236

Alltag einer Borderline Beziehung

Urmel_

Urmel_


5710
8018
Zitat von Geri_N:
Ich vermute borderline, weil alle Symptome passen(wenn ich alles aufzählen würde warum ich es vermute, sitze ich sicher den halben Tag dafür) und die Wahrscheinlichkeit das es nur Zufälle sind die sich ständig mit die Symptome überschneiden wäre lächerlich.


Einer der Probleme, warum man unbedingt dem Arzt die Diagnose überlassen sollte, ist der Faktor Zeit.

Denn es ist nicht selten, dass "normale" Menschen durchaus zB klassische BL-Züge zeigen, wenn sie in seelischen Ausnahmesituationen oder Richtung Depression unterwegs sind. Kehrt im Leben wieder Ruhe ein, verwschwinden auch die BL-Symptome. Sowas geht bei einem "echten" BL eben nicht, denn da ist die Krankheit ganz anders verankert.

16.03.2018 14:51 • x 1 #121


maenneken


326
340
Urmel,das hab ich auch geglaubt.Ist aber wohl nicht allgemeingültig.BL ist ja nicht alleine vorhanden,da spielen andere psychische Erkrankungen mit wie z.B. Depression in ihren verschiedenen Ausprägungen.Mal überwiegt das Eine,mal das Andere.Phasen in denen alles "normal" ist,gibt es auch.Diese sind aber recht selten

16.03.2018 15:25 • #122


Urmel_

Urmel_


5710
8018
War ja auch eher allgemein bezogen. Oft liest Du ja auch im Forum, dass ein Mensch narzistisch sein soll, weil er eher etwas ungalant den Abgang gemacht hat. Will halt keiner hören, dass ein Mensch gegangen ist, weil man selbst Fehler hat und der andere Mensch diese nicht mehr ertragen hat. Sowas liest Du vermehrt bei Mädels, die in der Kindheit sehr egozentrische Muster mitbekommen haben und im Grund keine Ahnung haben, dass man auch dem mann Respekt entgegen bringen muss.

Will nur sagen, dass extrem viele "Diagnosen" auf dem Zeitraum einer Trennung beruhen und die Vorgeschichte außer Acht gelassen wird, weil man so auf einmal selber sehr viel Verantwortung am Scheitern hat.

Hast Du hingegen schon seit Jahren diese Probleme beim Partner (Faktor Zeit ist da eben sehr wichtig), ist die Chance deutlich höher, dass da wirklich eine Erkrankung hinter steckt.

16.03.2018 15:37 • #123


maenneken


326
340
Ok,da geh ich mit Dir.Es befremdet mich auch,wenn ohne ärtzliche Diagnose mit Vermutungen,da Dr. Google,da was ausspukt und manifestiert eine-schwerwiegende Erkrankung-und das darf man dabei nicht vergessen,mal so in den Raum geworfen wird.

16.03.2018 16:04 • #124


Stellaria

Stellaria


52
72
Hi Geri,

Zitat von Geri_N:
@StellariaWow, das hat noch länger Spuren bei dir hinterlassen. Wenn ich mal fragen darf, wie wirkt sich das heute noch auf dich gefühlstechnisch/alltagstechnisch bei dir aus?


Mir fällt im Alltag mehr als früher auf, wenn jemand über meine persönlichen Grenzen geht. Ich kann es noch nicht in jedem Fall verhindern und habe deshalb öfter ein ungutes Gefühl. In meinem Job habe ich im vergangenen Jahr mein Grenzen gegenüber zwei Chefs verteidigt, die gleichzeitig versuchten massiv Druck auf mich auszuüben. Es war sehr anstrengend, aber ich konnte einen Erfolg für mich verbuchen: Sie haben verstanden, dass ich NICHT ALLES mit mir machen lasse. Das habe ich indirekt meinem persönlichen Grenzüberschreiter (meine höchsteigene Übersetzung des Begriffs Borderline) zu verdanken. Er hat mir in quälender Weise gezeigt, wie freundlich, verständnisvoll und nachsichtig ich immernoch bin, wenn ich fertig gemacht werde.

Sehr gut, dass du Manuela Rösel für dich entdeckt hast. Ich habe vier ihrer Bücher schon mehrfach durchgearbeitet. Sie hat mir mit ihren Erklärungen unglaublich geholfen. Zu verstehen, warum ein Borderliner so agiert, ist das eine. Warum Partner, wie wir, ebenfalls besondere Strukturen haben, beschreibt sie unglaublich gut und hilfreich.

Zitat von Geri_N:
Die destruktive Beziehung hat aber dieses "innere Kind" reaktiviert. Jetzt überlege ich wie ich diese innere Kind "ohrfeige" und vermittle es soll sich zusammenreißen.


Bitte ohrfeige dein inneres Kind nicht! Behandele es gut. Lass ihm JETZT die Zuneigung, Ermutigung, Anerkennung und Liebe angedeihen , die (vermutlich) deine Eltern dir nicht zukommen ließen. Nachbeeltern heißt der Begriff (ich will ein bisschen mit Wissen glänzen .

Ich wünsche dir viel Mut und Stärke. Im Regelfall (so war es auch bei mir) wird in den ersten Wochen/Monaten nach der Trennung die Gefühlslage immer heftiger. Am Anfang habe ich nicht geheult, das ging erst nach meheren Wochen los, aber dann so heftig, wie ich es noch nie erlebt habe.

16.03.2018 18:15 • x 1 #125


Stellaria

Stellaria


52
72
Zitat von Selbstliebe:
Mein Freund aus Kindertagen schafft das auch, er hat das Potential, nicht nur sich selbst gegenüber zerstörerisch zu sein........... ich habe lange nach einem Weg gesucht, mit ihm befreundet zu sein, ohne mich vereinnamen und manipulieren zu lassen. Es gab Jahre in unserer Freundschaft, ohne einen einzigen Kontakt, meistens als Folge von Grenzverletzungen seinerseits, auf die ich mit konsequentem Rückzug reagiert habe, reagieren musste. Wir kennen uns allerdings schon 45 Jahren .......... er war mir ein guter Lehrmeister in Sachen Abgrenzung usw


Gut, dass du deinen Lehrmeister in Sachen Abgrenzung schon früh in deinem Leben getroffen, die Grenzüberschreitungen wahrgenommen und sie unterbunden hast. Ich brauchte offensichtlich noch einmal einen massiven Grenzübertrampler, um meine Lektion zu lernen. Wobei ich sagen muss, dass ich bei den Aktionen meines B-Menschen insgesamt schon sehr überlegt gehandelt und ihm vielfach gesagt habe, dass es so nicht geht. Da er weiter auf mir herumgetrampelt hat (weil er nicht anders kann?) habe ich mit der Trennung die Konsequenzen gezogen.

