Also sind wir alle dafür, dass Frauen sich lieber trennen sollen, statt das Gespräch zu suchen. Und dass man Partner nur nach dem aktuellen Handeln beurteilen sollte. Und sobald das nicht mehr passt, lieber keine Lösungsversuche angehen, sondern gehen?
Zitat von Balu85: Die Anregungen "proaktiv" zu werden waren im Grunde
Nein. Du hast völlig übersehen, dass der allererste Rat war, der Frau klipp und klar zu sagen, dass sie vergebens mehr Einsatz von ihm erwartet, weil er einfach kein Papi (weder Ersatz- noch Bio-) sein oder werden will.
Da kam sofort, dass sie das selber merken müsse und gar nicht diese Erwartung haben darf und man den Mann nicht shamen soll.
Das finde ich schon etwas peinlich, als gestandener Erwachsener noch cht mal die eigenen Lebenspläne offen legen zu wollen, damit ja keine Emotionen, Vorwürfe oder Anklagen kommen. Denn sich wie ein Familienvater oder Alleinverdiener im Haushalt "umsorgen" zu lassen, während man weder die Fixkosten wie zuvor als Single trägt (so dass die Frau sich mehr ums Kind kümmern kann) , noch der Frau für ihre Arbeit den Rücken frei zu halten, ist halt zu kurz gedacht.
Er möchte die Frau als Vollzeitmutter und Hausfrau, aber auch als Mitfinanzier (fast) auf Augenhöhe, aber auch als Partnerin ohne Kind oder Kinderwunsch. Die eierlegende Wollmilchsau.
Und zu dem Vorwurf, der "Mann sei immer schuld". So ein Quatsch. Dieser Mann erwartet mehr von seiner Partnerin als er ihr bieten kann. Sie soll ihm Zeit zur Entspannung bieten und selbst zeitgleich Arbeiten, den Haushalt versorgen und das Kind betreuen oder wegdelegieren. Er erwartet mehr Stärke und Einsatz von ihr als von sich selbst. Und das soll sie ihm aber auch nicht vorwerfen oder aufs Butterbrot schmieren, sondern sich dafür entschuldigen, wenn sie auf ihn zählt und sich von ihm ganz selbstverständlich Support erhofft.
Zitat von So-isses: Es ist überhaupt nicht seine Pflicht für das Kind irgendwas zu tun. Es ist IHRE Pflicht das Kind mit allem zu versorgen was es braucht
OK.
Wenn sie ihn jedes Mal ausdrücklich fragen soll, ob er ihr in Engpässen zur Seite steht und dafür sorgen kann, dass der gemeinsame Mitbewohner während ihrer Arbeitsschichten wenigstens was zu Essen bekommt und nicht vom Balkon fällt (das Programm dieses WE hatte ja nichts mit "ums Kind kümmern" zu tun) und dann ein Nein ohne Widerspruch akzeptieren soll, fragt er dann bitte auch höflich nach, ob sie ihm Abendessen macht und für ihn mit einkauft, auch seine Sachen mitwäscht etc. und akzeptiert, wenn sie sagt, heute ist mir das zu viel. Koch mal bitte für Dich selbst. Deine Wäsche liegt neben der Maschine, die kann ja Deine Mutter machen. Ist ja nicht selbstverständlich, dass sie das mit macht?
Und wenn er ignorieren darf, dass da seit 4 Jahren ein Kind unter seinem Dach wohnt, weil das alles ihr Problem ist und er da nur rein- und rausoptieren möchte, wenn's grad passt, und eh schon gestresst ist, darf sie dann auch seine Krankheit ignorieren, weil das ja sein Problem ist, sie zu nichts verpflichtet ist und da gerne rein- und rausoptieren möchte, je nach eigener Belastung?
Oder muss sie da als seine Freundin nicht doch auch Rücksicht nehmen und sich darauf einstellen?
Entweder steht man zu einander und versteht sich als Einheit, trotz Hund, Katze, Kind, Kegel, Krankheit, Familie, persönlichen Problemen und Schwächen. Oder man schaut sich den anderen nur interessiert an und belässt alle Themen des anderen bei ihm.
In meiner Welt sucht man gemeinsam nach einer Lösung, als Paar und Haushalt und beste Freunde.
Aber in meiner Welt sind Männer auch genauso für Harmonie und Nestwärme und die Entlastung und gute Laune des Partners mitverantwortlich wie Frauen.
Wäre da Liebe zwischen den beiden, würden beide versuchen, sich gegenseitig Auszeiten zu schaffen und den anderen nicht zu überlasten. Aber hier scheint es um zwei Egoisten zu gehen. Die Frau schiebt das Kind ab, um ihre Zalando Bestellungen mit Kellnern zu verdienen. Und der Mann verschwindet, wenn der Haussegen schief hängt, denn er hat ja keine Verpflichtungen.
Zitat von So-isses: Das würde heißen, je nach Lebenswandel der Mutter, hat das Kind nachher wenn es erwachsen ist, 5, 6, 7 Ersatzväter?
Eine Hoe ist die Frau also auch noch. Denn mit (Vollzeit?)job und special needs Kind wird sie in den nächsten 11 Jahren bestimmt noch 5 Männer kennen lernen, sich verlieben und sie dann verschleißen. Alle 2 Jahre nen neuen. Denn so sind AE Mütter. Immer auf der Suche nach einem Ersatzvater und Zahlemann.
Alles, was ich vom TE erwarte ist, dass er seine Freundin darüber aufklärt, welche Vorstellung er von einem Familienleben hat bzw. eben nicht hat. Aber aktuell denke ich, dass einige ihn darin bestärken, feige zu sein, keinen Klartext zu reden, weiter von seiner Freundin zu profitieren, sich versorgen zu lassen und sich weiterhin leise meckernd häppchenweise rauszuziehen und von ihr zu verlangen, dass "sie als Mutter das ja merken und ausziehen" muss. Das finde ich armselig.
Zitat von Balu85: Der Sinn eines Partners oder einer Partnerin ist aber nicht, selbstverständlich in die Bresche zu springen auch wenn es einem nicht gut geht.
Sei so nett und mach das bei jedem künftigen Date einer potentiellen neuen Partnerin sofort klar.
Die ist sonst so blöd und springt für Dich in die Bresche, nur weil ihr zusammen seid. Das sollte sie dann besser passen und mehr auf sich selbst und ihre Gesundheit und Ressourcen achten.