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Alltag einer Borderline Beziehung

Teufelchen2015

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Eine toxische Beziehung mit Borderlinetendenzen...
Ich hoffe gerade schwer, dass ihr dann beide Anteile einbezieht.
Ob toxisch oder nicht, eine Beziehung besteht aus Minimum zwei Anteilen.
Die Kleine scheint ihre Probleme zu haben.
Mit Sicherheit.
Borderline? Dass entscheiden Ärzte und keine Partner. Nicht einmal den Hang zum Überprüfen sollte man als Partner zulassen.
Ich drücke es jetzt einfach mal schroff aus-seinem Partner irgendwelche Tests zu unterziehen, die einen auf irgendeinen Erfolg zielen lassen, ohne Wissen des Partners, ist anmassend.
Ganz gleich von wessen Seite dies ausgeht.
Damit sabotiert man sich selbst und das Gefüge.
Mach das vielleicht nicht wieder.
Es wird dir auch nicht weiterhelfen, wenn du ihre "offensichtlichen Verhaltensweisen" versuchst zu analysieren. Schlussendlich ergibt es deine subjektive Sicht auf die Dinge. Ihre zu verstehen ist etwas komplizierter, schon deshalb weil es auch für sie kein Zuckerschlecken ist sich selbst verstehen zu können. Und Ignoranz liegt uns allen inne. Verstehen wir etwas nicht, suchen wir nach Inhalten-oder eben auch nicht. Aus unterschiedlichen Gründen.
Dafür muss man also auch nicht psychisch krank sein bzw diesem Kontext ausgewiesen.
Ich glaube sie wie auch du müsst noch viel über euch selbst lernen.
Es ist sinnvoll wieder stabil zu werden und erst dann zu hinterfragen, warum du interessant für sie warst.
Niemand ist unzerstörbar. Darin liegt noch vieles verborgen. Und ist eine gute Basis sich weiterzuentwickeln.
Umgekehrt hilft es dem BL auch, wenn er sich damit auseinandersetzt, demfall mit seinen Persönlichkeitsanteilen.
Kurz gesagt-das ist für jeden die Möglichkeit zur Weiterentwicklung.
Im Normalfall geht es automatisch. Nur nimmt man sich oft nicht mehr die Zeit dafür und versucht es irgendwann auf Hauruck. Förderlich ist dies nicht, weil es zu mentaler Überlastung führt und eben genau dann fragend in die Welt schaut. Die Antworten bleiben allerdings temporär aus, weil es das Hirn nicht verarbeiten kann.
Wie auch...
Jetzt schau auf dich. Achte mehr auf dich um dich kennenzulernen.
Ob sie sich in ein paar Monaten oder Jahren nochmal meldet, ist absolut nicht gesagt.
Bei Borderlinern kann man das nicht verallgemeinern. Auch ein Bordi stellt sich mal die Frage-was soll ich mit ihm/ihr. Und zieht den Kontaktabbruch durch. Sobald er sich, wie jeder Mensch auch, zu helfen weiss.
Wichtig für dich ist einfach, dass du verarbeitest. Und es wurde schon erwähnt, Vergeben ist ein Teil davon.
Dem kann ich nur beipflichten.
Dies bedeutet schlussendlich dem Menschen distanziert und neutral gegenüberzustehen. Kein Hass, kein Zurückwollen. Einfach nur Existieren.
Ich wünsche dir, dass du das irgendwann schaffst.
Lass dir Zeit.

24.03.2018 14:10 • #136


Beha

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Liebe Forenmitglieder,
ich habe mich ebenfalls heute dazu entschlossen, meinen Erfahrungsbericht mit einer BL hier zu verfassen.
Die Beweggründe dafür sind, dass ich damit die Sache für mich aufarbeiten und gleichzeitig eure Einschätzung und Erfahrungen erfragen möchte.

