Hallo zusammen,
ehrlich gesagt ist mir gerade einfach nur danach bisschen was rauszulassen. Ich bin mit einem nicht diagnostizierten Borderliner verheiratet. Er hatte diese Diagnose vor ein paar Jahren bekommen, als er noch mit seiner Exfrau verheiratet war. Jetzt hat er die Diagnose Posttraumatische belastungsstörung aufgrund eines Kindheitstraumas. Es tut mir unglaublich Leid und ich hab so großes Mitgefühl für meinen Mann aufgrund den Dingen die er erlebt hatte als Kind. Aber ich kann kann nicht alles was er tut und sagt, wie er mich und andere behandelt immer damit entschuldigen. Ich bin kein Arzt, eigentlich ist es auch egal welchen Namen dieserr Zustand hat, aber er verhält sich wie ein Borderliner. Er manipuliert jeden den er kann. Es würde mich nicht wundern wenn er Ärzte manipulieren würde. Es ist finde ich die grausamste und heimtükischste Erkrankung , die man sich vorstellen kann. Er zerstört nicht nur sich ,sondern auch mich und sein gesamtes Umfeld. Er hat sich bevor wir zusammen gekommen sind vor 5 Jahren noch selbst verletzt. Beide Arme sind total verschnitten, er hatte einen Selbstmordversuch, als seine erste Frau ihn verlassen hatte. Ich bin mittlerweile seine 3. Frau. Natürlich sagt jetztjeder: das hättest du doch blicken müssen, wenn er schon 2x verheiratet war. Aber er konnte es mir mit so einer Mitleid erregender Beschreibung weißmachen, dass er unschuldig war, weil beide ihn betrogen hatten. Erst jetzt begreife ich, dass er sie weggetrieben hat und sie Trost und Verständnis woanders gesucht haben in dieser schweren Situation mit ihm. Natürlich war es falsch dass sie fremdgegangen sind, aber was er alles getan hat was sie dazu gebracht so weit zu gehen, darf man auch nicht vergessen. Und ich kapiere erst jetzt wie er mich schon als wir uns kennengelernt hatten manipuliert hatte und zur co-abhängigkeit gebracht hat. Ich bin ein sehr mitfühlender Mensch und sehr Wärme und Nähe bedürftig, aber mittlerweile zu sehr darauf fixiert, dass es ihm gut geht ohne auf meine Grenzen zu achten. Also praktisch das "Supergegenstück" für einen Borderliner.
Ich weiß, dass sagt jeder hier. Aber auch ich kann es nicht anders ausdrücken. Ich geh grad durch die Hölle. Ich hab alles mögliche für ihn getan. War immer bereit zuzuhören wenn er reden wollte, hab es ihm an nichts mangeln lassen, alle Liebe und Fürsorge und Verständnis geschenkt. Er hatte auch gesagt, so eine Frau hatte er sich immer gewünscht. Aber dann wegen nichts ausgerastet und wieder bis aufs übelste beschimpft. Ausdrücke die ich nicht mal denken möchte an den Kopf geworfen oder per whatsapp geschickt,Wutausbrüche, die nicht zu ertragen waren, mich angebrüllt, dass ich seine Spucke im Gesicht spürte, mich so heftig angepackt, dass ich heftige Blutergüsse an den Armen hatte und dann noch kalt gemeint es wäre meine Schuld gewesen, denn ich stand ihm im Weg, mich tagelang ignoriert, sämtliche Freunde die ich hatte musste ich aufgeben, mich aus FB abmelden, meine Familie fertiggemacht und schlecht gemacht, die trotz allem ihm immernoch Hilfe anbieten, mein handy kontrolliert, usw. Er hat mit Sachen in der Gegend rumgeworfen und Dinge kaputt gemacht. Er hat mir den Tod gewünscht usw. Und immer wieder diese Schuldzuweisungen und Erpressungen. Sätze wie, ich wäre Schuld wenn er sich wieder schneiden würde. Und dann wieder Süßholzgeraspel, dass er so froh ist mich zu haben und dass ich so toll bin usw. Aber was soll man da denn bitte noch glauben? Vor einem halben Jahr lag meine Schwester, die 2 Kinder hat im KH und ringte mit ihrem Leben. Es war grad wieder so ne Zeit der Bestrafung für mich, weil ich irgendwas wieder "falsch" gemacht hatte. Da hab ich ihm dann gesagt dass ich kurz zu meiner Schwester in die Wohnung fahre um den Kindern und ihrem Mann mit dem Wäsche waschen zu helfen und evtl Bügelwäsche abzuholen. Ich wollte meiner Familie helfen, war fix und fertig. Schließlich hätte es jederzeit für meine Schwester zu Ende gehen können. Er hat mich gleich wieder fertig gemacht. Was mir einfallen würde ihn da nicht vorher zu fragen, usw usw. Er hat mich innerhalb eines Jahre 3x aus der gemeinsamen Wohnung geworfen. Immer wieder hatte er es geschafft dass ich zurückgekommen bin. Für keine einzige verletzende Aussage oder Handlungsweise hat er sich bisher bei mir entschuldigt. Auch nicht für die blauen Flecken, die er mir zugefügt hatte. Nur mit Hundeblick gehofft, dass ich doch darauf anspringe und zurückkomme, und es hat