16.03.2018 18:32 • #126


Geri_N


43
1
23
Ja ich weiß, wie das ganze von meiner Seite rüberkommt. Könnte ja im Grunde nur jemand sein, der mit seiner Trennung nicht klar kommt und versucht ein Krankheitsbild als Erklärung herzunehmen um besser mit der Trennung klar zu kommen.

Nein mir ist es sicher auch nicht erlaubt, eine Diagnose zu erstellen da ich kein befähigter Arzt usw. bin. Es sind nur Vermutungen, die sich schon zu Anfang in der Beziehung aufgebaut haben. Sie ist meine erste Freundin gewesen und jedes noch so außergewöhnliche Verhalten von ihr habe ich damals versucht mit einer rationalen Erklärung abzustreiten. Z.b--> Sie hat nur einen schlechten Tag. Oder aufgrund ihrer Herkunft (Balkan) ist sie eben temperamentvoll. Sie lügt nicht, sie ist eben sehr vergesslich.

Keine Ahnung was sie wirklich hat, aber es entspricht außerhalb der Norm. Da ich Zeit habe, möchte ich vielleicht ein paar Sachen erzählen und ihr könnt euer eigenes Bild machen. Im Grunde wäre ich wirklich total froh, wenn sie total gesund ist und ich mich irre. Ich wünsche ihr nichts schlechtes sondern im Gegenteil.


Hochgradige Eifersucht:
Zu Beginn waren wir nicht mal zusammen oder hatten ein Date.(Interesse gab es aber ihrerseits schon, wusste ich selber aber noch nicht) Da wir mit Freunden in der Disco waren, hatte ich mit einer Bekannten geredet. Ich wurde von ihr mit strengen Augen beobachtet und während der Beziehung auch dann durchlöchert.--> Klar nichts besonderes

Vor ihr habe ich eine Freundin von ihr gedatet. Es lief nichts. Bisschen rummachen und sie hat mich abserviert. In der Disco habe ich mich mit der Freundin 15min unterhalten. Sie kam besoffen angetaukelt und schrie mich an, dass sie es sch. findet, das ich mich mit ihr unterhalte. Das ein anderer Kumpel sie in der Discotoilette durchknallte vor ein paar Jahren und sie Freundschaft pflegt, war aber trotzdem von meiner Seite keine große Sache.--> Wieder vl nur normale Eifersucht.

Als ich ihre Cousine(einer ihrer langjährigen besten Freundinnen) kennenlernte und sie von meinen Tattoo schwärmte, tauschten wir Kontakt aus damit sie meinen Tattowierer kennenlernt. (Bekam sie alles mit). Als sie bei mir übernachtete fand sie ein blondes Haar in meinem Bett. Echt dämlicher Zufall, aber es war von meiner WG-Mitbewohnerin und so erklärte ich es ihr auch. Ende der Beziehung habe ich rausgefunden, dass sie ernsthaft ihrer Cousine eine Riesenszene gemacht hat. Ihre Cousine hat ihr sogar dafür eins ordentlich verpasst.
Kontakt wurde eine Zeit lang zwischen denen abgebrochen. Bis heute streitet sie ab, das die Geschichte so war. Ich weiß es aber von der Cousine besser. Ihre Cousine zählt zu einem der wichtigsten Bezugspersonen im Leben, wohlgemerkt!

Wenn wir draußen gemeinsam unterwegs waren und eine Frau kommt mir nur entgegen. Und aufgrund meines Blickwinkels bin ich gezwungen in ihre Richtung zu schauen, war ich laut ihr natürlich total gut auf sie und so Käse. Habe das verstärkt in der Beziehung beobachtet. Wenn eine vermeindlich attraktivere Frau herumspaziert, hat sie mich immer von der Seite angestarrt. (IMMER)

Als ich eine Studienkollegin um Unterlagen bat, nahm ich meine Freundin mit, damit sie sich nichts denken braucht. Als ich die Unterlagen bekam, benahm sich meine Kollegin sehr eigenartig. Sie strahlte Angst und Nervösität aus und lief uns dann fast davon. Meine Freundin meinte daraufhin das ich sicher was mit ihr hatte. Ich stritt es ab und fragte sie, ob sie nicht ihr irgendwie unbewusst ihr Angst gemacht hat. Zu jeder meiner Freundin, war sie echt ungut drauf, außer zu meinen Cousinen.
Zufall?

Auch kam raus, dass sie den Kontakt zu attraktivere Freundinnen von ihr komplett abbrach. Mit der Begründung, dass ich ja nie etwas mit denen habe. Egal wie oft ich beteuert habe, dass sowas für mich unterstes Niveau ist.

Tedenz zu Sucht:
Sie hat angefangen mit 14 Jahren mehrere Schachteln am Tag zu rauchen. Klar nicht besonderes.
Sie ist mit 16 Jahren 3-4 mal in der Woche unterwegs gewesen und hat stolz erzählt, dass sie sich immer weggeschossen hat, weil alles so sch. ist. Auf die Frage, ob sie nicht irgendetwas anderes im Leben hatte als Ausgleich/Ventil oder ob jemand da für ihr war. Ihre Antwort: Doch...ständig haben mich Leute gefragt, ob ich Probleme habe. Ich war schon so genervt, dass ich anfing immer nur ein freundliches Gesicht zu machen. Zufall?
Trotz, dass jemand KO Tropfen in ihr Getränk gemischt hat und sie mit blauen Auge davonkam, brachte sie das nicht zu überlegen. Erst der chronische Geldmangel brachte sie zur "Vernunft". Daraufhin folgte das sie neue Leute kennenlernte und für einige Jahre mehrere Gramm Gras pro Tag konsumierte. Sie hörte auf als sie rosa Elefanten sah. Danach konsumierte sie für längere Monate Dro., weil sie als Kellnerin jobbte. Sie hörte mit der Zeit aus irgendwelchen Gründen wieder auf. War trotzdem pleite obwohl sie viel arbeitete.
In der Zeit wo Handytarife noch teuer waren, trieb sie ihre Eltern in ein ordentliches Minus. Einmal ging sie ins Cas. und verzockte sofort 900Euro Lehrgeld!?
Heute Handysucht. Ständige Erreichbarkeit egal um welche Zeit. Wenn sie ein Handyspiel spielt, kann sie kaum aufhören und man merkt in ihren Augen ein Überfokus. Sie ist kaum noch ansprechbar.