Alles find vor einigen Monaten an.
Ich (37) habe Sie beim Einkaufen kennengelernt. Dort stand Sie direkt vor meinem Auto und versuchte Ihren 2 Jahre alten Sohn vom Parkplatzboden aufzuheben. Wir kamen ins Gespräch und ich habe mich sofort unsterblich in Sie (30) verliebt.
Da ich damals noch in einer Beziehung war, habe ich ihr allerdings schnell davon erzählt und wir hielten nur noch sporadischen Kontakt. Die meiste Zeit war ich treibender Faktor, weil Sie mir nicht aus dem Kopf ging. Die existierende Beziehung habe ich dann schnell beendet und Sie vor 4 Wochen zum Mittagessen eingeladen.
Sie kam in das Restaurant und mir verschlug es buchstäblich wieder die Sprache. Das war meine Traumfrau.
Direkt beim Essen erzählte Sie mir von allen seelischen Belastungen (ihre Mutter mit diagnos. Borderline und die Horrorerfahrungen als Kind, die Trennung ihres EX mit dem Sie das Kind hat und welcher Sie jahrelang betrogen hatte, usw.).
Nach dem Essen brachte ich Sie zum Parkhaus, wo Sie mich küsste, wie noch keine Frau zuvor. Sie war sich richtig an mich und ich ließ daraufhin meinen Gefühlen freien Lauf.
In der Folge sahen wir uns 4 Tage lang jeden Tag und verbrachten die Abende zusammen. Sie lud mich nach Hause ein und stellte mir ihren Sohn vor, welchen ich direkt in Herz schloss. Dies wertete ich als totalen Liebesbeweis, weil sicherlich jede Mutter die neuen Partner sorgsam auswählt). In den 4 Tagen besprachen wir alles - weitere Kinder, Familie, Heiraten usw. Für mich war das schon immer ein Wunschtraum: Eine Familie mit Haus und perfekter Frau. Das Gleiche beteuerte Sie auch unentwegt. Es war die schönste Zeit meines Lebens.

Dann - nach 4 Tagen - kamen erste Irritationen. Sie fing - ohne für mich ersichtlichen Grund - an zu weinen.
Ein anderes Mal - wir wollten am Wochenende gemeinsam wegfahren - sagte Sie kurzerhand die Reise ab und ein paar Stunden später sagte Sie mir, dass ich Sie bitte "allein lassen solle". Sie bräuchte Freiraum und den Abend und Nacht für sich.
Ich fühlte mich wie vor den Kopf gestoßen und konnte es nicht begreifen, wie man vor Stunden die innigste und glücklichste Verbindung haben kann und dann 3 Stunden später aufgefordert wird zu gehen.
Daraufhin hat Sie sich 2 Tage nicht gemeldet. Ich bin fast verrückt geworden - bin ihr aber nich hinterhergelaufen, sondern habe ihr geschrieben, dass ich für Sie da bin und Sie nur sagen soll, dass es ihr gut geht.
Zu dem Zeitpunkt habe ich ein wenig WWW Recherche betrieben und bin auf die (selbstdiagnose) BL gestoßen. Darin erkannte ich aller für Sie typischen Verhaltensweisen. Dieses on-/off und Anteilnehmenlassen am Leben und dann wieder völlige Ignoranz. Beispielsweise wollte Sie mir noch nicht mal mitteilen, auf welcher Messe Sie am Wochenende als Hostess arbeiten würde ..
Wir haben uns daraufhin ausgesprochen und gemeinsam beschlossen es zu versuchen. Einzige Bedingung: Wir reden offen darüber und lassen den anderen Anteil nehmen.

Vor Ostern war dann wieder alles perfekt - als ich aber Samstag vor Ostern zu meiner Familie gefahren bin, war wieder 2 Tage komplette Funkstille von ihrer Seite. Das war mittlerweile das 3x Ausblendung. Nachrichten wurden nur lapidar mit Emojis beantwortet und kein direkter Kontakt zugelassen.
Ich wusste nicht was Sie macht und wollte Anteil nehmen, nicht kontrollieren. Dann letzte Woche Montag haben wir uns getroffen und Sie hat mir berichtet, dass Sie über 40Grad Fieber gehabt hat und nur Krank im Bett lag. Auf meine Frage, warum Sie das nicht kurz geschrieben hat, um meine Sorgen zu zerstreuen, kam keine Antwort. Nachdem ich mich um Sie, das Kind und den neu angeschafften Hund (Welpe 8 Wochen alt) gekümmert hatte, sagte Sie mir wieder ich solle bitte gehen - Sie könne die Nähe gerade nicht ertragen und dass ich ihr Angst machen würde.
Ich ging und sagte ihr, dass ich da bin, falls Sie was braucht und dass ich Sie erst verlasse, wenn Sie mir dies sagt. Irgendwie hatte ich gehofft, dass ihr das "gut" tut.

