104

Auf Augenhöhe in der Partnerschaft?

Sohnemann

Sohnemann

5796
1
7590
Hallo Leute, Ich möchte gern mal folgende Hypothese diskutieren:

-Liebt eine Frau und ist ihr die Beziehung wichtig, überträgt sie automatisch und gerne Macht und Einfluss an den Partner.-

Wie komme ich auf diese Idee?

Nun, überall hört man die Männer jammern, dass sie in der Partnerschaft wenig oder nichts zu melden haben. Die Einen kämpfen wie wild um Einfluss. Anderen ist es nicht wichtig oder sie geben auf. Wieder andere machen das sonst wie anders. Wie ein Naturgesetz scheint es aber zu wirken, dass dieser mangelnde Einfluss, diese Verlust an Augenhöhe und Macht letztendlich dazu führt, dass die Beziehung scheitert.

Die Liebe hat eine rationale, bewusste Komponente. Eine bewusste Entscheidung für jemanden. Und es gibt diese emotionale Liebe, die kaum rational zu beeinflussen ist. Relevant in dieser These ist die letztere Version.

Falls da was dran ist, würde es bedeuten, dass um Augenhöhe, Macht oder Einfluss zu kämpfen keinen Sinn macht.
Der Mann hätte lediglich die Möglichkeit an sich zu arbeiten, so dass diese Dinge freiwillig gegeben werden. Es würde den Männern die Möglichkeit geben, die Qualität ihrer Beziehung, Anziehung und emotionale Liebe seitens der Frau über den Grad an Augenhöhe und Einfluss feststellen zu können.

Letztlich könnte es dazu führen, dass Man(n) erkennt, dass Machtkämpfe keinen Sinn machen.

Ich würde das jetzt gerne logisch diskutieren. Für Mich ist das nämlich schlüssig. Und es deckt sich mit meinen Beobachtungen.

Aber die Damen auch fragen, ob das irgendwo im Körper klingelt?
Ob das gefühlsmäßig passt?

18.11.2017 07:11 • x 1 #1


Luto

Luto


4549
1
3111
Zitat von Sohnemann:
Nun, überall hört man die Männer jammern, dass sie in der Partnerschaft wenig oder nichts zu melden haben.

das ist mir neu. Wo hört man sowas?
Zitat von Sohnemann:
Liebt eine Frau und ist ihr die Beziehung wichtig, überträgt sie automatisch und gerne Macht und Einfluss an den Partner.

nein, das macht keine gesunde Frau dauerhaft.

18.11.2017 07:29 • x 14 #2


_Tara_

_Tara_


5619
4
6528
Der Begriff "auf Augenhöhe" hat eine Paar-Beziehung betreffend für mich nichts mit Macht, sondern mit den gleichen Wertvorstellungen der Partner (Loyalität, Respekt, Partnerschaftlichkeit, Vertrauen, Toleranz, Sicherheit) zu tun.

Wenn man diese Werte teilt und gemeinsam danach lebt, führt man eine Beziehung "auf Augenhöhe".
Und in einer Beziehung auf Augenhöhe stellt sich eine Macht-Frage gar nicht.

Ist meine Einschätzung zum Thema.

18.11.2017 07:34 • x 13 #3


Yonda


Moin,

deine Eingangshypothese setzt also voraus, dass diese Macht, von der du schreibst, von Anfang an nicht 50:50 verteilt ist, sondern zugunsten der Frau ein Ungleichgewicht besteht. Ist das so?

Wieso muss die Frau dem Mann das geben? Wieso füllt er diesen Raum nicht von selbst aus? Wieso die Passivität auf Männerseite in dieser Hypothese?

18.11.2017 07:39 • x 2 #4


TinTin1980


Dieses Thema ist wohl schon so alt... Mit Logik kommt man da nicht wirklich weiter. Aber ich wünsche euch viel Erfolg. Das Ganze geht in die Philosophie-Ecke und ab dort gibt es keine Empirik oder Logik.
Du solltest dich mehr deinem Leben widmen als in so einer Denkspirale gefangen zu sein. Nichts anderes wird dabei rauskommen.

Good luck!