Tendenz zu Stimmungsschwankungen:
Ich werde nie vergessen, wie ich zu ihr gesagt habe (Mitte Beziehung wo trotzdem das Ende nicht in Aussicht war), Schatz du siehst ständig alles in schwarz und weiß. Ist dir aufgefallen, dass du immer alles ins Extreme ziehst? Ich habe ihr sogar meine Stimmung und ihre Stimmung bildlich versucht zu erklären. Da wusste ich noch gar nix von Borderline, geschweige wollte ich einsehen das die Möglichkeit besteht, dass meine Freundin geistige Probleme hat.
Meine Stimmung würde ich als geradlinie bezeichnen. Hier mal bisschen rauf und hier mal bisschen runter. Bei ihr ordentlich rauf (sie kann sich freuen wie ein kleines Kind), ordentlich runter (pack die Beine und lauf). Dazwischen ist absolute Leere bis zur Kälte.

Zufall meinerseits?

Beispiele:
Vor unserer Begegnung, gab es laut ihrer Cousine, wo sie gelegentlich den Drang zu Selbstmord hatte ohne das sie bis heute einen nennenswerten Grund geben kann. Mir warf sie das auch schon einmal in der Beziehung vor.
Es gab Streitereien, dass ich mit ihrer Eifersucht nicht klar kam. Das Ergebnis war oft, dass sie weinend aus der WG lief mitten in der Nacht. Ich immer hinterher, da ich nicht will das meine hysterische Freundin quer durch die Großstadt herumläuft. Immer wieder. Im Nachhinein konnte sie mir nie erklären warum sie so ausgezuckt ist.
Sie erklärte mir mal, wenn ich was mit einer anderen habe, würde sie mir nichts antun. Die Frau kann sich aber von ihrem Leben verabschieden (mit ner ordentlichen Ernsthaftigkeit dahinter).
Etwas später fing sie an gegen Einrichtungen zu schlagen und zu treten. (Einer der Gründe wo ich auch mal langsam wach wurde). Ihre Erklärung war. Würde sie nicht irgendwas kaputt hauen, dann wäre ich wsl die Zielscheibe.

In Zeiten der Ruhe merkt man das sie unglücklich ist, wenn mal gerade nichts aufregendes passiert. Wirkt für mich depressiv (mit Depression kenne ich mich aus, da ich selber welche hatte). Es zeichnet sich aus, dass sie keine wirkliche Emotion zeigt, egal wie sehr ich versucht habe daran was zu ändern. Sie hatte keine Energie und stand auch sehr schwer vom Bett auf(Schlafenszeit Mitternacht, Aufstehzeit 9Uhr). War extremst gereizt.
Wenn sie aber dämlichen Termin für Maniküre hatte um 7:00. Total happy und voller Tatendrang.
Auf Testversuch meinerseits. Beobachtete ich sie da genauer. Es gab Tage wo sie bei ihrer Familie war, danach schöne Zeit mit Freunden verbrachte und am Abend war sie auch happy wie sie bei mir ankam.
2 Stunden später merkte man einen rapiden Abfall dieser gewonnen Energie und ihre Stimmung kippte wieder.
Für MICH keine Depression. Als ich Depressionen hatte, war ich konstant beschissen unterwegs. Aber ja ich bin nicht Dr.Google. Vl gibt es wieder mehrere Gruppierungen von Depression.

Panickattacke:
Als ihre Katze starb während unserer Beziehung bekam sie Panickattacken. (Ihr Vater hat sie auch)
Diese Panickattacken dauerten 4-6 Monaten, da sie sich von einer Hypnotiseurin therapieren lies.


Kindheit:
Ihr Vater hatte mehrere Frauen am Start. Sie bekam das schon als kleines Kind mit wie er telefonierte. Sie hatte gefälligst aber ruhig zu sein und durfte nichts der Mutter verraten.
Sie bekam den Krieg im Balkan mit. Wenn sie Sirenen hört, bekommt sie Angstzustände..
Sie erzählte mir das ständig ihre Eltern streiten, teilweise gab es Geschichten wo ihre Mutter dem Vater eine verpasste und dann der Vater der Mutter.
Dabei spielte meine EX auch eine aktive Rolle mit. Sie hat gesagt, sie lernte den Streit abzubrechen in dem sie anfing Sachen zu zerstören.
Sie lutschte mit 6 Jahren am Daumen. Heute kaut sie noch an den Nägeln bis ihr Nagelbett rausschaut.
Vater psychisch krank. Laut ihr fängt er Streiterein an und beschuldet die Mutter Dinge die sie nicht gemacht hat. Mutter die für meine EX sterben würde und denke mal umgekehrt, hat chronische Schmerzen. Sie ist Putzfrau in einem Rießengebäude und das hinterlässt schon ordentlich Spuren. Die Frau trägt alles Last in der Familie.
Die Streiteren waren so heftig( ich bekam das nie persönlich mit), dass sie eines Tages bei mir aufgetaucht ist und unter Psychopax stand, dass sie von ihrem Vater nahm.

Wahrnehmungsstörung:
Als ich mich mit Freunden von ihr unterhielt, da ich langsam der Sache auf den Grund gehen wollte. Kannte sie jeder nur als hypersensibel usw.
Als ich bei einer erneuten "Konfrontation" sie ansprach, dass sie schon wieder maßlos überreagiert, sagte ich ihr das sie sensibel ist und sogar der gewisse Freund es mir bestätigt. Es folgte eine Wein/Schreiattacke die man von kleinen Kindern kennt, mit anschließender Drohung die Freundschaft zu diesem Freund zu beenden.
Als ich ihr vorwarf, dass das nochmehr Sensibilität bestätigt, schrie sie herum, dass es rein nichts mit sensibel zu tun hat.