Am nächsten Tag kam dann der Hammer: Sie rief mich bei der Arbeit an. Ich sollte bitte zu ihr kommen und mich um den Hund sowie den Sohn kümmern. Sie wäre noch nicht richtig Gesund und käme gerade mit allem nicht zurecht. Gleichzeitig sagte Sie mir, dass ihr Hausarzt kommen würde und Medikamente bringt. Zu dem Zeitpunkt war ich schon irritiert, da Sie mir Tage vorher von ihrem Stalker-Hausarzt berichtete, welcher ihr auflauere und ständig weinend vor der Tür stünde. Ich konnte es nicht fassen, dass Sie diesen Mann überhaupt in ihre Nähe lässt. Dennoch fuhr ihr hin, kaufte vorher noch einige Lebensmittel ein und sagte alle Termine für den Tag ab. Ich kam in die Wohnung und fand Sie in absolut kranker Verfassung auf dem Sofa vor.
Der vermeintliche Stalker Hausarzt (Mitte 40, 120 kg schwer) war damit beschäftigt den Boden der Küche vom Hunde Unrat zu befreien. Ganz selbstverständlich wischte der den Dreck auf und ließ sich garnicht von mir stören. Stellte sich aber auch nicht vor (ich mich allerdings schon). Von Ihr kam keinerlei Reaktion "Das ist übrigens mein Freund ... und X du kannst jetzt bitte gehen". Gar nichts. Ich war ein Nobody!
Ich nahm den Hund, ging kurz Gassi (auch um die Situation zu bewerten) und als ich zurückkam saß der Hausarzt auf der Kante des Sofas und sprach meiner Freundin gut zu. Als ich sagte, ob Sie noch was bräuchte, sagte Sie, dass ich bitte den Hund mitnehmen solle, da Sie total fertig ist. Gleichzeitig fragte ich, ob der offenbare Hausarzt (ob er es war kann ich nicht mit Sicherheit sagen, wir wurden ja nicht vorgestellt) hier bleiben und nach ihr sehen würde. Dieser bejahte dies wie ganz Selbstverständlich. Also ging ich geschockt von den Erlebnissen und bekam auch noch mit, dass alle meine Sachen (Deo, Zahnbürste, etc.) nicht mehr im Badezimmer standen. Es war so als würde ich garnicht existieren.

Auf der Rückfahrt rief ich meine Freunde an und musste sogar - auf Grund der Absurdidät der Ereignisse - lachen. 1 Stunde später rief Sie dann an und erkundigte sich nach dem Hund und ob Sie bei mir heute Nacht übernachten dürfe.. Ich war / bin fassungslos.
Jetzt setzt langsam die Trauer ein. Wir haben am nächsten Tag nochmal gesprochen - ich musste schließlich den Hund zurückbringen. Sie entschuldigte sich aufrichtig, dass Sie mich schlecht behandelt hätte und das Sie es wieder gut machen wird. Das Sie mich liebt und mich nicht verlieren will. Ich musste daraus und bin dann nach kurzem Gespräch verunsichert zur Arbeit gefahren. Leider ohne meine Sachen und meinen Hausschlüssel mitzunehmen.

Die Rückgabe der Sache steht noch aus und auf meine Nachricht (gestern) nach 3 Tagen Funkstille (diesmal durch mich explizit erbeten) gab es bisher keine Reaktion. Die Frau hat mich absolut schlecht und respektlos behandelt. Mich vor anderen verleugnet und offenbar parallel - zumindest Bekanntschaften - geschlossen. Vom nächtlichen Handyverkehr mit dem Ex abgesehen. Wie soll ich ihr jemals wieder den erbetenen "Freiraum" geben? Gerade nach so einer Aktion mit nur unbefriedigenden Antworten ("der Hausarzt hätte vor Jahren einmal viel für Sie getan").
Ich kann mich nur selbstschützen und mein Stolz ist entfacht. Dennoch ist eine winzige Flamme der Hoffnung - nach wie vor - vorhanden, dass meine Traumfrau doch zur Besinnung kommt und alles erklären kann. Sie wollte mich sogar mit ihrer psychologischen Betreuung nehmen... Ein für mich gutes Zeichen - aber evtl. nur ein Manipulationsversuch.