18.11.2017 07:44 • x 1 #5


BlaueKoralle


802
9
720
@Sohnemann was verstehst du denn unter Macht und Einfluss. Kannst du mir da bitte mal zwei drei Beispiele nennen? Ich überlege die ganze Zeit und mir fällt nix ein wo hier jemand Macht und Einfluss hätte. Innerhalb der Beziehung. Meine These ist dass viele Männer in langen Beziehungen gerne bequem werden und BeziehungsarbeiT ( also Organisation von Paarzeit. Besuch von Restaurants. Auswahl und Reservierung. Was gibt es zu essen oder welches Möbel oder Maschine wird gekauft ) gerne der Frau überlassen. Sicher auch nicht alle. Gerne würde ich manche Entscheidung abgeben. Müsste ich mich nicht mit befassen dann. Also Beispiele wären fein.

18.11.2017 07:57 • x 2 #6


Butterkrümel

Butterkrümel


504
784
Guten Morgen @sohnemann,

also etymologisch stammt das Wort Macht von machen, können, Potential haben, die Fähigkeit haben, etwas zu tun ab.

Wenn du Macht so begreifst, dann würde fehlende Macht von Männern in Beziehungen bedeuten, ihnen wird Unvermögen, Nichtkönnen und fehlendes Tun unterstellt.

Alle glücklichen, gleichberechtigten Beziehungen, die ich kenne, beinhalten aber eine derartige Unterstellung nicht. Solche Verhältnisse kenne ich nur aus Langzeitbeziehungen, in denen sich eine, meines Erachtens nach ungute, Routine eingespielt hat. Hier entstehen dann diese von dir geschilderten Entmachtungen in Situationen, dass die Frau gerne etwas unternehmen möchte, der Mann aber lieber zu Hause auf der Couch sitzt, nichts unternehmen möchte und am liebsten auch privat gerne den Rücken freigehalten bekommen und nicht am Wochenende über Möbel, Einkäufe und Familienprobleme reden möchte. Da entscheidet die Frau dann über seinen Kopf hinweg oder stellt ihn vor vollendete Tatsachen. Eine solche Beziehungskonstellation würde ich aber nicht als glücklich bezeichnen. Zu Beginn der Beziehung, habe ich so etwas noch nie mitbekommen.

Gerade bei älteren Paaren kenne ich die Verteilung eher anders herum. Der Ehemann entscheidet für die ganze Familie, die Frau hält ihm den Rücken frei und ist eher still. Das kenne ich aber eigentlich nur aus der Generation meiner Großeltern, die zwischen 70 und 90 Jahre alt sind. Hier denke ich, handelt es sich um ein Frauen-/Männer-Bild aus einer vergangenen Zeit. Ich kenne kein jüngeres Paar, was sich eine derartige einseitige Machtaufteilung in seiner Beziehung wünschen würde. Eigentlich möchten alle Paare, die ich kenne, eine gleichberechtigte Beziehung führen. Der eine Partner hat Stärken in einem Feld, der andere Partner hat Stärken in einem anderen. Je nach Situation entscheidet mal der eine, mal der andere. Aber das sind nur meine persönlichen Erfahrungen. In anderen Beziehungen, zu denen ich persönlich keinen Kontakt habe, mag das anders sein.

Ist es das, was du mit Macht und Augenhöhe meintest?

18.11.2017 08:52 • x 1 #7


Sohnemann

Sohnemann


5796
1
7590
Zitat von Yonda:
Moin,

deine Eingangshypothese setzt also voraus, dass diese Macht, von der du schreibst, von Anfang an nicht 50:50 verteilt ist, sondern zugunsten der Frau ein Ungleichgewicht besteht. Ist das so?

Wieso muss die Frau dem Mann das geben? Wieso füllt er diesen Raum nicht von selbst aus? Wieso die Passivität auf Männerseite in dieser Hypothese?



Nene Yonda,
Ist schon so das jeder komplett für sich selbst entscheiden kann.
Also jeder jeweils zu 100 %.

Wenn zwei zusammen kommen muss man aber einen Schuh draus machen.
Im Idealfall fifty-fifty.
Es sei denn Wertvorstellungen, Ziele, Wünsche etc. stimmen zufällig immer überein.