Jede Geschichte wo sie vermeindlich schlechter dargestellt wird, wird von ihr ordentlich aufpoliert. Dabei werden Zeiten und Handlungen von ihr beliebig umschrieben. Die Geschichten passten oft nicht 1:1 überein und ich erlebte es auch bei uns immer wieder mit. Immer mit dem Ziel, das sie gut dasteht. Das beängstigende ist, konfrontiert man sie damit. Haben immer alle Unrecht und sie glaubt wirklich ihren eigenen schei.. Es ist wahnsinng schwer, das durchzuschauen. Ich brauchte fast 2,5 Jahre, da sie es echt glaubhaft rüberbringt. (Sie schreckt auch nicht zurück, zu weinen, auszurasten, den anderen schlecht dastehen zu lassen)

Sehr konkretes Beispiel: Als ich mit ihr einkaufen ging in einem beengten Supermarkt...Es stand ein Mann vor uns und konnte absolut nichts dafür gerade im Weg zu stehen. Meine EX (klein, zierlich, Federgewicht) schoss wie eine Rakete durch und riss den Mann sogar zu Boden. Der Mann rastete aus und schimpfte hinterher, ich beschlichtete die Situation. Stellte sie zur Rede ob es wirklich nötig war? Sie hingegen beteuerte, dass sie zahm war. Mit ernsten Ton sagte ich, dass ich alles gesehen habe und das es asozial von ihr ist. Daraufhin überträgte sie ihre Wut wieder auf mich, anstatt Einsicht zu zeigen.
Dann fiel mir auf, dass sie mir ständig erzählt das jeder sie anrempelt( schon seit Beziehung). Wieder Beobachtung meinerseits. Sie läuft ohne zu schauen in Leute rein und beschuldigt die anderen immer.

Man kann darauf schließen, dass sie einfach asozial ist. Das stimmt aber nicht. In ihren guten Zeiten, ist sie liebevoll, aufmerksam, höflich und eigentlich sehr intelligent.

Wieder ein Test meinerseits (ich wusste erst was von Borderline nach der Trennung bzw. wollte ich nichts von ernsthaften geistigen Problemen wissen)
Als ihre grundlose Unzurfriedenheit für längere Zeit andauerte, wollte ich etwas probieren, dass ich aus Seminaren gelernt habe. "Emotionaler Anker". Sie lag neben mir und ich kuschelte mich an ihr. Als ich sie fragte, weißt du noch wo wir im Bett gelegen haben und ich zum ersten mal ich liebe dich gesagt habe? Aufeinmal fing sie an zu grinsen (das kann man nicht schauspielern), der ganze Raum füllte sich mit einer unglaublichen Wärme und Geborgenheit und sie sagte ja. Was fühlst du, habe ich gefragt? Liebe sagte sie mit kindlicher,süßer Stimme. Das hielt für ein paar Stunden, bis sie wieder nur Unzufriedenheit ausstrahlte.

Emotionale Reife:
Ich habe das Gefühl, dass sie von der emotionalen Reife auf dem Stand einer fünfzehnjährigen ist wenn nicht sogar jünger.
Zu Beginn der Beziehung, gewöhnte sie mir es ab, dass ich ständig am Handy bin wenn wir zusammen Zeit verbrachten. Für mich völlig legitim. Gegen mitte Beziehung fing sie an selber verstärkt am Handy zu sein, bis es damit endete das sie bis 3:00 früh aufblieb und mit Leuten schrieb. Anstatt bald schlafen zu gehen um für den Auszug aus der Wohnung fit zu sein. Wir machten uns über den ganzen Social Media *beep* lustig, nur das sie jetzt selber damit anfängt die Hälfte der Tageszeit dort zu verbringen. Als ich sie auf ihre neue Sucht ansprach, kam nur ein A.-JA, aber Änderung gab es nicht.
Ihr tut ihre über alles geliebte Mutter Leid, dass sie so Schmerzen hat aber zwingt sie (unbewusst), dass Mama Arbeiten für sie erledigt anstatt zu helfen oder selber zu erledigen.
Es gab den Vorfall, das sie jemand kennengelernt hat, den sie mir als neuen platonischen Freund schmackhaft machen wollte. Als ich ihre FB Nachrichten durchstöberte (da spielte ich sowieso schon mit Trennung gedanklich), stand da richtig viel krasser Blödsinn darin. Ich stellte sie zur Rede und natürlich war ich wieder der Buh-man. Im Nachhinein entschuldigte sie sich und löschte den Kontakt, was das einzig richtige war, weil ich sonst gegangen wäre.
Tage später als sie mir was am Laptop zeigen wollte, sah ich auf FB wieder diesen schmierigen Penner auf ihrer Liste. Ich fing an zu brodeln und hab mich aber zurückgehalten, da ihr Vater anwesend war.
Was folgte? Sie starrte MICH böse an und fragte was ich habe? Hab ihr erklärt, dass ich es als komplette Verarschung empfinde und noch schlimmer sie wird sauer, dass ich sauer dabei werde? Rückblickend war es fast die ganze Beziehung so. Sie ist sauer, ich hör zu und such Lösung. Ich bin sauer, sie wird sauer weil ich sauer bin, keine Lösung.
Ich weiß wie es aussieht, wenn jemand Reue zeigt und ehrliche Einsicht. Diese Frau kam nie zu mir und hat sich von sich selbst aus entschuldigt oder irgendwas geändert.

Bestätigungsgeil:
Sie hat ein Wahnsinnstalent, den Leuten zu gefallen. In der Zeit wo ich ihre Nachrichten durchstöberte, schrieb sie mit Leuten die eigentlich nichts mehr mit ihr zu tun haben im realen Leben.
Da standen Hobbies die sie nicht ausübt, sie war an Orten wo sie nicht war. Gegen Ende der Trennung, fand sie eine neue Freundin wo schon auf der Stirn geschrieben steht, ich brauche wen. Innerhalb von zwei Wochen, waren beide auf FB aufeinmal "verheiratet". Ich merkte, wie sie mich innerhalb von wenigen Tagen austauschte gegen sie. Sie macht im Moment dasselbe mit ihr, was sie mit mir zu Anfang der Beziehung gemacht hat. Jemand idealisieren und als Gewinn Bestätigung fürs Ego.

