Ach naja. Abseits von technischen Erneuerungen und gesellschaftlichen Veränderungen haben sich 2 Sichtweisen über Generationen, gar Jahrtausende gehalten (natürlich nicht bei allen und natürlich nicht immer und ständig):
1.
Jugendliche/junge Menschen WISSEN, dass die Älteren keine Ahnung haben. Von nichts! Ich weiß das, weil ich auch mal jung war und mich gut erinnern kann

Später hab ich es oft genug von meinem Kind gehört. Das jetzt selber ein Kind hat und sich das in ein paar Jahren auch anhören wird (ich freu mich

)
2.
Ältere Menschen (wann auch immer jemand „älter“ ist) WISSEN, dass die Jugend eh nichts mehr taugt und früher alles besser war

. Beweis? Beispiel:
„Was nun zunächst die jungen Leute angeht, so sind sie heftig in ihrem Begehren und geneigt, das ins Werk zu setzen, wonach ihr Begehren steht. Von den leiblichen Begierden sind es vorzugsweise die des Liebesgenusses, denen sie nachgehen, und in diesem Punkt sind sie alle ohne Selbstbeherrschung. […] zornmütig und leidenschaftlich aufwallend in ihrem Zorne. Auch sind sie nicht imstande, ihren Zorn zu bemeistern, denn aus Ehrgeiz ertragen sie es nicht, sich geringschätzig behandelt zu sehen, sondern sie empören sich, sobald sie sich beleidigt glauben. Auch hoffnungsreich sind sie, denn das Feuer, das dem Zecher der Wein gibt, haben die Jünglinge von der Natur […] sie tun alles eben zu sehr, sie lieben zu sehr und hassen zu sehr, und ebenso in allen anderen Empfindungen. Wenn ich die junge Generation anschaue, verzweifle ich an der Zukunft der Zivilisation“ (Aristoteles, 384-322 v. Chr.)
Das ist alles überhaupt nicht neu. Zum Glück haben sich im Laufe der Zeit viele Voraussetzungen geändert, wovon (zumindest im muckeligen Mitteleuropa) vor allem Frauen profitieren. Meine Mutter z. B. brauchte noch die Erlaubnis meines Vaters, um arbeiten gehen zu können; sorry für OT.
Ich glaube, dass der grundlegende Wunsch nach einem glücklichen Leben voller Liebe schon immer im Menschen angelegt ist. Wobei jeder Mensch „glückliches Leben“ und „Liebe“ für sich definiert.
Es gibt übrigens zumindest in meinem Umfeld noch genügend Leute in Deinem Alter, die nach wie vor offline einen Partner/eine Partnerin finden. Die Voraussetzungen sind doch bestens: Schule, Ausbildung, Studium, in den Clubs - überall laufen Gleichaltrige rum.
SocialMedia ist nicht das Problem. Das sitzt an der Tastatur. Früher saß es halt in der eigenen Butze, las ein Buch oder glotzte TV und ist nicht raus gegangen. Beide Varianten im Übermaß verhindern „echtes“ Leben.
Und ja - besser, höher, weiter, schneller, schöner: Der Eindruck kann entstehen, wenn Instagram & Co als Maßstab wahrgenommen wird. Das gab es früher aber auch schon, bloß nicht in ner Sekundentaktung und hieß „Bravo“ und „Brigitte“.