Es gibt aber nun mal viele Fälle wo der Mann dominanter ist und einen höheren Anteil der Entscheidungen für sich verbucht, wie umgekehrt.
Ich denke mal das ist die Realität.

Wohin man dann im Sommer in den Urlaub fährt mit den Kindern ist weit mehr ein emotionales Thema als ein rationales.

In den vergangenen Jahrhunderten gab es ein Machtgefälle zu Ungunsten der Frauen.
Brauch man nicht drüber zu diskutieren.
Jetzt aber in der modernen Zeit das Thema macht in Beziehung ganz auszuklammern halte ich für merkwürdig.
Ja was soll das denn hin sein?
Hat sich das Thema mit der Emanzipation in Luft aufgelöst?

Hätten wir dann nicht eine niedrigere Trennungsrate und mehr glückliche Paare?

18.11.2017 08:55 • #8


Sohnemann

Sohnemann


5796
1
7590
Wo wir schon bei früher sind.
Da kam Heinz Herbert nach Hause und hat ein neues Auto gekauft.
Farbe Größe kosten hat er alles alleine entschieden.
Bei der ersten Probefahrt entscheidet er auch noch die Farbe ihres Rocks, weil das besser zu den Sitzen passt.

Das ist Macht,
Entscheidungsmacht

Nun, diese Zeiten sind vorbei.
Gut so.

Wie wird heute entschieden?
Wie kommt es zur gefühlten Augenhöhe in all den heute gemeinsam zu entscheidenden Bereichen, wo man sich nun mal nicht einig ist?

18.11.2017 09:23 • #9


Amyontour

Amyontour


1300
1
1475
Also die Farbe meines Rocks möchte ich ganz selbst entscheiden.
Wenn es eine gemeinsame Familienkutsche werden soll, sollten wir auch gemeinsam entscheiden.
Ich vielleicht die Farbe, er die PS Zahl

18.11.2017 09:32 • x 2 #10


Sohnemann

Sohnemann


5796
1
7590
Zitat von Amyontour:
Also die Farbe meines Rocks möchte ich ganz selbst entscheiden.
Wenn es eine gemeinsame Familienkutsche werden soll, sollten wir auch gemeinsam entscheiden.
Ich vielleicht die Farbe, er die PS Zahl


Super!
Meine Hypothese ist (das ist ne Frage) wenn es in solchen Bereichen aber Konflikte und EndlosDiskussionen gibt, dann deshalb, weil einer oder beide nicht mehr glücklich sind.

18.11.2017 09:44 • #11


Sohnemann

Sohnemann


5796
1
7590
Zitat von Luto:
das ist mir neu. Wo hört man sowas?
nein, das macht keine gesunde Frau dauerhaft.


Du bist ja lustig,
Ich meinte natürlich nicht zu 100 %.


Sie will nach Spanien und er nach Österreich.
Die Ausgangssituation ist, dass die beiden mit allem Recht der Welt getrennt Fahren können.

Wo ich höre das solche Entscheidung nicht auf Augenhöhe getroffen werden?
Hier, oft bei den Jungs, die zu viel nachgegeben haben und verlassen wurden zB.

18.11.2017 10:06 • #12


Amyontour

Amyontour


1300
1
1475
Ich finde da wäre Bodensee oder gardasee ne gute Lösung für beide
Es sei denn er hat ne sonnenalergie

18.11.2017 10:21 • x 1 #13


Sohnemann

Sohnemann


5796
1
7590
Zitat von _Tara_:
Der Begriff "auf Augenhöhe" hat eine Paar-Beziehung betreffend für mich nichts mit Macht, sondern mit den gleichen Wertvorstellungen der Partner (Loyalität, Respekt, Partnerschaftlichkeit, Vertrauen, Toleranz, Sicherheit) zu tun.

Wenn man diese Werte teilt und gemeinsam danach lebt, führt man eine Beziehung "auf Augenhöhe".
Und in einer Beziehung auf Augenhöhe stellt sich eine Macht-Frage gar nicht.

Ist meine Einschätzung zum Thema.


