Ich würde gerne etwas zum Thema ererbte Erinnerung und Konditionierung sagen.
Das erste ist eine sehr wackelige These. Die Vermutung entstand, weil Nachkommen von Holocaust Überlebenden bisweilen mit Traumbildern und Flashbacks konfrontiert waren, die sie als anders als andere Träume wahrnahmen. Dazu wird besonders in Israel schon länger intensiv geforscht. Der aktuelle Stand dazu ist, dass in aussergewöhnlichen und lebensbedrohlichen Situationen der Körper verstänliicherweise mit Stresshormonen überflutet wird. Eine längere Aussetzung in dieser Form körperliche Veränderungen bewirken KANN und auch den Foetus einer schwangeren Frau in einer solchen Situation erreicht.
Dass sich Erinnerungen im ungeborenen Kind oder gar den Ei-zellen "einbrennen" ist bislang völlig unbewiesen. Vielmehr scheinen diese vermeintlichen Traumerinnerungen aus dem oft hochemotionalen Erzähmungen der Eltern/ des Umfelds zu resultieren. Eine erhöhte Rate psychischer Traumata war in israelischen Studienteilnehmern, die nicht direkt Opfer des Holocausts waren, nicht festzustellen.
Das steht im Blickpunkt mit vermeintlichen Rückführungshypnosen. In diesen Rückführungen erlebt kaum ein Proband das ruhige Alltagsleben eines vermeintlich früher gelebten Ichs, sondern in der Hypnose werden fast ausschließlich außergewöhnliche Situationen von exponierten Personen (Admige, Pfarrer, besondere Magd etc) " erinnert". Es sind keine Erinnerungen! Es sind Geschichten, die wir gehört, gesehen und mit uns verbunden haben. Uns selbst mögen als Kind Beschreibungen und Bilder vom Krieg, Holocaust etc so aufgewühlt haben, dass dieses aufwühlende Erlebnis fehlgedeutet wird als Erinnerung.
Das ist wichtig. Denn in Bearbeitungssituationen kann sich so ein falscher Nebenschauplatz eröffnen. Anstatt uns der Lösung unseres Problems und einer Neukonditionierung zu widmen, erscheint hier eine plausible Erklärung für unser Denken, Handeln und Fühlen. Das gleichzeitig aber in der Idee der ererbaren Erinnerung als unausweichliches Schicksal gedeutet wird.
Fakt ist: Wir sind nicht das Opfer von Selbstmord- oder Suchtgenen. Die gibt es so nicht. Es cibt möglicherweise bestimmte Alk. oder Substanzaffinitäten falls die Mutter in der Schwangerschaft oder in der Stillzeit konsmierte. In der Familie und im Umfeld wird früh durch Vorbild und mit Regeln das Denken, Fühlen und Handeln beeinflusst. In Gesellschaften wie Japan z.B., ist der Suizid akzeptierter und gesellschaftlich präsenter als in anderen Ländern, in denen er für den Selbstmörder, besonders aber für die Hinterbliebenen, zum Stigma werden kann. Die frühen Werte prägen uns, nicht Gene oder ein Hokuspokus , mit Hokuspokus meine ich natürlich nicht die Gene
Der selbstverantwortliche Mensch, der neu beginnen kann, der seine Gedanken lenken kann und der sich neu konditionieren kann, den gibt es nachweislich. Es ist ist der steinigere Weg als der der eingeübten Muster. Er lohnt sich aber. Denn jeder Tag in Angst, Trauer oder Streit ist ein Tag, den wir wegwerfen. Wir haben aber nur eine sehr begrenztd Zahl von Tagen in einem zudem sehr wohlhabenden und sicheren Teil dieser Erde. Deshalb nehmt den neuen Tag und nehmt euch vor, heute 5 schöne Dinge bewusst zu erleben. 5 schöne Dinge etwas länger zu betrachten und sich bewusst zu freuen: "Ich lebe und darf dieses hier sehen". Heute bewusst anderen Menschen 5 nette Dinge zu sagen. 5 mal bewusst zu lächeln und sich sagen:" Ich bin hier. Mein Lächeln gehört zu mir".
Konditionierung ist ein langsamer Prizess. Je bewusster wir negative Gedanken abstellen:" Dieser Gedanke/ dieses Brüten nützt mir nichts ich denke lieber an..." Desto eher vermeiden wir eine negative Konditionierung, die das Kopfkino z.B. ist. Das Leben ist schön und beginnt jeden Tag neu

Versucht heute die 5+5+5+5 Dinge zu tun und freut euch an euch selbst, euren Kindern und der Welt. Das Leben ist in sich selbst so schön
