Guten Morgen,
also mit der Aussage von deiner Frau, hat sie euch ja einen Freifahrtschein gegeben. Anstatt daran zu arbeiten, sich wieder näher zu kommen, will sie es woanders probieren.
Es gibt nicht die perfekte Lösung, die gibt es sehr sehr selten. Einer leidet immer, einer trauert immer, einer hat am Ende die A-Karte und wird damit umgehen müssen so oder so aber das ist dann auch wieder etwas, was man Schicksal nennt und man muss lernen damit umzugehen.
Das mit dem Kuchen, Torte stimmt. Ich bin echt froh, dass mir Salziges lieber ist (Scherzchen).
Unser größtes Problem ist, dass wir denken, wir müssten immer so funktionieren, wie es andere vorleben. Wir haben das schon immer so gemacht und es wird auch weiterhin so gemacht. Das geht einfach nicht mehr, das Schema funktioniert nicht mehr. Die Paare, die Konstellationen veränderten sich mit der Zeit und sie sind immer noch im Wandel. Früher hätte doch keiner das Wort "Patchwork-Family" verstanden oder akzeptiert. Heute wachsen Kinder mit mehreren Vätern auf und Müttern. Ich bin ein Kind von Eltern, die sich nie haben scheiden lassen aber mein Umfeld tat es. Soll ich jetzt jeden verurteilen deswegen? Nein, denn ich kann Liebe nicht erzwingen. So ein Trennungsschritt ist sehr schmerzhaft und die wenigsten haben danach eine gute Freundschaft, weil es auch Arbeit ist, diese zu erhalten. Es entstehen oft Verletzungen, Eifersucht doch alles kommt aus dem Grund, weil wir Angst haben loszulassen, weil uns vor allen Dingen die Liebe fehlt, um es mit anderen Augen zu sehen. Wie schwer fällt es uns täglich zu uns selbst zu sagen: "Ich mag mich, ich finde mich toll oder "Ich liebe mich". Also ich habe da schon noch meine Probleme damit aber ich versuche es, ich muss selbst glücklich sein, dann kann ich auch andere glücklich machen.
Wir geben nur Wissen weiter aber Wissen verlernt man, Weisheit vergisst du nie. Ich habe heute noch die Sätze von lieben Freundinnen im Kopf, die schon sehr alt waren.
"Es bleibt nicht immer nur auf einer Seite!"
"Zeit heilt keine Wunden aber du lernst mit der Zeit damit besser umzugehen"
"Es gibt kein Schwarz oder Weiß, es gibt kein Falsch oder Richtig"
usw. solche Sätze prägen uns. Ich kapiere bis heute nicht den Dreisatz in Mathe, ich mochte es nie. Ich kann dir auch nicht mehr sagen, was wir in Arbeitslehre machten aber ich weiß noch den Satz einer Lehrerin bei der Sexualkunde: "Wascht euch bevor ihr miteinander Sex habt!" Tja, lacht nur aber das bleibt hängen, denn es macht Sinn, das andere verwirft man.
Ihr könnt noch alles tun, ihr könnt noch alles verändern an euch arbeiten, leben, lieben, lachen, ...
Wir verbringen so viel Zeit damit, das zu tun, was andere von uns erwarten aber was ist mit uns?
Ich habe lange so funktioniert bis ich nicht mehr konnte. Und ich lernte erst durch diesen Mann Ballast abzuwerfen. Er war wie ein Lehrer, bittersüß aber es war Zeit, dass ich aufwachte. Lieber jetzt als nie. Nein, er ist kein Guru, er weiß nicht einmal, wie sehr er mich beeinflusst hat, bis heute. Er hat ganz viele Ecken und Kanten und manchmal, da könnte ich auch ihm einen A-Tritt geben, das ist ganz normal.. Ich musste lernen diese zu akzeptieren und auch an mir selbst zu arbeiten, denn oft wird uns ein Spiegel vorgehalten durch andere Menschen, die eigentlich genau das tun, was wir immer taten oder unbewusst tun und machen. Wenn du mal ein bestimmtes Alter erreicht hast, dann ist es schwer sich noch zu ändern aber man kann es. Der Charakter ändert sich nie aber die Einstellung dazu.
Einen schönen Tag Blauauge.