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Angst um den Frieden bei Scheidung

alleswirdbesser
Zitat von aequum:
Ich kann nicht verstehen, warum es beim Thema Geld immer von einer Seite her erwartet wird, dass der jeweils andere Partner auf etwas verzichten soll,

Losgelöst von dieser Situation, kann ich das in manchen Fällen auf jeden Fall nachvollziehen.

x 1 #16


aequum
Zitat von alleswirdbesser:
Losgelöst von dieser Situation, kann ich das in manchen Fällen auf jeden Fall nachvollziehen.

Ausnahmen in gewissen Fällen oder unter speziellen Umständen gibt es wohl immer. Das sehe ich hier allerdings nicht.

x 2 #17


A


Angst um den Frieden bei Scheidung

x 3


alleswirdbesser
Zitat von aequum:
Ausnahmen in gewissen Fällen oder unter speziellen Umständen gibt es wohl immer. Das sehe ich hier allerdings nicht.

So selten ist es sicher nicht, wenn zum Beispiel die Hausfinanzierung weiter bezahlt werden muss und zusätzlich ein Kredit aufgenommen werden muss, damit der Zugewinn ausgezahlt werden kann, eventuell noch der Trennungsunterhalt, Kindesunterhalt…. Wenn es früher ein Auto gab, das beide nützten, nun ein weiteres gekauft werden muss usw. Da kann man schon den Part verstehen, der plötzlich vom
Selbstbehalt leben muss und es kaum gebacken bekommt alle Kosten zu tragen. Währen der andere zum Beispiel die ganzen Gelder erhält und eventuell schon einen neuen Partner hat, bei dem er eventuell mietfrei wohnt. So Sachen halt.

x 4 #18


Worrior
So wie der sich aufführt?
Sch.... auf Frieden!

x 5 #19


Sonnenschein85
Zitat von Worrior:
So wie der sich aufführt? Sch.... auf Frieden!

Da muss ich zustimmen. Frieden ist schön und gut und würde natürlich ein gutes Gefühl geben aber in dem Fall wäre das für mich auch nicht erstrebenswert. Die ganze Zeit wertet er dich ab und gibt dir zu verstehen wie er dich sieht...
Da würde ich überhaupt keinen Kontakt mehr wollen und mir wäre auch egal ob es mit meinen Entscheidungen fein ist. Friedlich kann es auch nur sein wenn er auch friedliche Absichten hat.

x 5 #20


aequum
@alleswirdbesser
Für mich ist das ganz normale Mathematik. Wert des Hauses minus noch zu zahlende EURO an die Bank. Das Ergebnis wird durch zwei geteilt.

Kann die Person, die das Haus behalten will, diese Summe nicht an den Partner oder an die Partnerin nicht auszahlen, muss diese Person eben einen zusätzlichen Kredit auf eigene Kosten aufnehmen, um die unter Zugewinn zu zahlende Summe auszahlen zu können.
Sprich, wer das Haus oder die Eigentumswohnung behalten will, muss halt zwangsläufig tiefer in die Tasche greifen.

Können sich beide sich trennende Partner das nicht leisten, wird das Objekt halt verkauft.

x 1 #21


GreenTara
@Worrior
Zitat von Worrior:
Sch.... auf Frieden!

Manche Menschen kommen in den Konflikt, wegen des Anspruchs an sich selbst. Aber bevor man sich über den Tisch ziehen lässt, sollte man seinen Stand verstärken: No, und ist mir egal, was du von meinem Gesicht hältst.

x 3 #22


S
Ich danke euch für all die zahlreichen Antworten und Erfahrungen.

Ich denke das mit dem „Meine Anwältin wird dich informieren. Frag meine Anwältin“ finde ich für mich umsetzbar.

Ich habe während der Ehe auch viel getragen und Kredite zum Beispiel für die Küche, die bei ihm geblieben ist, aufgenommen. Das ist auch alles kein Problem für mich. Ich wollte und will mich niemals über Geld Streit streiten, weswegen wir intern über den Zugewinn besprochen haben und ich auf mehrere 1000Euro verzichte. Das mache ich auch „gerne“ des friedenswillen. Aber ihm noch mehr entgegenkommen, das sehe ich schlicht nicht ein. Ich bekomme Unterhalt, wo auch hier ich ihm entgegengekommen bin. Laut Düsseldorfer Tabelle und mir ist der Eigenbehalt von ihm bewusst, müsste er ebenfalls mehr zahlen.

Und mich dann eben zu fragen, ob ich ihm nicht noch mehr entgegenkommen kann, nein. Auch ich muss hier gucken, wie ich das finanziell mit den Kindern gut meistern kann. Er konnte mit den Kindern letztes Jahr in den Urlaub fahren - ich nicht. Das ist auch keine Missgunst. Ich freue mich für die Kinder & auch für ihn!
Aber das spielt er auch aus „wenn du mir noch mehr entgegenkommt, dann kann ich das weiterhin den Kindern bieten“.