Heute geht es mir schlecht, sehr schlecht. Sie und die kleine Familie fehlen mir.
Obwohl es nur ca. 4 Wochen waren, fühle ich mich so sehr in meinen Grundwerten und Einstellungen verletzt, dass ich kaum an etwas anderes denken kann. Ablenkung hilft nur wenig. Wie kann ein Mensch, einem anderen Menschen sowas nur antun.

Mein Ziel ist es nun schnellstmöglich meine persönlichen Sachen zurückzuerhalten und dann den Kontakt vollständig abzubrechen.
Ob mir dies gelingen wird, hängt auch von ihr ab. Wann Sie sich meldet und wie die Übergabe stattfindet.
Davor habe ich schon jetzt Angst, weil ich Sie so sehr liebe wie kaum jemanden zuvor. Auch wenn ich weiß, dass Sie mich auf Dauer zerstören würde. Es ist ein Albtraum und ich weiß nicht was schlimmer ist: ganz ohne Sie oder das On/Off...

Viele Grüße & Danke für euer Zuhören

08.04.2018 14:08 • x 2 #137


Mainfield

Mainfield

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Es ist sehr interessant, hier mitzulesen. Leider habe auch ich keine schönen Erfahrungen gemacht. Ich muss sagen, dass sich mein Ex-Partner (Borderliner) am ehesten mit einem Vampir vergleichen lässt: Saugt sämtliche Energie aus dir, um sie dann gegen dich zu verwenden. Ich habe selbst für mich herausfinden müssen, dass er Borderliner ist, obwohl er sich dahingehend nie untersuchen ließ. Da ich auf dem Gebiet durch eine frühere Beziehung bereits Erfahrung habe, kenne ich die Symptome nur zu gut. In dieser Beziehung hier war alles nur extrem. Die Nähe, die Distanz, der S., die Streitereien. Kein ausgewogenes Maß, dafür unkontrollierte Wutausbrüche, Unterstellungen und ganz viel Manipulation.

Die Zeit während der Beziehung ist nicht weniger schlimm als die danach: Während es mir schlecht geht, hat er sich nach zwei Wochen jemand Neuen angelacht, was nach weiteren vier Wochen in einer Beziehung endete. Und nun wird das in den sozialen Medien schön breit ausgeschlachtet. Inklusive Hashtags, die mal unsere Beziehung beschrieben haben. Als sei das alles eine "Racheaktion".

02.05.2018 21:13 • x 1 #138


poller

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Zitat von Teufelchen2015:
Es wird dir auch nicht weiterhelfen, wenn du ihre "offensichtlichen Verhaltensweisen" versuchst zu analysieren.

Naja, wenn jemand für sich rausgefunden hat, dass etwas nicht stimmt fängt dieser natürlich an sich Gründe zu suchen, klar. Allerdings ist dies nichts Schlechtes, erstmal. Es geht ja vielmehr um die Definition der eigegen Grenzen. Übel ist es diese für solche Personen ständig alles in Frage zu stellen.
"Energie" ist hier das richtige Stichwort. Ich gebe Recht, das man im Endeffekt bei "es hat nicht gepasst" auskommen sollte. Allerdings trifft dies nicht den Kern. Häufiger Anstoß für Diskussionen ist halt das Unverhältnis zwischen dem Schaden der angerichtet wurde und der Tatsache das es einen Krankheit ist. Soll man helfen bzw. Verständnis haben oder verurteilen? Hier muss jeder selbst entscheiden. Ich finde im Endeffekt eine Veurteilung dieses Verhaltens nicht verkehrt. Damit lebt es sich leichter.... Da muss man wie ein Borderliner denken...
Ist halt ne Erfahrung.