Meine Einschätzung zu dem Thema ist, dass du im Idealfall natürlich recht hast.
Das aber in der Praxis das Thema Macht sehr wohl oft eine Rolle spielt.

Und ich denke, dass sobald dieses Thema ins Spiel kommt, die Partnerschaft auf bereits sehr wackeligen Füßen steht.

Ein wesentlicher Indikator für diese Thematik sind Diskussion über Kinkerlitzchen

18.11.2017 10:38 • x 3 #14


E-Claire

E-Claire


2129
4967
Zitat von Sohnemann:
Es gibt aber nun mal viele Fälle wo der Mann dominanter ist und einen höheren Anteil der Entscheidungen für sich verbucht, wie umgekehrt.
Ich denke mal das ist die Realität.


Sagt der Mann, der ansonsten so beständig darauf pocht, daß wir in Threads immer spekulieren und wenig wissen.

Zitat von Sohnemann:
Nun, überall hört man die Männer jammern, dass sie in der Partnerschaft wenig oder nichts zu melden haben.
Ist das so?

Also hier mal my two cents:
Dieses ganze Herumgeschwurbel von Macht, Augenhöhe, ewiger Liebe, Anziehungskraft, Beziehungsarbeit, Kampf, Freiwilligkeit und was nicht noch, ist ja alles ganz nett, aber zumeist geht es nur um zwei Dinge:

ad1) der Traum von der ewigen Liebe, die ein Leben lang hält... und immer schön ist, jedenfalls meistens.
ad2) ein ständiges Herumgeschiebe von Verantwortlichkeiten, was unter dem Deckmäntelchen, des aber ich liebe ihn/sie doch daherkommt.

Fangen wir mal bei ad2) an unter Bezugnahme des zweitens Quotes. So, so, da jammern also angeblich Männer, so die These, darüber sie hätten in Partnerschaften nichts zu melden. Greifen wir also ganz tief in die Klischeekiste und ziehen gleichzeitig noch die Mädels heran, die jammern, dass die Männer keine Beziehungsarbeit leisten. Und wer hat jetzt gewonnen?

Wenn man sich das dann mal genauer anschaut, dann sind wir ganz schnell bei der Frage, wieso man/frau an einer Erwartungshaltung festhält, die offensichtlich nicht erfüllt wird?

Strammen Schrittes, kommen in diesem Moment die drei großen apokalyptischen Reiter um die Ecke und grinsen Dich an. Darf ch bekannt machen: fehlende Selbstreflexion, Angst und Borniertheit.
Borniertheit ist mein Liebling: Diese Vorstellung auf beiden Seiten, wie Liebe auszusehen hat, ist manchmal schon echt komisch.

Da sind die Mädels, die einfach nicht checken, daß ein Typ, der nach ner 60h Wochen, am Samstagvormittag auf die Leiter steigt, um die Regenrinne sauber zu machen, mit jeder Faser seines Körpers BeziehungsARBEIT betreibt. Dass der dann hinterher, vielleicht nicht auch noch bei Kerzenschein stundenlange Tiraden über Tante Ernas neue Sofagarnitur hören möchte, tja ne, der interessiert sich halt einfach nicht dafür, was uns Mädels so bewegt.
Und die werten Herren sind auch nicht besser, sorry Jungs, aber diese ganze Schweigenummer, nö ich sag jetzt mal nix, weil das Problem schon von allein weggeht und reden es eh auch nicht besser macht und eigentlich und naja, sie müßte doch eh wissen und wann hat sie eigentlich das letzte Mal ein schönes Kleid angehabt.
Dann ein halbherziger Versuch drüber zu reden und hinterher inner Kneipe mit den anderen Burschis groß jammern, mann hätte eh nix zu sagen. Beziehungen und Ehen sind keine Projekte, bei denen man irgendwann mal genug getan hat und sich dann am schönen Resultat erfreuen kann und kleiner Hinweis am Rande, die meisten Mädels, die ich kenne, werden ihr Lebtag das Konzept Schweigen, nicht verstehen. Egal für wie schön ihr das haltet.