Ich leihe mir ständig Geld von meinen Eltern um mit den Kindern kleinere Ausflüge zu machen, da ich ein Haufen Schulden bei meinen Freundinnen habe um überhaupt den Umzug finanzieren zu können (inkl. Mietkaution). Und ehrlich gesagt, kann ich das Geld dann schon gut gebrauchen um wenigstens auch meine Schulden abzahlen zu können. Natürlich ist es so, dass dann er auch neue Schulden aufnehmen müsste. Aber so ist das dann irgendwie. Ich habe auch viel Liebe, Zeit und Geld in das Haus gesteckt, nicht nur er. Gleichzeitig bekomme ich ihm gegenüber ein schlechtes Gewissen. Ich möchte nicht, dass es ihm schlecht geht. Aber irgendwo ist eben auch meine Grenze..

x 4 #23


alleswirdbesser
@Sonnenschein_n absolut nachvollziehbar. Ich habe beim Zugewinn zum Beispiel gesagt welchen Betrag ich will und wir haben weder einen Gutachter für die Immobilie gehabt noch hat ein Anwalt das ausgerechnet. Allerdings habe ich sehr viele Jahre gewartet bis er auf die Beine kommt und mich auszahlen kann, so waren wir viele Jahre weiterhin verheiratet. Auf den Versorgungsausgleich haben wir auch verzichtet. Das muss natürlich jeder für sich schauen und entscheiden. Mit Kindesunterhalt kommen wir allerdings noch sehr gut über die Runden, auch Urlaube sind drin oder Jugendreisen usw. Nur am Anfang habe ich gar nichts beantragt und kein Geld von ihm bekommen, solange wir noch im Haus wohnten.

x 1 #24


aequum
Zitat von Sonnenschein_n:
Gleichzeitig bekomme ich ihm gegenüber ein schlechtes Gewissen. Ich möchte nicht, dass es ihm schlecht geht. Aber irgendwo ist eben auch meine Grenze..

Eben! Auch du hast ein Recht auf finanzielle Sicherheit für dich und für deine Kinder. Das solltest du niemals vergessen.

x 4 #25


Payne
Zitat von Sonnenschein_n:
Gleichzeitig bekomme ich ihm gegenüber ein schlechtes Gewissen. Ich möchte nicht, dass es ihm schlecht geht.

Das ehrt dich sehr.
Und auch wenn das jetzt nur meine persönliche Meinung ist, so wie der sich aufführt, sollte er sich eher schämen. Und das nicht zu knapp.

Es geht ja nicht darum, dass du ihn aus nimmst wie ne Weihnachtsgans, nur du musst auch irgendwie zusehen, dass du mit dem Rücken zur Wand kommst.
Allein schon der Kinder.wegen.
Deswegen verzichte nicht auf etwas das dir zusteht. Du brauchst es.

x 6 #26


F
Meiner Meinung nach solltest du hier nicht nachgeben.

Es ist selbstverständlich immer positiv zu bewerten und zu bevorzugen, dass man sich friedlich einigt, ohne Rosenkrieg. Aber bei solchen Sprüchen, die man ja schon fast als Drohung sehen kann, wärs mir persönlich zu viel. Es gibt gesetzliche Regelungen, aus denen abgeleitet werden kann, was und wieviel wem zusteht. Das sollte man auch nehmen und zwar ohne schlechtes Gewissen.

Vor allem, wenn du nachgibst, was passiert dann wohl? Dann setzt er dich im schlimmsten Fall weiter unter Druck und wieder und wieder.

Ich kenne einen ähnlichen Fall aus dem Bekanntenkreis. Da wollte Er Sie auch über den Tisch ziehen (ging um eine Immobilie, also hohe Summen). Letztendlich gaben beide Seiten viel Geld für Anwälte aus und hatten wahnsinnig viel unnötigen Ärger und Stress. Aber auch das geht vorbei.

x 3 #27


Sonnenschein85
Zitat von aequum:
Eben! Auch du hast ein Recht auf finanzielle Sicherheit für dich und für deine Kinder. Das solltest du niemals vergessen.

Absolut. Es muss da fair auch für dich ablaufen. Und lass dich nicht von Aussagen manipulieren, wo die emotionale Karte im Bezug auf die Kinder ausgespielt wird.

x 4 #28


GreenTara
@Sonnenschein_n
Eigentlich hast eine ganz gesunde Einstellung, bis auf das schlechte Gewissen ihm gegenüber. Genau den Knopf drückt er. Da ist deine Entscheidungen, "jetzt über die Anwältin" genau richtig. Bevor du dir noch etwas abhandeln lässt. Zum Entgegenkommen gehören 2.

x 4 #29


Sonnenschein85
Zitat von GreenTara:
@Sonnenschein_n Eigentlich hast eine ganz gesunde Einstellung, bis auf das schlechte Gewissen ihm gegenüber. Genau den Knopf drückt er. Da ist ...

Ja, finde ich auch.

Du brauchst kein schlechtes Gewissen ihm gegenüber haben. Versuch es neutraler zu sehen. Schließlich behandelt er dich nicht gut.

x 2 #30


A


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