Zitat von Warsdas: So, und nun müssen die Regeln definiert werden. Ich sehe irgendwie nicht ein, dass er nach wie vor in unserem Haus kommt und geht, wie er will, und sich zusätzlich alle Freiräume offen hält mit seiner Wohnung. Das Haus gehört ihm zu 1/3, mir zu 2/3. Unsere Jungs sind 13 und 17.
Zunächst einmal, Respekt, du scheinst eine gesunde Einschätzung deiner Bedürfnisse zu haben, selbst in deinem Schmerz und deiner Trauer
🤗 Dein Mann hat einerseits das Recht, sich abzugrenzen, um gesund zu werden. Genau wie du das Recht hast, dich abzugrenzen. Das würde ich dir auch glasklar empfehlen. Seine Wohnung, sein Tanzbereich. Euer Haus, -jetzt aktuell- dein Tanzbereich. Eure Pubertiere sind alt genug, sich selbst mit Papa über Treffen zu verständigen, dazu muss er auch nicht in deinen Tanzbereich eindringen. Die Depressionen seines Mannes in allen Ehren, sollten sie nicht dazu führen, dass du noch weiter in die gebende, abwartende Rolle gedrängt wirst.
Wie bist du sozial versorgt, Familie, Freunde, die dich auffangen, Hobbys, die ablenken? Wenn es dir möglich ist, beginne eine sechswöchige Kontaktsperre, um zu sehen, wo ihr beide gefühlsmäßig steht. Schlüssel des Hauses abgeben, empfinde ich aktuell als zu hart, er sollte allerdings deine Privatsphäre respektieren und nicht einfach vor der Tür stehen. Wenn ihm langweilig ist, weil er kein soziales Umfeld hat, soll er sich Gedanken um seine Zukunft, Wünsche und Bedürfnisse machen oder eure Jungs bespaßen. Du solltest nicht als Pausenclown zur Verfügung stehen.