03.05.2018 09:20 • #139


Teufelchen2015

Teufelchen2015

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@poller
wie kommst du darauf, dass ein Bordi so denkt?
Steck bitte nicht alle in einen Topf.
Für die Ignoranzschiene muss man kein Bordi sein.
Verurteilen geht immer leichter als nach besten Ermessen zu urteilen. Das eine meidet Hintergrund. Das andere anaysiert.
Jeder hat schon mal irgendwas oder irgendwen verurteilt. Klar. Manchmal hat man auch nicht genügend Kraft sich betreffend auseinanderzusetzen.
Doch auch wenn man es nun doch schafft, ersetzt das keine Lösung. Im besten Fall bist du super im Schlussfolgern.
Es braucht Klarheit beim Bordi und eine Unterstützung, die du nicht geben kannst.
Das hat nichts mit Fähigkeiten zu tun. Du bist einfach zu nah dran. Da ist das dicke Fell sonst schnell mal weg.
Auch wenn es schwer ist, ohne Antworten durchs Leben zu gehen,geht's manchmal nicht anders.
Es muss erst KLICK machen, dann kann es auch erst vorwärts gehen.
Wie du schon sagtest, manchmal ist es besser bei "Es hat nicht gepasst" zu starten. Du hast noch viel Zeit für Erkenntnisse. Und wenn sich Schmerz und Wut beruhigen, hast du auch mehr den Blick frei.
Der Zeitraum dafür ist relativ.
Und dann kannst du unter Umständen auch sehr viel besser hinter die Kettenreaktionen schauen.

07.05.2018 22:51 • #140


poller

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Zitat von Teufelchen2015:
Steck bitte nicht alle in einen Topf.
Für die Ignoranzschiene muss man kein Bordi sein.

Oh.. war klar das dies kommt.. Unfassbarer Unsinn. Verurteilung ist hier nichts Negatives, sondern der Erhalt eigener Grenzen. Leider nicht verstanden worum es geht. Es gibt erstmal keine Lösung im Fall von diagnositiertem Borderline. Klar es gibt Abstufungen und jeder ist nicht gleich, aber das hatten wir hier auch schon xmal. Bei einer Vielzahl der diagnostizierten hat sich allerdings herausgestellt :wer glaubt "unterstützen" zu können ist mit einem Bein im Chaos. Eben diese Verharmlosung und das Verständnis verusachen das Chaos bei Geschädigten, es handelt sich immerhin um eine psychische Krankheit. Es ist wie ich meinte soll man verurteilen oder verstehen? Man liegt besser daran zu veruteilen im Sinn der eigenen Psyche. Das ist das was KLICK machen sollte.
Um eine unsinnigen Subdiskussion über Toleranz aus dem Weg zu gehen (was immer im Fall von Borderline ensteht, teilweise verursacht durch Bordis selber zum Schutz des Selbst) verlasse ich diesen Thread.

08.05.2018 05:09 • #141


Blackfireangel

Ich kenne das selber aber blos der unterschied das sie vor erst die beziehung beendet hat und sie so tut als ob sie es kalt lässt was ich aber nicht denke da sie mal so redet und dann so!
Wie kann ich sie um verzeihung bitte das sie mir noch eine chance gibt?
Hat da einer ein rat

27.07.2018 18:11 • #142


TomTom77

Hi Sunny,

ich kann dazu nur sagen, dass ich auch so manch heftige Erfahrung in dieser Richtung hinter mir habe.
Auch kann ich Dir sagen, dass alles, was ich hier schreibe, Dir in keinster Weise helfen kann.

Das einzige, das Dir helfen könnte, ist, dass Du Dich mit Dir selbst auseinandersetzt. Was in Dir ist dafür verantwortlich, dass Du keine Grenzen hast? Warum hast Du keine Standards in Bezug auf Verhalten Dir gegenüber?

Warum willst Du Borderline, oder was auch immer andere Menschen so haben, verstehen?

Es gibt da nichts zu verstehen. Die einzigen Leute, die das wirklich ansatzweise verstehen sollten, sind Therapeuten.

Das einzige, das Du verstehen solltest, ist, was Du von anderen Menschen in Bezug auf Verhalten Deiner Person gegenüber erwartest.