funktioniert. Jetzt bin ich nach dem 3. Rauswurf bei meiner Familie untergekommen. Ich hab ihm in einem langen Brief geschrieben, dass es nicht vorbei sein muss, aber dass ich erwarte, dass er für sein Fehlverhalten Verantwortung übernimmt und Reue zeigt und eine Therapie machen muss, sonst sehe ich keine chance. Wenn er diese krankhafte Aggression hat mag es schwer sein damit aufzuhören, aber hinterher könnte er doch irgendwann mal Reue zeigen für irgendetwas. Zur Zeit mach ich eine therapie EFT. Sie hilft mir sehr aus dieser coabhängigkeit rauszukommen. Aufopferungsvolle Liebe ist gut und richtig, aber wenn man zu Grunde geht und selbst Depressionen, Angstzustände,etc. bekommt ist niemandem geholfen. Teilweise hatte ich echt nicht mehr gewusst wer ich bin und tatsächlich mir die Schuld für die irrsinnigsten Dinge gegeben. Und dann kamen noch die ganzen körperlichen Folgen. Ich hatte durch den Stress so enorme Nackenschmerzen, da die Muskulatur auf die oberen Wirbel drückt und diese schon verfformt hatten. Ich bin aufgrund dessen schon in Ohnmacht gefallen. Außerdem habe ich mehrere Jahre lang extreme Blutungen, und Myome bekommen, was langsam besser wird. Leide zur Zeit unter extremen Ängsten, Schlafstörungen, Albträumen, in denen ich ständig seine Brüllerei höre und ich bin so schreckhaft geworden. Erst seitdem ich mittlerweile seit 6 Monaten auf einer Klappliege im Wohnzimmer meiner Familie schlafe und ich dem Terror zwischen Liebe und Hass nicht mehr ausgesetzt bin geht es mir gesundheitlich wieder etwas besser. Ich helfe ihm momentan indem ich ihm nicht helfe. Jetzt muss ich erst wieder lernen bisschen an mich zu denken. Vielleicht wird es nicht funktionieren, denn er muss es selbst wollen. Er kann sich nicht immer wie ein 10jähriger trotzig benehmen, sondern muss lernen ein Erwachsener zu werden der Verantwortung tragen sollte für sein Verhalten. Ich hab ihm so oft vorsichtig ermuntert zuammen eine Therapie zu machen. Aber er wollte immer nur alleine einmal im Jahr für ein paar Wochen in eine Klinik. Wenn er wieder kam hatte ich immer das Gefühl er hat mehr Sätze und gelernt , die er mir an den Kopf werfen kann, die eigentlich für ihn bestimmt gewesen waren. Ich weiß nicht ob ich falsch liege, aber hinterher war er immer noch besser im manipulieren und kontrollieren. Mir kam es fast vor wie wenn er doet den Klinikaufenthalt nutzen würde um seine krankheit zu verfeinern und noch besser sich durchs Leben zu mogeln ohne Konsequenzen zu erfahren.
Nach all den 1000en von vielen negativen Erlebnissen und Angstzuständen, weiß ich nicht ob ich nochmal in seiner Nähe sein kann. Es macht mich so traurig, denn ich hab alles in diese Beziehung investiert und ihn geliebt. Jetzt kommen heftige Entscheidungen auf mich zu. Ich bezahle sozusagen gerade unsere Wohnung allein in der er jetzt alleine lebt, sämtliche Versicherungen und Kosten laufen über mich, ich stelle ihm noch mein Auto für die halbe Woche zur Verfügung zum Einkaufen, oder falls er sich doch mal in Therapie begibt und hinfahren muss. Er bekommt sämtliche Unterstützung die es ihm leicht machen würde an sich zu Arbeiten. Obwohl er gesagt hat er braucht mein sch...Auto nicht. (Er nutzt es trotzdem). Wir haben grad nur noch über whatsapp gelegentlich Kontakt. Ich hab ihm jetzt 6 Monate Zeit gegeben, sich bei mir zu entschuldigen, sich um eine Therapiestelle zu kümmern und irgendetwas zu tun. Aber es passiert nichts. Er ignoriert die Situation einfach weg und lässt mich weiter aus einem Koffer leben während ich die Miete zahle. Das wird wohl leider der nächste Schritt werden, dass ich die Wohnung kündige, da ich auch ein eigenes Leben wieder brauche und eine eigene Wohnung. Vor diesem Schritt habe ich so Angst, weil ich momentan nicht die kraft habe mich um Wohnungsauflösung mit ihm rumzuschlagen. Ich kann noch nicht mal vor ihm stehen ohne dass ich Angst bekomme. Wenn er mir ne whatsapp schreibt schlägt mir das Herz bis zum Hals, weil ich nie weiß, kommt jetzt Zucker oder Peitsche. Ich weiß nicht wie ich das schaffen soll..... Zum 1.April würde ich gerne kündigen, damit ich im Juli umziehen kann. Neue Wohnung suchen ,umzug....Oh Mann ich hab so Panik davor...
Ich weiß, ich hab den Rahmen der Länge eines Beitrags in einem Forum bestimmt gesprengt. SORRY. Auch wenn es wohl kaum einer liest, hat es trotzdem gut getan zu schreiben, denn heute war so ein Tag an dem ich nur noch sterben wollte. Danke für die Möglichkeit hier zu schreiben. Lg Sunny