Manipulation bis heute:
Es sind einige Bekannte auf mich zugegangen und haben mich gefragt, ob meine EX wirklich Schluss machen wird mit mir. Dabei habe ich die Trennung ausgesprochen und wir haben auch darüber gesprochen, warum die Beziehung nicht mehr funktioniert hat. Am Schluss stehe ich vor einigen Leuten wieder als schwarzes Schaf und sie die Unschuldige.


Sorry Leute, ich will echt nicht schlecht über meine EX reden oder mich profilieren. Und ich finde mit dem "bisschen" Beitrag sprenge ich sowieso schon den Rahmen. Das sind Dinge die mich jetzt in meiner Verarbeitung begleiten.
Meine eigenen fehlerhaften Anteile habe ich erkannt und bin dabei daran zu arbeiten.
Ich persönlich sehe die Sache recht nüchtern und hoffe das jemand vielleicht sich besser damit auskennt oder sogar ähnliches erlebt hat. LG

16.03.2018 19:29 • #127


Urmel_

Urmel_


5710
8018
Zitat:
Tage später als sie mir was am Laptop zeigen wollte, sah ich auf FB wieder diesen schmierigen Penner auf ihrer Liste. Ich fing an zu brodeln und hab mich aber zurückgehalten, da ihr Vater anwesend war.
Was folgte? Sie starrte MICH böse an und fragte was ich habe? Hab ihr erklärt, dass ich es als komplette Verarschung empfinde und noch schlimmer sie wird sauer, dass ich sauer dabei werde? Rückblickend war es fast die ganze Beziehung so. Sie ist sauer, ich hör zu und such Lösung. Ich bin sauer, sie wird sauer weil ich sauer bin, keine Lösung.
Ich weiß wie es aussieht, wenn jemand Reue zeigt und ehrliche Einsicht. Diese Frau kam nie zu mir und hat sich von sich selbst aus entschuldigt oder irgendwas geändert.


Nun hast Du Dich solange mit BL auseinandergesetzt und hast den wichtigsten Schritt für Dich noch nicht gemacht?

Welcher Teil von Dir möchte den Schritt denn nicht machen? Carl Jung sagte, dass der Ort in uns, vor dem wir die meiste Angst haben der Ort ist, der die Verarbeitung unserer Schmerzen ermöglicht. Oder anders: Du behinderst selber Deine Entwicklung.

Der Schritt: Die Dame, falls BL, ist nicht in der Lage die Dinge zu tun, nach denen Du Dich sehnst. Sie ist nicht in der Lage Verantwortung zu übernehmen und sich zu entschuldigen. Denn der Weg an ihren dunkelsten Ort ist umgeben von Todesangst.

Und die Sache mit dem Laptop: Sie setzt Dich in Konkurrenz um eine Reaktion zu haben, damit ihre innere Leere durch Wut oder durch Zuneigung gefüllt wird. Durch Dich. Und da es nicht ganz so geklappt hat, fragt sie noch nach um Dich in Zugzwang zu setzen. Bonuspunkte gibt es für den dualen Ansatz, Dich gleichzeitig bei ihrem Vater als eifersüchtigen Depp darzustellen, der seine Tochter, das arme Opfer, in die Ecke drängt.

Der Dame hast Du nichts entgegen zu setzen. Zum einen bist Du nicht in der Lage ihre Handlungen zu analysieren, zum anderen gehen Dir die Kräfte aus, wenn Du Dich den Handlungen aussetzt.

Interessant ist doch die Frage, wieviel sie in die kaputtgemacht hat und wie lange es noch dauern wird, bis Deine Narben der Seele verheilt sind. Also ich habe da durchaus mal Jahre dran zu knabbern gehabt, bis ich endlich in der Lage war der Dame von früher alles Liebe zu wünschen und es auch so zu meinen. Und ich habe da ähnlich angefangen wie Du. Wie so oft ist da Zeit und Vergebung der Schlüssel zu Deinem Glück.

16.03.2018 20:34 • x 2 #128


Stellaria

Stellaria


52
72
Zitat von Geri_N:
Meine eigenen fehlerhaften Anteile habe ich erkannt und bin dabei daran zu arbeiten. Ich persönlich sehe die Sache recht nüchtern und hoffe das jemand vielleicht sich besser damit auskennt oder sogar ähnliches erlebt hat.


Wow, du hast sehr, sehr viel mitgemacht! Können wir uns in deinem Fall auf die Arbeitshypotese "Toxische Beziehung mit Borderline-Tedenzen" einigen? Hypothesen dürfen auch Laien aufstellen.

Es geht in diesem Forum - so verstehe ich es - nicht darum, andere Menschen abzustempeln und zu verurteilen. Es geht darum, über eine äußerst verletzende Beziehung hinwegzukommen. Dazu gehört auch, für sich selbst das Verhalten des Expartners einzuordnen.

Bei mir habe ich beobachtet, dass es leichter wurde, als ich erfuhr, das mein Expartner eine Persönlichkeitsstörung hat. Dadurch konnte ich sein für mich komplett verwirrendes Verhalten entwirren und teilweise nachvollziehen. Wenn dieser Schritt getan ist - so habe ich es erlebt - wird der Blick für das eigene Verhalten erst frei. Erst dann ist es möglich, sich selbst die belastenden Fragen zu stellen und auch so mutig zu sein, sie zu beantworten: Warum habe ich das mitgemacht? Warum lasse ich Grenzüberschreitungen zu? Warum kann ich mich von einer Person, die mir nicht gut tut, so schwer lösen? Warum ? Warum? Warum . ?

16.03.2018 20:43 • x 1 #129


Geri_N


43
1
23
Zitat von Urmel_:
Nun hast Du Dich solange mit BL auseinandergesetzt und hast den wichtigsten Schritt für Dich noch nicht gemacht?

Welcher Teil von Dir möchte den Schritt denn nicht machen? Carl Jung sagte, dass der Ort in uns, vor dem wir die meiste Angst haben der Ort ist, der die Verarbeitung unserer Schmerzen ermöglicht. Oder anders: Du behinderst selber Deine Entwicklung.


Ich kann im Moment meine Gefühle nicht zuordnen. Was nicht in der Geschichte steht..> Ich habe mich aufgeopfert für die Frau auch finanziell. Ich lebe zurzeit bei meinen Eltern 250km entfernt von ihr, um Kohle für mein Studium zu sparen(das am selben Wohnort ist wie von der EX).

