auweia
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#50
E
Ehefrau Mitglied
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Zitat von WhosThatGirl:
Nein, man muss schon das Gesamte erfassen können und dann auch abgleichen.
EBEN
Ganz Verwegene können allerdings auch das eine oder andere Buch lesen
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#51
S
Sonnenblume1981 Gast
Es kommt bei euch aber auch erschwerend hinzu,dass er dich nicht " nur " betrogen hat, sondern dich auch vor seiner Affäre herabgesetzt hat, um sie zu besänftigen.Ganz mieser Charakterzug Warum konfrontiert du ihn nicht damit ,sondern versuchst du verzweifelt,Ausreden dafür zu finden? Genauso,wie er sich für den Betrug entschieden hat, weil es zwischen euch für ihn nicht zufriedenstellend läuft, hat er sich dazu entschieden,sich als dein Opfer darzustellen und dich zu entwerten.
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x 3#52
WhosThatGirl Mitglied
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Zitat von Ehefrau:
EBEN
Dann fang damit an. Lies den von Dir geposteten Text mal aus einem anderen Blickwinkel. Aber ich vermute, es hat wenig Sinn.
Hat jetzt aber auch nichts mit Deiner ursprünglichen Frage zu tun.
Du willst also Suchtbegleitendes Verhalten lernen, damit die Sucht für die Zukunft im Keim erstickt wird?
Gut, dazu muss erstmal eine Sucht vorliegen. S..sucht liegt meines Erachtens nicht vor.
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x 1#53
WhosThatGirl Mitglied
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Zitat von Ehefrau:
Ganz Verwegene können allerdings auch das eine oder andere Buch lesen
Unbedingt. Ich empfehle "Deutsche Gesetze" noch vor der "Bibel". Wegen Verblendung.
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x 2#54
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Ehefrau Mitglied
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Zitat von Sonnenblume1981:
Es kommt bei euch aber auch erschwerend hinzu,dass er dich nicht " nur " betrogen hat, sondern dich auch vor seiner Affäre herabgesetzt hat, um sie zu besänftigen.
Ja, genau. Ich habe ihn einhundertmal dazu gefragt und er weiß keine Antwort. Verrückterweise fing er scheinbar auch an, seine Lügen selbst zu glauben. Ich bemerkte die Affaire ohnehin von Anfang an und er reagierte merklich negativer auf mich als sonst. Nach dem ersten, wirklich schlimmen Schock, über seinen Verrat an mir in den Emails sah ich auf den zweiten Blick, daß er von Anfang bis Ende konsequent dabei blieb, mich nicht zu verlassen und auf ihren steigenden Druck mit immer wilderen Geschichten reagierte. Am Anfang unserer Konflikte nachdem es heraus war, habe ich einen Tag lang nur noch ironisch mit "Ja, du hast es begriffen, mein ganzer Lebensinhalt ist nur, dir das Leben zur Hölle zu machen"reagiert. Am nächsten Morgen sagte er mir, daß er die ganze Nacht wachgelegen und wieder begriffen hätte, was ich alles für ihn tue und wie liebevoll ich ihn behandle (naja, fast immer ). Er verstand selbst nicht, was in ihm vorgegangen war. Seitdem sind unsere Gespräche konstruktiv gelaufen.
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#55
B
bazinga Mitglied
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aus dem gelesenen erkenne ich auch keine sucht. sondern eine simple, typische affäre. was natürlich nicht schön ist zu erkennen und zu verarbeiten.
vielleicht ist es für ehefrau leichter, an eine sucht zu glauben. die man mit entsprechenden entziehungskuren "heilen" kann. so ähnlich wie wahrnehmungsstörungen, die werden auch manchmal zur erklärung heran gezogen.
die armen paartherapeuten. müssen demnächst umschulen. auf Dro..
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x 4#56
WhosThatGirl Mitglied
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Zitat von Ehefrau:
Ja, genau. Ich habe ihn einhundertmal dazu gefragt und er weiß keine Antwort.
Beste Strategie ever: "ohne meinen Anwalt sage ich nichts". Warum sich weiter in die Sch.eisse reiten. Erstmal nichts sagen und dann nach Verfahrensfortgang entscheiden.
Zitat von Ehefrau:
Verrückterweise fing er scheinbar auch an, seine Lügen selbst zu glauben.
Das ist im Grunde zweitrangig. Wichtig und im weiteren Spielverlauf entscheidend ist, dass Du oder die AF oder das Umfeld seine Storys glauben.
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x 1#57
S
Sonnenblume1981 Gast
Konsequent wäre er wohl eher gewesen,wenn er der Dame weniger Geschichten aufgetischt hätte. Er hat es sich auf unterschiedlichen Ebenen sehr leicht zu machen. Und es ist ja schön, dass er bei dir bleibt,weil du so lieb zu ihm bist und alles für ihn tust.
Ich kam irgendwann auf Suchtverhalten, weil vieles an seinem Verhalten in sich nicht stimmig und irrational war. Ich weiß ja nun was er mir und ihr erzählt hat. Und außerdem hat mich die Vehemenz verwundert, mit der er, obwohl ich immer mehr Hinweise fand und ihm unter die Nase hielt, bis zum bitteren Ende leugnete. Ich hatte ihm schon Wochen vorher eine offene Beziehung vorgeschlagen. Davon wollte er absolut nichts wissen. Und dieses ganze, teilweise aggressive Leugnen hat mich plötzlich total an die Dro. meine ersten Mannes erinnert.
Zitat von Sonnenblume1981:
Und es ist ja schön, dass er bei dir bleibt,weil du so lieb zu ihm bist und alles für ihn tust.
Er für mich auch. Ich habe viele Gründe, bei ihm zu bleiben!
Zitat von WhosThatGirl:
Ich empfehle "Deutsche Gesetze" noch vor der "Bibel".
Ehebruch ist nicht strafbar. Und die Bibel passt. ich schrieb schon weiter oben, daß die meisten in diesem Forum auf der Schuldnummer reiten.
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#59
S
Sonnenblume1981 Gast
Ich sehe da nichts,was mit Suchtverhalten zu tun hat.Er macht es sich so leicht wie möglich. Und ich finde es sehr interessant, dass er keine offene Ehe möchte.Warum eigentlich? Weil gleiches Recht für Alle blöd ist? Weil er ein so kleines Ego hat,was er durch seine Affäre pushen lässt aber davor beschützt,dass du dich von einem anderen Mann beglücken lässt?