Zitat von Sandro P:Also zusammengefasst, man drängt alle 4 "Beteiligten" dazu sich aktiv mit den Lebensumständen auseinander zu setzen...alles sind auf Stand...finde ich fair und absolut empfehlenswert!
Das ist ja alles schön und nett. Nur ging es im Eröffnungsbeitrag nicht um eine bloße
Empfehlung, sondern:
Zitat:Schon seit geraumer Zeit stelle ich mir daher die Frage, ob es nicht meine Pflicht ist, die Ehefrau des Kollegen über dessen Untreue zu informieren, um ihr die Augen zu öffnen.
Und ich bleibe dabei: Diese "Pflicht" existiert nicht, Punkt. Ob so eine Vorgehensweise empfehlenswert ist oder nicht, sei hingegen dahingestellt.
Dein Fall hat eine spezifische Gemeinsamkeit mit dem des TE, nämlich daß die Affaire Euren Frauen
dreist weiter nachgestellt hat - trotz bereits
angedrohter Konsequenzen. Insofern kann ich seinen Gedanken bzw. Dein Vorgehen durchaus nachvollziehen und es liegt mir fern, Euch dafür zu verurteilen.
Doch
gerade in dieser Situation kaufe ich Euch das "Pflichtgefühl" gegenüber der Betrogenen in der Affairenehe nicht ab. Stattdessen wollt(et) Ihr dafür sorgen, daß der Nebenbuhler Eure Frauen ein- für allemal in Ruhe läßt. Nun ist
auch das ein völlig
legitimes Motiv und ich bin wirklich die Letzte, die Euch
daraus einen Strick zu drehen sucht. Denn auch hier geht es ja zunächst
nicht um Rache, sondern um blanke,
natürliche Gegenwehr.
Eben drum verstehe ich nicht, warum nun auch noch so ein "Pflicht"-Konstrukt gebildet werden muß, wo Ihr in dieser - sehr speziellen - Situation - doch eh auf breites gesellschaftliches Verständnis für das zählen könnt, was Ihr vorhabt (TE) bzw. getan habt (Du).
Ich finde halt, man sollte sich über die eigenen Beweggründe bewußt sein und
dazu stehen (können), statt "höhere Weihen"
hinzuzuerfinden. Ab da kippt es nämlich in den Bereich des Heuchlerischen. Und das ist in Eurem Fall wirklich überflüssig wie ein Kropf.