1.)Der erste Schritt war die Trennung einzuleiten. Ich löste die Wohnung auf, in der wir gemeinsam lebten.
2.)Auch wenn ich finanziell nicht ganz ausgehungert war, habe ich mich entschieden bei meinen Eltern zu wohnen. Sicherheitsmaßnahme, da ich in den ersten Woche nach Trennung, den Drang hatte sie zu sehen.
3.) Völlige Kontaktsperre, löschen der Nummer, blockieren, Facebook deaktivieren und Bilder löschen.
4.) Meine Hobbies pflegen, Kontakt zu Freunden suchen , mir mehr wieder bewusst machen wer ich bin/wer ich sein möchte/ was ich erreichen will.

Problem. Ich kann nicht zuordnen warum ich Phasen habe, wo ich am liebsten mich einfach in eine Ecke verkriechen möchte.
Ich bin von meinen Eltern 3 Jahre weggezogen und seitdem ich wieder in diesem kalten zu gefließten Haus bin, fühle ich mich wieder teilweise mit 16.
Meine Eltern (jetzt kommt mein Anteil, warum mein inneres Kind beschädigt ist) erinnern mich noch verbal, dass ich ein Versager in deren Augen bin. Wobei ich wirklich mir selber eingestehen kann, dass ich sehr wohl was wert bin und auch genug zum vorweisen habe. Zusätzlich rebellier ich teilweise hier wie im Haus meiner Eltern wie ein Teenager( mit meinen 26) und lass mir nichts gefallen.

Jetzt kann ich nicht zuordnen, ob mich die Trennung fertig macht.(Ist ja meine erste gewesen) Was ja bei jeder Beziehung normal sein sollte. Ob es die Folgen von einer möglichen Borderline Beziehung sind.
Oder ob es daran liegt, dass ich mich in dem Zimmer aufhalte, wo ich als Kind quer durchs Zimmer geschliffen wurde und anschließend vermöbelt worden bin.

Ich für meinen Teil habe alles satt. Nie mehr lasse ich mich von irgendwen so schlecht behandeln. Der Auszug zurück in die Großstadt habe ich in 3 Monate angepeilt.
Sicher ist, dass ich nicht auf meine EX sauer bin. Ich bin für diese Beziehung dankbar, weil es mich wachgerüttelt hat. Der Schaden ist überschaubar und bei der Wahl hätte ich mich immer wieder in diese Beziehung hineingestürzt. Weil es einfach gezeigt hat, das ich noch lange nicht so stark bin und mich schätze wie ichs vermutet habe.
Ein zweites Mal wird es nicht mehr geben. Hoffentlich...

16.03.2018 20:58 • #130


Stellaria

Stellaria


52
72
Zitat von Geri_N:
Der Schaden ist überschaubar und bei der Wahl hätte ich mich immer wieder in diese Beziehung hineingestürzt. Weil es einfach gezeigt hat, das ich noch lange nicht so stark bin und mich schätze wie ichs vermutet habe.
Ein zweites Mal wird es nicht mehr geben. Hoffentlich


Ich kann deine Aussage gut nachvollziehen. Der Erkenntnisgewinn aus einer toxischen Beziehung ist enorm, wenn man nicht in der Opferrolle verharrt, sondern ganz genau hinsieht - wie du das tust. In meinen Augen machst alles richtig. Du bist erst kurz getrennt und hast schon viele Schritte von ihr weg, zu dir hin getan.

Ja, in deinem "Kinderzimmer" angekommen, wirst du zusätzlich damit konfrontiert, warum du für deine Ex-Freundin als Partner "geeignet" warst. Die Eltern können einem eine Last auf den Lebensweg mitgeben, die schwer auf die Schultern drückt.

16.03.2018 21:25 • x 1 #131


Geri_N


43
1
23
Sorry, ich missbrauch das Forum gerade ein bisschen für mich. Es tut mir gerade echt gut, die Dinge hier festzuhalten. Jedes mal wenn ich erneut drüberlese, vergeht mir auch das "perverse" Verlangen mit ihr in Kontakt treten zu wollen. Bzgl. vergehen die Hoffnung, dass ich ja alles nur einbilde und sie sich bessern wird.

Mir sind gerade noch ein paar Sachen eingefallen, wo ich auch schon ein merkwürdiges Gefühl bekam.

Meine EX hatte schon mehrere Beziehungen. Ein Freund von mir der guten Kontakt zu ihrer Cousine pflegte, hatte mich eigentlich gewarnt. Er sagte Sachen wie: Pass auf, es sind Worte gefallen wie du bist das beste Pferd im Stall.
Zur damaligen Zeit konnte ichs nicht Ernst nehmen, da meine EX mich manipuliert hatte. Es war undurchschaubar, weil dieser besagte Freund auch Interesse an ihr hegte. Das nutzte sie aus.

Tatsache ist, dass sie in der anfänglichen Bestphase (ca. bis 1 Jahr und paar Monate), mich ständig bedrängt hatte jung Mutter werden zu wollen (sie 22 Jahre damals). Ihre Mutter hatte Gebärmutterkrebs und es bestand ja die Sorge, dass es auch hat. Zum Glück ließ ich mich da nicht mitreißen, da ich den festen Standpunkt vertreten hatte, jetzt nicht Vater zu werden. Außerdem fand ich ihre Sorge lächerlich, da sie rauchen tut wie ein Kamin.

Die Sache ist die: Sie hatte schon mehrere Beziehungen hinter sich, die nur kurz andauerten ( weil es laut ihr meistens irgendwelche Vollpfosten waren). Als ich sie nach paar Monaten fragte, warum sie sich für mich entschied und was sie an mir mag, konnte sie es bei besten Willen nicht. Sie sagte nur: Ich sei was besonderes und das konnte sie auch nicht näher beschreiben.

1,5 Jahre wo wir zusammenzogen und sie mehr und mehr sich von ihrer schlechteren Seite zeigte. Ich nahm sie raus zum Balkon und fragte wie sie sich eigentlich das Leben/Zukunft vorstellt. Was ist ihr größter Wunsch?
Ihre erste Antwort. jung Mutter werden aber der Zug ist abgelaufen (mit 24 Jahren). Das sagte sie mir mit einer Wahnsinnsunzufriedenheit ins Gesicht, als ob ich Schuld gewesen wäre. Dinge wie, ja ein kleines gemütliches Häuslein, glücklich und gesund sein, die Welt sehen und bla bla kamen aber nicht danach.

