Update:
Heute kam es zum Gespräch. Die Fahrt fühlte sich wie eine Ewigkeit an. Sie wusste nicht was sie erwartet, ich wusste nicht was mich erwartet. Die Aufregung war demenstprechend groß.
Zu Anfang gingen wir eine rauchen, haben bisschen Smalltalk betrieben wie es uns geht etc. , ohne direkt über die belastenden Themen zu sprechen. Wo ich dachte das Gespräch beginnt nun, fragte sie mich, ob ich einen Kaffee oder Tee möchte. Es gab Kaffee, ich wurde nervöser und nervöser. Dann setzten wir uns aufs Sofa und begannen zu reden.
Zum Anfang ging es um Sonntag, an dem unser Gespräch ausartete und nicht sachlich und zielführend war. Ich habe am Sonntag auch überhört, dass sie noch Gefühle für mich hat, diese allerdings weniger geworden seien. Das kann in einem emotionalen Zustand passieren, dessen waren wir uns beide bewusst. Keiner nahm dem anderen das Gespräch von Sonntag übel.
Dann begann das "richtige" Gespräch.
Ich habe ihr gesagt, dass ich bei ihr Liebe spüre, was sie auch bejahte. Ich erzählte ihr, dass ich sie in den letzten Tagen bewusst nicht angeschrieben habe, damit sie zur ruhe kommen kann. Sie erzählte mir später, dass sie ihr Handy die letzten Tage sehr wenig benutzt hat.
Ich habe ihr gesagt, dass ich mich um sie sorge, da sie in den letzten Wochen und Monaten sehr viel arbeitet und die Probleme mit den Magenkrämpfen, dem Durchfall etc. wiedergekommen sind, seitdem sie dem ganzen Streß ausgesetzt ist. Ich habe ihr gesagt, dass sie den Streß unbedingt reduzieren muss und auf ihre Gesundheit hören soll. Mir war etwas mulmig, denn ich wusste nicht wie sie reagieren wird. Und dann sagte sie plötzlich folgendes zu mir: "Ja ich habe in den letzten Wochen und Monaten zu viel gearbeitet, das ist mir die letzten Tage bewusst geworden. Bei der Arbeit werde ich nicht mehr einspringen." ... eine Antwort, mit der wohl kaum jemand im Forum gerechnet hat, auch ich nicht ... auch eine Überlastung oder einen Burnout hat sie nicht abgestritten und sogar ihre Ärztin kontaktiert.
Das sie ihren Stressfaktor massiv reduzieren muss, ist ihr bewusst, darüber haben wir intensiv gesprochen.
Trotz allem möchte sie es erstmal langsam angehen. Früher haben wir uns 1 x unter der Woche ( meist 19.30 - bis nächsten morgen ), sowie am Wochennde getroffen. Jetzt bat sie mich darum, das wir uns erstmal nur am Wochenende sehen, was für mich zwar erstmal schwer, aber in Ordnung ist. Da wir uns unter der Woche nicht mehr sehen, wollten wir an diesem Tag telefonieren.
Alles in allem merkte man, dass uns beiden das Gespräch sehr gut tat und man einige Probleme ansprechen konnte. Es wirkte für beide sehr erleichternd und ich habe sie seit langem wieder lachen sehen

... in den letzten Wochen und Monaten haben wir vermutlich, auch durch den ganzen Arbeitsstreß, vergessen, an unserer Beziehung zu arbeiten und über unsere Probleme zu sprechen.
Gibt es vielleicht Tipps, wie man die Kommunikation verbessern und auch schwierige Gesprächsthemen direkt ansprechen kann? Wir beide haben leider einen äußerlich sehr harten, aber innerlich sehr zerbrechlichen Kern und sprechen Probleme nicht immer direkt an.
Schlussendlich gabs ein Ostergeschenk und mehrere lange intensive Küsse und Umarmungen, in denen man spüren konnte, welche Last ihr in der Woche von den Schultern gefallen ist.