Miss-Reflection
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deine Antwort berührt mich gelich in mehreren "Punkten" und löst so gedankliche hilfreiche Bewegungen aus bei mir.
Ich danke dir sehr dafür
Mich beeindruckt, daß dein Partner und du trotz der der beschriebenen Schwierigkeiten/Verletzungen nicht die Beziehung zerstört habt, sondern Möglichkeiten fandet bzw. diese genutzt habt, um "im Kontakt" zu bleiben. Und hej, dann eine Streitskizze zu machen, drauf zu schauen und Gespräche darüber zu führen ist doch die hohe Schule der Paararbeit. Bewundernswert. Auch die Fähigkeit zur Selbstreflektion, die ich bei dir lese und weiter zu wachsen/entwickeln, auch als Paar *hutab*
Weiß du, ich wollte "das" auch: ich nenne es mal "Muster aus der Mottenkiste" durchbrechen/auflösen und alte Verletzungen (zB. aus der Kindheit) "heilen" (oder sowas in der Art, verstehste hoffentlich). Vor allem darüber reden, reden, reden.
Doch, das ging nicht wirklich mit ihr - mir fehlte in manchen Situationen echt die Partnerin auf Augenhöhe.
Darüber war/bin ich fast resigniert (momentan sowieso).
Was kann ich auch tun, als mich immer wieder zu bemühen "dran zu bleiben"?, dachte ich manchmal
Bei einer liebenswerten Frau, mit so vielen wunderbaren Eigenschaften ...
Allerdings nahm ich bei ihr im Laufe der Zeit wahr, daß ihr Selbstwertgefühl mit den Antennen "von-außen-Bestätigung-suchend" gespeist werden 'mußte'. Dann diese hohe Kränkbarkeit (alles gleich zu persönlich zu nehmen), bei anderer Meinung oder kritischen Rückmeldung von mir impulsiv ÜBERzureagieren oder schlicht weg: ABZUHAUEN, mit dem Effekt des Kollapses aller Kontaktfunktionen (Funkstille). Im Grunde diese Kränkungswut, die ich gerade bei dieser schlimmen Trenniung spüre seit Wochen, so wie eine Negativbindiung - weil, dies nicht aufgelöst und ausgesöhnt wurde.
Also, was du mir so sehr gut geschrieben hast- kann ich nachvollziehen. Ich denke auch, daß ihr das nicht recht bewußt ist ...
Mir tat es vor der Trennung fast mit weh oder tut mir immer noch so unsagbar leid, daß diese Frau sich selber so klein "macht" vor mir und sich teilweise nicht "gewollt", "geliebt" oder (klassisch) so angenommen fühlte wie sie ist. (Das finde ich so traurig und würde es ihr gern sagen ...)
Es beschäftigt mich derart. Oft genug frage ich mich, was da meine Anteile waren oder warum es mir nicht gelungen ist, sie zu stärken und sie glücklich zu machen (habe oft die Erwartung gespürt "mach-mich-glücklich).
Kann frau das überhaupt für einen anderen Menschen?
Dabei habe ich mich so um sie bemüht, wollte die Beziehung schützen und (teilweise bis heute) retten.
Jetzt stelle ich jedoch fest, viel "Arbeit" (Gespräche über diese) in der Beziehung habe ich gemacht. Für sie war es doch "bequem", daß ich alles verzieh, nicht aufgab - serviert auf so einer Art "Silbertablett", von dem sie nur nehmen brauchte. Sie kam gar nicht dazu, mir mal "nachzulaufen", weil ich immer "da" war und eben nicht so brachial auf Distanz ging.
Ich glaube kaum noch, daß es zu einem persönlichen Gespräch kommen wird, 5 Wochen lang habe ich es immer mal wieder (nein, keine Bombardements oder sowas) probiert/angefragt und keine Antwort (oder nur so Ausreden) erhalten.
Eine Aussöhnung oder eine Wieder-Annäherung?, ich weiß nicht - dazu "müßte" sie den Schritt auf mich zugehen.
So, wie sie gegangen ist ... Ich bin ihr doch als Mensch überhaupt nicht mehr wichtig und völlig egal.
Sie mag sich damit bestimmt nicht mehr auseinandersetzen oder geschweige drüber reden.
Später mehr über meine Versuche, mit ihr in Kontakt zu kommen nach dem schrecklichen letzten Telefonat. Habe ich doch im akuten Trennungsschock ein Fehler nach dem anderen gemacht.
Später mehr dazu - es hilft mir ganz gut, dies hier nieder zu schreiben.
Dir einen lieben Gruß,
Ms.