SummerDay
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ich bin neu hier (obwohl der Account schon fast 5 Jahre besteht, aber das gehört wohl zur Geschichte. ) und ganz froh, hier endlich zu schreiben.
Boden der Tatsachen:
Ich bin "rückfällig" geworden. Und wie!
Zu mir: 18 Jahre ein Paar, davon 13 verheiratet. 3 Kinder gehören zu uns. Ein Team im Alltag, ohne Frage! Viel Alltag. Auch normal bei zwei Vollzeitjobs.
Und seit 12 Jahren gibt es einen anderen Mann in meinem Leben, der eine Seite in mir berührt, die ich nicht kannte, nicht wollte und dann nicht mehr loslassen konnte.
Erst dienstliche Verbundenheit, dann Freundschaft. Ein bisschen Kribbeln im Bauch. Das Kribbeln, was ich in meiner Ehe vermisste.
Es gab keine heimlichen Treffen. Mein Mann wusste von ihm. Ein bisschen schaute er mir Argwohn darauf.
Aus dem bisschen Kribbeln wurde mehr. Ich konnte kaum noch schlafen, kaum klar denken. Alles fing an sich darum zu drehen, wann wir uns wieder treffen. Das tägliche Schreiben tat sein übriges dazu.
Irgendwann fraß es mich auf.
Er suchte Nähe, ging wieder auf Abstand. Verheiratete Frau. "Ich habe meine Prinzipien", sagte er. Und konnte es trotzdem auch nicht ganz lassen.
Irgendwann musste ich mich retten, um um uns alle zu retten. Kontaktabbruch. Rigoros.
Liebeskummer. Heilung. Atmen.
4,5 Jahre später. Eine dienstliche Fahrt. Und er war dabei. Und die "Tür" sprang auf und ich konnte nichts mehr tun.
Gespräche bis tief in die Nacht. Treffen zum Mittag. Schreiben. Telefonieren.
Seither ist das Gefühlschaos noch schlimmer. Das Kribbeln, die Freude, wenn wir uns sehen.
Der Gefühlskater am Tag danach.
Ich schaffe den Kontaktabbruch nicht noch einmal. Ich habe Angst vor dem Entzug, der so nötig ist. Ich weiß, es ist der einzige Weg. Ich weiß es.
Auf dem Boden der Tatsachen.
Danke fürs lesen!