@LarsWilhelm
ab und an pathetisch zu sein - ab und an zu polarisieren - ab und an ins Fettnäpfchen zu treten.
DAS ist Leben pur.
Eigene Erfahrungen gemacht zu haben - das kann vom "hören-sagen-Übermitteltes" nicht annähernd ersetzen....und noch so viel "Empathie" wird das nicht schaffen.
1. Beispiel - ein Auto in einen Totalschaden "verwandelt" zu haben, unverletzt ausgestiegen zu sein... da weiß ich, wovon ich rede.
2. Beispiel - eine heftige med. Diagnose bekommen zu haben, vor entsprechenden Therapien gestanden zu haben, diese bekommen zu haben....da weiß ich, wovon ich rede.
3. Beispiel - als ehem. AM weiß ich, wie sich eine Affäre "anfühlt" (im Nachhinein). Ich weiß aber nicht,
was in der Betrügerin vorging, bzw., was in Betrogenen vorgeht.
Nur vom hören-sagen etwas zu erfahren...du weißt sicher, was ich meine.
Dennoch - es macht keinen Sinn, immer wieder die Mühlen der Moral zu bemühen, wenn das Kind bereits "im Brunnen liegt". Darauf möchte ich hinaus. NACHHER sind alle schlauer...aber darum geht es nicht. Es geht darum, aus dem NACHHER etwas Neues zu gestalten versuchen. Denn ... das Geschehene - Fremdgehen, Betrug, Lüge, Vertrauensmissbrauch, usw. - ist nun mal nicht mehr rückgängig zu machen.
Zitat: (...)genauso ist für uns der Wunsch nach beziehungstechnische Exklusivität so tief verankert, dass offene Beziehungen nur sehr sehr selten und und nochmals seltener erfolgreich und noch viel seltener dauerhaft gelebt werden. Von daher schlagen die Wogen sehr hoch und ein Riesenemotionschaos geht beim Offenbaren los. Und unzweifelhaft fühlen sich Betrogene in den Grundfesten erschüttert.
da bin ich absolut bei dir...es nutzt aber nichts, über die verschiedenen Formen von Beziehungen zu lamentieren, die NICHT funktionieren. Wie hoch die %-Zahlen sind - diese Zahlen stören kaum jemanden, weil sich im Vorfeld eher NICHT an Zahlen orientiert wird, sondern an dem, was ein Mensch an Positivem davon "abbringen" kann/will. Das Negative - das wird doch geflissentlich "übersehen", wie Gefahren im Leben oftmals NICHT in die Überlegungen einfließen. Und die Gefahren, um die es HIER geht, können (leider

?) nicht versichert werden. Und selbst Eheverträge schützen/feien nicht davor! Oder doch?
Ja... gewöhnlich geht ein Mensch strukturiert vor - aber was ist im Bereich von Gefühlen/Emotionen "strukturiert" möglich!? Ein Mensch IST halt "nur" ein Mensch...mehr nicht. Und was ein Gegenüber
mit einem "anstellen" kann - im Negativen wie Positiven - darüber wird hier "Thread rauf und runter" diskutiert und lamentiert, wird zugestimmt, wird gestritten - TROTZ oder WEGEN aller moralischen "Instanzen".
Und da kann auch die Psychologie nicht alles erklären und "abdecken" - denn wäre DAS möglich...
wollen wir wirklich "das Paradies auf Erden"? Auch das Philosophische kann da nicht immer mithalten - der Mensch IST nun mal eine sehr komplexe "Institution".
Und noch eines - dass es mich überhaupt noch gibt, ist weder med. noch wissenschaftlich erklärbar.
Das gesagt bekommen zu haben, "garniert" mit den Worten, ich sei ein "inzwischen Langzeit-Überlebender", der "mehr Glück als Verstand" gehabt habe... das KANN keiner nachvollziehen, der
nicht Ähnliches/Gleiches erlebt/durchlebt hat.
Zitat:
Zitat:Diese Exklusivität spreche ich den Affären einfach ab- diese Gefühle kann man auch ohne eigene Erfahrung nachfühlen oder aus eigenen Erfahrungen extrapolieren.
das soll deine persönliche Meinung sein und bleiben - aber selbst gemachte Erfahrungen sprechen
eine andere Sprache...das Forum gibt das wieder...sorry!
Zitat @paulaner
Zitat:Wer nicht selbst betrogen wurde, kann nicht nachvollziehen, wie das ist.
Das erklärt vielleicht dieses ungelöste Rätsel der Psychologie.
Es selbst zu tun, ist eben sehr viel leichter, als es zu "erleiden".
dazu füge ich an.... ich habe mir noch NIE einen Knochen gebrochen... noch NIE.
Diese "Erfahrung" will ich auch nicht machen.
Und ja... @paulaner ...selbst zu betrügen, ist etwas anderes, als betrogen worden zu sein.
Die "aktive" Rolle gespielt zu haben, ist etwas anderes, als "nur" reagieren zu können - als Betrogene/r.