Zitat von Karili:@Bubu38 Das trifft einen Kernpunkt. Wer als Kind mit Missbrauch und Misshandlungen zu tun hat, der hat in Folge sehr oft mit einer realistischen ...
Es dauert ewig lange und ist wahnsinnig anstrengend, diesen Kreislauf zu durchbrechen. Ich habe extrem in meinen Beziehungen gelitten und war abhängig.
Mein erster richtiger Freund war ein richtiger Psychopath. Lebenslang trage ich offensichtliche Narben an meinem Körper von ihm. Der nächste Mann schlug mich, litt unter dem Maria-Komplex und tat es "nur zu meinem Besten" & der letzte prägende Ex entpuppte sich als waschechter Narzisst, der die Diagnose zufällig durch einen längeren Klinikaufenthalt bekam.
Ich wollte nie das die Männer mein Tod sein werden.
Deswegen blieb mir nur knallharte Aufarbeitung übrig.
Ich achte allerdings nicht nur bei Männern auf Trigger, sondern allgemein auf toxische Auswüchse bei Menschen, die ich kannte, kenne und kennenlerne.
2 meiner Schwestern tragen tiefe Züge von unserer Mutter in sich. Die eine legt häufig eine widerliche und missgönnende Art an den Tag, während die andere sich (nach außen) für perfekt und unfehlbar hält.
Ich war auch wie eine Naturgewalt. Völlig (selbst)zerstörerisch, beinahe nymph.oman, Dro.genabhängig und ich vermute mal, dass ich die 30 nicht erreicht hätte, wäre ich nicht schwanger geworden und hätte ich mein erstes Kind nicht relativ spät verloren. Darunter litt ich extrem, fühlte mich noch einsamer und verlorener, hatte fürchterliche Albträume.
Es wurde erst dann besser als ich anfing Briefe zu schreiben. An mein Kind, meine Peiniger und zum Schluss an mich. Ich erkannte, dass vieles was ich so sehr an mir hasste, lediglich das Resultat meiner Erziehung war. Dass man nicht frei entscheiden kann, wenn man in die Welt entlassen wird, weil man so jung eben bloß die Wege beschreitet, die man kennt. Und dass es ok ist, zu sein wie man ist.
Ich habe akzeptiert dass es Stellen in meiner Seele gibt, die völlig vereist sind, so dass dort niemals was wachsen kann.
Und das ist ok, denn ich betrachte Seelen sinnbildlich wie unsere Erde. Es gibt überall Orte an denen es unmöglich ist zu leben. Doch an wiederum vielen anderen Stellen ist der Boden fruchtbar. Da blüht das Leben, dort wimmelt es von Träumen und Hoffnungen

Während die Seelen der Peiniger mMn nur in Grauabstufungen existieren und lediglich von Farbklecksen völlig verzerrter Erinnerungen am Leben erhalten werden