Borderline ist keine Krankheit. Es ist eine Persönlichkeitsstörung.
Diese Persönlichkeit tickt anders als die meisten...

Und... Sorry jetzt dafür... Ein A. ist ein A.. Warum er das ist, kann Dir wurscht sein.

Intermittierende Verstärkung ist das Zauberwort für Deine Abhängigkeit. Und diese konnte nur entstehen, bzw. greifen, weil Du in Dir eine wahrscheinlich unbewusste Bedürftigkeit hast.

Versucje Dich selbst zu begreifen und zu lieben. Du bist der Mensch, der bis zum Ende mit sich leben muss...

Alles Gute

02.09.2018 23:21 • x 1 #143


Zweizelgänger

Zweizelgänger

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Ich muss sagen, dass ich es sehr schade finde, das Gast 65657 nur Gast ist.
Ich habe nie etwas klareres gehört oder gelesen, dass mir die Innenwelt eines Borderliners besser beschreibt.
Ich denke gerade deshalb, gerate ich auch an diese Menschen.
Ich kann dieses Ungeheuer teilweise sehen und fühle auch teilweise all den Schmerz.
Klar möchte ich da da sein, allerdings ist es für nicht teilweise einfach zu viel.
Dieses Ungeheuer lässt sich nämlich leider nicht einfach töten. Es scheint unsterblich zu sein.
Man kann alles an Liebe geben, aber es saugt nur jede Kraft.
Es wäre wirklich schön, wenn man bei diesen Menschen einfach hingehen könnte und mit einem großen Radiergummi gewisse Erfahrungen und dadurch entstandene Ängste weg radieren könnte.
Leider geht das nicht und ich für mich weiß leider nicht was ich damit machen soll.
Alles in mir sagt, laufe weit und schnell, aber ich habe auch Gefühle, die eben nicht so rational sind.
Es geht doch um Liebe und die ist nunmal nicht rational, außer wir haben die nächste Störung, aber dann ist es auch keine Liebe.

08.09.2018 11:14 • #144


Gast1000

Hallo

Leider hat hier schon länger niemand geschrieben aber vielleicht trudelt wieder jemand ein.
Ich war 6 Jahre mit einem Borderliner zusammen. Das übliche: Chaos Streit Übergriffe auch körperlich dann ging es wieder gut. Um sich dann zu wiederholen.
Ich habe alles für ihn getan, was ich könnte. Er ist zudem Alk. und kam des Öfteren mit dem Gesetz in Konflikt.

Ende Juni diesen Jahres kam es zum Streit woraufhin er in seine eigene Wohnung abhaute. Am nächsten Tag eine sms: er habe eine neue Freundin! Muss ehrlich sagen mir haute es die Füße weg! Seither hatten wir mal normalen Kontakt, dann wieder Streit!

So mein eigentlich größtes Problem: sie ist jetzt die Liebe seines Lebens. Ich wäre das letzte, hässlich, dumm, unfähig, eine Nu...(er hat mich mehrfach betrogen) ich würde saufen wie ein loch, mein Haus wäre dreckig usw usw
Er dreht im Endeffekt alles was auf ihn zutrifft auf mich! Und zieht dabei noch Leute rein, die auch mich kennen!

Mich verletzt das noch mehr, als die Trennung selbst! Dass er mich und die Beziehung derart in den dreck zieht!

Kann jemand dazu etwas sagen?
Traurige Grüße

16.11.2018 23:08 • #145


JoeDiMaggio

JoeDiMaggio

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Hallo Gast 1000,

also 6 Jahre, das ist für eine Beziehung zu einem Borderliner ganz schön viel und lang. Wenn du schreibst, dass es Übergriffe gab, kommen natürlich viele Ausrufe- und Fragezeichen.

Ich war auch 2 Jahre mit einer Borderlinerin zusammen. Auch wenn es momentan für dich schwer ist einzusehen, muss ich dir sagen: Borderliner funktionieren nicht wie normale Menschen. Das ist hart, aber das stimmt. Das liegt vor allem daran, dass viele Störungen mit Borderline einher gehen, wie Narzissmus, Dorgenmissbrauch oder ähnliches.