Damit aber nicht genug, mit diesen zwei völlig verschiedenen, etwas arg selbstgerechten Vorstellungen, wie so eine Liebe auszusehen hat, wird also in die Beziehung gegangen. So und weil aber an der eigenen Erwartungshaltung nichts falsch sein kann, wird aufgrund dieser dann lustig aneinander vorbeigeredet und getan, weil man/frau nun wirklich alles tut, um sich nicht mal mit sich selbst auseinanderzusetzen. Wir könnten ja auf wirklich unangenehme Gefühle treffen.
Damit sind wir bei Angst und fehlender Selbstreflexion.

Wenn wir uns hinstellen und ich sage, nun ja ein Mensch mit Mitte 20, ist schon ein anderer als einer der gerade 50 wird. Die haben unterschiedliche Vorstellungen vom Leben, andere Prioritäten etc. So und jetzt sagt ein jeder, ja eh.

Komisch, aber so bald da so ne Beziehung ist, wird nicht nur verlangt, daß sich beide gleich schnell, in die gleiche Richtung und gleichermaßen entwickeln, nö wir gehen auch noch hin und nehmen den Partner als Projektionsfläche und Maßstab. Du hast Dich nicht/total in eine andere Richtung entwickelt. Deinetwegen kaufe ich/kaufe ich nicht nen Sportwagen oder die neue Küche. Wenn Du nicht...
Blah, blah, blah.
Ist doch schön, wenn immer der andere Schuld ist.

Und dann sitzte inner Kneipe und jammerst, daß Du nix zu melden hast. Darf gibt es nur eine einzige Gegenfrage: Aha ok, warum lässt Du Dir das denn gefallen?
Schwurbel, Schwurbel, weil ich sie ja eigentlich liebe.

Die wunderbare Liebe, das vermutlich hübscheste Totschlagargument auf Gottes Erdboden.

Weil man den anderen so sehr liebt, darf man ja gar nicht hingehen und sich mal ein paar Gedanken dazu machen, was man denn selbst so will.
Nee is klar, das ist Liebe. Die hat auch so gar nichts mit Angst zu tun. Man stelle sich nur mal vor, daß man sich schmerzhaft damit auseinandersetzen muß, was man eigentlich selbst möchte und hinterher kommt man auf ein paar richtig unbequeme Wahrheiten, die einem dann auch noch lächelnd ins Gesicht sagen, daß man halt entweder mal Konsequenzen ziehen muß oder wenn nicht, dann eben damit leben sollte. Eigenverantwortung und so.
Nein, nein, nein, unser schönes Selbstbild lassen wir uns doch nicht von so einem dämlichen Konzept kaputt machen.

Dann lieber weiter inner Kneipe, Jammern gibt guten Anlass sich noch die fünfte Hopfenkaltschale/wahlweise Prosecco zu bestellen und man muß auch keine Konsequenzen ziehen.

Weil der Thread ja die Augenhöhe thematisiert, Augenhöhe ist, wenn sich beide Mühe geben, einigermaßen mit sich selbst klar zu kommen und in Folge, dann jeweils noch liebevoll mit dem anderen.
Augenhöhe is, sich darüber zu verständigen, daß eine Beziehung ein Leben lang halten kann, aber nicht um jeden Preis muß.
Und Augenhöhe is auch, mal den Hintern inner Hose zu haben und zu sagen, daß will ich und das will ich nicht und nicht ständig hinzugehen und zu sagen, ich will, daß Du willst, was ich will und das bitteschön auch ohne mit Dir darüber zu reden. Bitte nimm mir die Verantwortung dafür ab, herauszufinden, was ich möchte, denn das einzige, was ich wirklich will, ist mich hinterher hinzustellen und zu sagen, daß mir das aber nun gar nicht gefällt.

Aber, was weiß ich schon. Ich kenn auch nicht wirklich Männer, die sich darüber beschweren, daß sie inner Partnerschaft nix zu sagen haben. Allerdings kenn ich auch nicht so viele Partnerschaften, wo der Mann mehr Entscheidungen für sich verbuchen kann und deshalb es zudem angebracht wäre, den als den dominanten einzustufen.

18.11.2017 13:40 • x 7 #15




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag