Zitat von BjörnFF: Das war schon immer so, aber erst wenn alles im Ar. ist...dann kommt wirklich alles hoch und das ist viel zu viel...
Und sobald es mir besser geht, wird das wieder ignoriert....
Wie kann ich das verhindern...auch wenn es weh tut...ich muss mich damit , vielleicht nicht jeden Tag, aber einfach immer auseinandersetzen...auch an vermeintlich guten Tagen, diese Dinge reflektieren und hinterfragen...am Ball bleiben....
Also, ich denke, ich würde eine dreifache Strategie versuchen:
Erstens: dir überlegen, wie groß wirklich dein Autonomiebedürfnis ist, und dieses Autonomiebedürfnis mit einplanen. Es ist ok etwas mehr Metime zu brauchen, wie der Durchschnittsmensch. Auch und gerade in belastenden Situationen ist es wichtig, für sich selber immer wieder Zeiten zum Runterkommen einzuplanen. Wichtig ist halt dann, diese Zeiten bewusst zu nehmen, am besten bevor der Körper sie sich über "Freundin vergessen" holt.
Auch bei der Nähe fände ich Routinen gut. Du kannst dir ja im Handy einen Wecker stellen, wo du dir einmal am Tag bewusst Zeit nimmst, vielleicht eine viertel Stunde, darüber nachzudenken, ob es deiner Partnerin wohl gut geht in der Beziehung.
Bei manchen Leuten funktioniert sowas automatisch, nicht bei allen.
Zweitens: Weiter schauen, wie du die unguten Erfahrungen aus dem System bekommst. Da bist du ja schon mit Therapie daran, das ist gut.
Ein Denkmodell, das mir immer ziemlich weiterhilft ist das von der Sonne: Ich stelle mir mich selber als Sonne vor. Der Kern ist mein reines, rohes Ich. Der gehört nur mir. Der ist so heiß und dicht, dass alles verbrennt, was in die Nähe kommt. Als nächste Schicht sind da ein paar ganz wichtige Überzeugungen, Werte und Annahmen, die auch noch ganz nah zu mir gehören. Dann kommen nach und nach weniger wichtige Werte, Annahmen usw. und die Dinge, die ich meine Identität nenne. Da ist schon wichtig: Meine Identität, das was ich mir zu eigen gemacht habe und was mir andere zugeschrieben habe, bin nicht ich. Sie ist veränderbar. Noch weiter außen mein Stil usw. Und erst dann kommen langsam die Menschen in meinem Umfeld in den Umlaufbahnen. Diese Menschen, die mich umkreisen, haben dann halt Einfluss auf mich, je nach dem, wie hoch die Umlaufbahn ist. Manche werden ein wenig Einfluss auf meinen Kleidungsstil oder meinen Musikgeschmack haben, ganz ausgewälten Menschen wird vielleicht erlaubt, meine Meinung zu beeinflussen... aber mein Kern, der gehört immer noch mir. Den dürfen diese ausgewählten Menschen vielleicht sehen, aber verändern düfren sie ihn nicht. Wenn ihnen nicht gefällt, was sie sehen, sind sie nicht die richtigen Menschen für mich. Und dann noch weiter außen, Bekanntschaften, Berufliches Umfeld usw.
Und dann kann ich bei allen Menschen, auch denen aus der Vergangenheit, ganz genau schauen, auf welcher Umlaufbahn sie sind, ob sie auf der richtigen Umlaufbahn sind, ob sie Dinge beeinflusst haben, die sie nicht hätten beeinflussen dürfen, und sie bewusst auf eine höhere Umlaufbahn schicken, wo sie keinen Schaden anrichten können.
Z.B. die Mobber, die sind auf eine viel zu niedrige Umlaufbahn geraten, und haben wo viel in dir (zum schlechten) beeinflusst, was nicht hätte sein sollen. Nimm dir die Macht, sie komplett aus der Umlaufbahn zu schmeißen, und visualisiere die Hitze deines Kerns, um den Einfluss und Müll, den sie hiterlassen haben, zu verbrennen.
Drittens: Rede mit deinen zukünftigen Partnerinnen. Du kennst ja das Muster. Erklär, dass du es nicht böse meinst. Frag regelmäßig nach, ob du dich "komisch" verhältst. Handywecker, einmal die Woche. Bitte deine Partnerin, dir da wirklich ehrliches Feedback zu geben, weil du da einen blinden Fleck hast. Und wenn sie was anspricht, dann antworte am besten nicht gleich darauf, sondern nimm dir einen halben Tag oder so, um zu schauen, ob du wieder im Muster bist. Wie gesagt, wenn ich bei meinem Freund das Gefühl hätte, mit meinem Nähewunsch anzukommen, gesehen zu werden, und wenn bei ihm ein "Problembewusstsein" da wäre, dann wäre das für mich schon die halbe Miete.