Aber wenn du es ausgehalten hast, dass dein Mann dir gegenüber gewaltätig war, dann ist hier auch bei dir einiges im Argen. Hier bestand vielleicht ein typisches Abhänigkeitsverhältnis. Bitte suche dir da Hilfe oder Rat, damit dir das in Zukunft nie wieder passiert, du hast besseres verdient. Auch ist zu überdenken, ob und wie du das verarbeiten willst und solltest.

Nun zu dem Thema Beziehung in den Dreck ziehen. Ja das tut extrem weh, ich habe es auch erlebt. Meine Ex hat sich vor 6 Monaten getrennt, zieht nun mit ihrem Neuen bereits in eine neue Wohnung. Alles mit ihm ist super, sagt sie, mich habe sie nie gebliebt und überhaupt sei ohne mich alles besser. Borderliner eben. Denk daran, dass Borderliner anders funktionieren und Bindungen anders erleben und abstreifen können. Das Unverständliche kannst du nicht verstehen, nur lernen, dich davon in Zukunft fern zu halten.

Aber zu dir: sei froh, dass es rum ist. Die neue kann Dir nur leid tun, es wird ihr nicht besser gehen mit ihm als dir. Wenn er dir gegenüber gewaltätig und körperlich übergriffig wurde, dann musst du so weit Abstand halten von solchen Menschen, wie nur möglich. Es gibt keinen Grund, kein Verständnis und keine ach so erbarmungswürdige Seele, wie du vielleicht hinsichtlich deines Ex denkst, die das entschuldigt. Unter keinen Umständen, niemals.

Ich wiederhole: du hast besseres verdient.

17.11.2018 01:21 • #146


Zweizelgänger

Zweizelgänger

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Hallo,

ich kann dir nur raten, dass du dich eingehend mit dem Thema Borderline beschäftigst.
Du brauchst dir im Grunde, auch wenn es unglaublich weh tut, und ich weiß wie schrecklich sich so ein Ende anfühlt, keine ernsthaften Gedanken zu solchen Aussagen und Reaktionen machen.
Diese Menschen ticken so.
Sie müssen dich quasi so extrem abwerten, damit sie diese Situation für sich handlebar machen.
Was mich dabei etwas getröstet hat war, dass es angeblich so ist, dass sie dich desto mehr abwertet je wichtiger und näher du ihnen warst.
Ich kann mir vorstellen, dass das nachvollziehbar ist, auch wenn ich das gesamte Verhalten wohl nie verstehen werde.

Dir alles gute und
liebe Grüße

Solltest du Interesse an mehr Austausch zu dem Thema haben gerne über PN.

17.11.2018 18:34 • x 2 #147


solonely

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Es gibt zum Thema Borderline eine Menge Bücher. ich empfehle Dir möglichst viel davon zu lesen. Es wird Dich aufwühlen, aber helfen

17.11.2018 18:49 • #148


GAmer188

Hallo,
Möchte jetzt nicht meine ganze Story erzählen und habe nur eine Frage.

Meine Ex (zwar keine Diagnose aber ihr Verhalten spricht für Bordi mit starken Narz.zügen) hatte Schluss gemacht und direkt einen neuen. Zuvor meinte Sie noch :
Sie müsste mich vor einem unglücklichen Leben beschützen und `Weisst du wie es ist wenn man jemand unbedingt los werden will, den man gar nicht los werden möchte. Naja dann war Sie bis vor kurzem mit dem Neuen zusammen( 2 1/2 Monate ca) Komisch nur das sie NIE was in sozialen Netzwerken mit ihm gepostet hat (Bilder,Sprüche etc) .

Wird sie sich nochmal bei mir melden oder bin ich für immer Aus ihrem Leben?

21.11.2018 15:07 • #149


Zweizelgänger

Zweizelgänger

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Hallo,
nachdem du Gast bist, kann ich nicht direkt schreiben.

Hab den link gerade schon bei einem anderen Thema mitgeschickt.
Lese das mal und überleg dir was DU möchtest....
http://www.borderlinezone.org/beziehung/beziehung.htm

Viele Grüße

21.11.2018 15:32 • #150




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