Wollte ihr klar machen, dass sie sich einfach für die Ausbildung einsetzen soll. Es wäre nicht mehr so lange bis dorthin, aber sie soll nicht erst glücklich sein wenn sie ein Kind hat. Vorallem konnte sie mir nicht erklären, wie sie sich das Leben mit einem Kind vorstellt und was sie daran so begeistert.
Ich: Schatz schau dich um. Du hast schon soviel in deinem Leben durchgemacht. Jetzt lebst du doch mit deinem Freund den du liebst in einer tollen Wohnung. Du hast eine tolle Ausbildung die dir vieles ermöglichen wird, deine Familie liebt dich und deine Freunde stehen hinter dir. Und du kennst mich ja, ich liebe dich und gebe dir alle Freiheiten die du brauchst und helfe dir auch sonst immer bedingungslos.

Sie wieder nur unzufrieden am schmollen. Auf meine Frage ob sie mich überhaupt liebt und warum? Ihre Antwort wieder. Du bist was besonderes (nach 1,5 Jahren).
Naja anscheinend trage ich auch die Schuld für sie, dass ihr bestes Pferdchen sie nicht bis heute geschwängert hat. Ich glaube ich habe ihr oft unbewusst klar gemacht, dass ich niemals weg bin wenn ich Vater wäre, weil ich so bin.

1 Monat bevor die Wohnung rückübergeben wurde und es zur Trennung kommt. Das Verhältnis war sehr angespannt und die Trennung wurde schon ausgesprochen. Wir hatten trotzdem miteinander geschlafen, was absolut nicht schön war. Es fühlte sich für mich an, als ob sie gar keinen Gefallen daran hatte( man konnte das in ihr Gesicht sehen). Danach machte ich irgendwie Witze über Spermien. Dazu passend aber irgendwie auch nicht schaute sie mich an und fragte mich: Ob ich ihr mein Samen verkaufen würde und für wieviel? Leute ich weiß wenn jemand es sarkastisch oder mit Humor meint. Sie war todernst dabei, mir lief ein Schaudern über den Rücken. Was ist nur mit der Frau los, dachte ich zu den Zeitpunkt?
Ich mach Schluss, weil du offensichtlich keine erwachsene Beziehung mit mir führen willst und anstatt etwas zu ändern verschlimmerst du die Situation, aber Kind willst du von mir haben?

So ich denke, ich hab genug Blödsinn reingeschrieben. Danke für wen immer der das liest. Ich hoffe es trägt zumindest einen gewissen Unterhaltungswert mit. Oh gott bin ich froh, das ich sie nicht geschwängert habe

16.03.2018 22:45 • #132


maenneken


326
340
Geri,in meiner unbedeutenden Meinung machst du einen grossen Fehler ganz zu Anfang:Du hast geschrieben,dass Du Dich aufgeopfert hast für sie.Das hast Du nicht und Du musst versuchen dahin zu kommen-alles,wirklich alles was Du getan hast (für sie) hast Du aus freien Stücken und gerne getan.Ohne Erwartung an Gegenleistung,die sie in der Form eh nicht bringen kann.Damit hebst Du schon mal das ominöse Sparbuch der Liebe auf.Selbst wenn es dieses geben sollte ist Deine Währung eine andere als ihre.a ihre Handlungen und Vorstellungen andere sind als die von "normalen" weisst Du nicht,was sie investiert hat,weisst nicht ob sie nicht doch versucht hat in den von Urmel beschriebenen schwarzen Abgrund der massive Ängste in ihr auslöst vorzudringen.Hör bitte auf sie verstehen und analysieren zu wollen.Sie ist anders,massiv anders,nimm es an und reagiere mit Gelassenheit.Das nimmt Dir und vor allem ihr den Druck

17.03.2018 00:00 • x 1 #133


Stellaria

Stellaria


52
72
Zitat von Geri_N:
Sorry, ich missbrauch das Forum gerade ein bisschen für mich. Es tut mir gerade echt gut, die Dinge hier festzuhalten. Jedes mal wenn ich erneut drüberlese, vergeht mir auch das "perverse" Verlangen mit ihr in Kontakt treten zu wollen. Bzgl. vergehen die Hoffnung, dass ich ja alles nur einbilde und sie sich bessern wird.


Ja, das ist auch für mich ein wichtiger Punkt. Das Forum mit den Berichten von Betroffenen zeigt mir immer wieder:

    1. Ich bin nicht allein mit meinem Erleben.
    2. Mein B-Mensch wird sich nicht ändern können.
    3. Eine Kontaktaufnahme mit ihm wird mich zurückwerfen und alles wieder schlimmer machen.
    4. Ich kann aus dem Gefühlstal herauskommen.
    5. Es gibt im Forum viele empathische Menschen, die sich untereinander helfen.
    6. Es ist möglich mitfühlend und verständnisvoll zu sein und dennoch persönliche Grenzen - auch gegenüber geliebten Menschen - aufrecht zu erhalten

17.03.2018 00:47 • x 1 #134


Geri_N


43
1
23
Zitat von maenneken:
Geri,in meiner unbedeutenden Meinung machst du einen grossen Fehler ganz zu Anfang:Du hast geschrieben,dass Du Dich aufgeopfert hast für sie.Das hast Du nicht und Du musst versuchen dahin zu kommen-alles,wirklich alles was Du getan hast (für sie) hast Du aus freien Stücken und gerne getan.Ohne Erwartung an Gegenleistung,die sie in der Form eh nicht bringen kann.Damit hebst Du schon mal das ominöse Sparbuch der Liebe auf.Selbst wenn es dieses geben sollte ist Deine Währung eine andere als ihre.a ihre Handlungen und Vorstellungen andere sind als die von "normalen" weisst Du nicht,was sie investiert hat,weisst nicht ob sie nicht doch versucht hat in den von Urmel beschriebenen schwarzen Abgrund der massive Ängste in ihr auslöst vorzudringen.Hör bitte auf sie verstehen und analysieren zu wollen.Sie ist anders,massiv anders,nimm es an und reagiere mit Gelassenheit.Das nimmt Dir und vor allem ihr den Druck


Ich denke mal zumindest zu verstehen, was du genau meinst. Zu dem Zeitpunkt, wo ich alles für sie gemacht habe, war es aus freien Stücken. Ich bin ein Mensch der gerne gibt und daran wird sich nicht viel ändern und ich erwarte auch nichts. Mein Mantra ist: Gib immer soviel her wie du kannst/willst ohne das es dir wehtut, wenn du nichts zurück bekommst.

Trotzdem habe ich eine gewisse Erwartungshaltung vom Partner. Ich bin schon von klein auf erzogen worden, bitte, danke zu sagen und Erkenntlichkeit zu zeigen in irgendeiner Form egal wie groß oder klein.

Zur damaligen Zeit, war mir bewusst, dass sie Probleme im Elternhaus hat und als die Gelegenheit kam eine eigene Wohnung zu nehmen, wollte ich ihr die Möglichkeit geben einen Platz für sich zu haben. Ich kenne das allzu gut von mir. Bist du non-stop bei Personen die dich runterziehen (in dem Fall ihre Eltern), wie sollst du dich sinnvoll und positiv entwickeln?
Noch kurz vor die Sache mit der Wohnung wurde sie arbeitslos und lebte vom Geld vom Staat. Während der Beziehung wirkte sie immer als würde sie arbeitsgewillt zu sein. Darum besorgte ich eine Wohnung die 800Euro warm kostete und ich davon 550Euro zahlte. Die Maklergebühren übernahm auch ich. In dem Glauben, sie wird bald Arbeit finden und mir helfen. (was sie auch beteuerte)
Sogar wenn sie keine Arbeit fand, so dachte ich wird sie ihre Ausbildung abschließen und wir werden irgendwann heiraten. Was macht Geld schon aus, wenn sie mich dafür in ferner Zukunft in anderer Form bereichern wird (damit meine ich nicht materiell)?

Als wir dann 3-4 Monate in der Wohnung lebten, kam von ihr rein gar nichts. Ich schmiss den ganzen Haushalt, plante Unternehmungen, gab ihr Nachhilfe und verlangte gar nichts, außer das sie endlich richtig glücklich wird und dankbarkeit in irgendeiner Form zeigt. Sie hatte Ersparnisse von über 2000Euro. Diese wollte sie nicht anfassen, da sie es sparen wollte für Führerschein, für anstehende Operationen usw. Für mich klang das alles logisch und wurde nicht hinterfragt.

Anschließend kamen aber Sachen wie das sie gerne mit ihrer Schwester in die USA fliegen wollte, obwohl die Beziehung schon am bröckeln war. Sie war bereit mehr als die Hälfte ihrer Ersparnisse dafür aufzugeben. Ich konfrontierte sie, dass sie ruhig fliegen kann aber ich sehe es nicht ein, dass ich ihren Ar. vollblase anstatt, dass sie mir finanziell wieder etwas entgegegenkam. Da sie anscheinend doch Geld hatte, aber nur um ihre Bedürfnisse wieder zu befriedigen.

Hinterher ging sie nur arbeiten für eine Promotionfirma wenn ihre Schwester oder eine Freundin sie anrief. Zeit hatte sie genug aufeinmal etwas zu arbeiten. Wo sie doch beteuerte dass die Schule soviel Stress macht.
Auch da verlangte ich gar nichts von ihr. Als ich ihr eine Firma anbot, die viele coole Promotionjobs anbot, nickte sie nur und machte auch nichts.

Gegen Ende des Auszugs lässte sie die Bombe bei mir völlig platzen. Ich selber musste privat Nachhilfe geben, bin gleichzeitig aber selber Student um die fehlenden Kosten abzudecken.

Dafür gab es nicht einmal ein Danke. Nein im Streit, kamen Sachen wie. Du hättest ja nicht wegen mir die Wohnung nehmen sollen. Du bist quasi der Blöde Geri. Wobei sie mir ständig vorher erzählte, wie schlecht es ihr zuhause geht und sie lange schon einen ruhigen Ort sucht um zu leben.

Anschließend verlangte sie 30 Euro von mir, weil wir etwas um 60 Euro gemeinsam gekauft haben und ich diesen Gegenstand mitnahm. Ich entgegnete ihr zum ersten und letzen mal mit : Klar kein Problem, wo ist die Hälfte der Maklergebühr und die restliche Hälfte der Miete? Daraufhin war sie wieder sauer und meinte, dass ich nicht sowas vergleichen kann.

Das Geld ist weg und ich habe keine Hoffnung oder Itention es jemals wieder zurückzubekommen. Nehme ich als teure Lektion wahr.
Aber ein Dankeschön, egal ob sie krank ist oder einfach nur spinnt, kann ich zumindest erwarten. Nein, ich durfte aber nur wieder dumme Anschuldigen über mich ergehen lassen. Nicht einmal wie gehts dir Geri. Tut mir Leid wegen der ganzen Sache. Wegen mir musstest du wieder zu deinen Eltern ziehen und darfst 1,5h zur Uni mitm Zug pendeln. NADA

Mir völlig egal, ob es jetzt Ego oder Selbstliebe ist. Ich verlange von jeden ab einem gewissen Alter, eine gewisse respektvolle Haltung entgegen zu bringen. In der gesamten Beziehung habe ich mir eingebildet, dass sie zumindest so eine Person ist. Das sie vielleicht doch einen psychischen Knacks hat, macht die Dinge nicht besser.
Mein Fehler bestand, dass ich offensichtlich ein krankhaftes Helfersyndrom in der Beziehung rauskristallisierte, dass sie völlig schamlos ausnutzte (egal ob bewusst oder unbewusst). Das solche Menschen Leute wie mich zu manipulieren und anschließend nicht mal sich dafür entschuldigen werde ich nicht so locker hinnehmen.
Solche Leute werde ich in Zukunft nicht mehr nahe an mich ranlassen. Damit ich das sicherstelle, werde ich es mir immer im Hinterkopf behalten, wie unvernünftig und A.mäßig Menschen unterwegs sein können. Wäre ich mental nur schwächer, hätte sie mich komplett auseinander genommen und ich wüsste nicht, wo ich heute wäre.
Aber ihr interessiert, das nur einen schei..

17.03.2018 01:01 • x 1 #135




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag