Zitat von J_Eulenspiegel: Noch etwas, liebe Frauen, die bisher noch nicht das gefunden haben was sie gesucht haben oder immer nur ins Klo gegriffen haben und meinen das wäre normal - NEIN das ist nicht normal, dass ihr schlecht behandelt werdet.
Es gibt auch nette und liebe Männer die euch auf Händen tragen werden. Ja es ist anders als ihr es bisher erlebt habt, wenn ihr so etwas haben wollt, dann hört bitte nicht auf zu suchen.
Also.
Dann packen wir mal alle Badboy Klischees aus: Glaubt an das recht des stärkeren, versucht, sich dem "Alphamale" Ideal anzunähern, glaubt an die Überlegenheit und den Führungsanspruch der Männchen in der menschlichen Spezies ist aber gleichzeitig nicht bereit, sich in die bürgerliche Gesellschaft so einzufügen, dass er eine Karriere machen und bürgerlichen Status erlangen kann, sondern besteht im Gegenteil darauf, dass die bürgerlichen Regeln für ihn nicht gelten, weil er ja der Alphamale ist, und sucht eher die Reibung zu bürgerlichen Werten und Rollenvorstellungen.
Ich denke, daran erkennt man schon, wo die Problematik liegt. Dass so etwas erst mal eine rohe Anziehungskraft ausübt, ist klar. Deshalb würde ich jedweder Frau vorschlagen, den Kopf einzuschalten, und sich wirklich zu überlegen, ob das das zum eigenen Lebensentwurf passt.
Weniger "gesunde" oder "reflektierte" Frauen hoffen dann evtl. dass sie diejenige sind, die diese Männer quasi umdrehen, weil in der Tiefe, "raue Schale, weicher Kern" sehnt sich doch jeder Kerl nach Liebe, steckt in jedem Badboy nur der Junge, der sich nach Liebe sehnt, richtig?
Ok, dann packen wir mal die "lieb und nett" Klischees aus. Jemand, der wenig eigene Persönlichkeit und Leben hat. Jemand, der sein ganzes Leben hinter den Wunsch einer dauerhaften Partnerschaft anstellt. Jemand, der, wenn es nicht klappt, am Boden zerstört ist, weil wieder der Lebenstraum geplatzt ist, weil wieder der einzige Lebensinhalt weg ist. Jemand, der mich schon in der Kennenlernphase "mit Liebe überschüttet" was mir eben auch den Eindruck gibt, dass es letztlich egal ist, wer neben ihm sitzt, Hauptsache wir sind unterwegs Richtung Beziehung. Mit dem beim Schreiben kein Gespräch ins Fließen kommt, statt dessen ich immer wieder zu hören kriege, wie hübsch und sympathisch ich bin (woher will er das dennn bitte wissen?), und wann wir uns endlich treffen können. (nix gegen frühe Treffen, nicht falsch verstehen). Schon die Dating profile sind oft so dermaßen nichstssagend, außer "suche was ernstes, bin lieb, stell dich in den Mittelpunkt, sei die Frau, die mich nicht enttäuscht".
Wieder wird eine unerfahrene oder weniger "gesunde" Frau vielleicht dem Retterkomplex verfallen, "Ja, ich werde die Frau sein, die diesen unsicheren Mann aufbaut, die ihm zeigt, dass es auch "liebe" Frauen gibt!"
Vergiss es. Dieses "lieb" wird einen erdrücken, und ein Nährboden für Misstrauen und Isolation sein.
Mindestens so unangenehm wie der Badboy.
Lieber Eulenspiegel, ich hoffe einfach mal, dass du nicht diesem extremen Klischee von "lieb und nett" entsprichst, aber vielleicht verstehst du jetzt, warum "mit liebe überschütten" in der Kennenlernphase mindestens erdrückend, wenn nicht eine red flag ist.
Also, anstatt dir zu überlegen, ob Frauen wohl eher den "Badboy" oder den "lieben Kerl" wollen, solltest du dir vielleicht eher überlegen, wie du die Frauen anziehst, die du haben willst. Willst du denn wirklich der Heiler für die "schlecht behandelten Frauen" sein? Suchst du denn wirklich eine Heilerin für deine enttäuschenden Datingerfahrungen?
Oder möchtest du eine Frau, die dir als "gesunde" Person auf Augenhöhe gegenübertritt?
Welche Signale möchtest du von dieser Frau sehen, welche Signale möchte diese Frau wohl von dir bekommen? Wie kannst du der Mann sein, der ein reiches Leben hat, das er gerne mit jemandem PASSENDEN teilen möchte? Damit wirst du Frauen anziehen, nicht mit der albernen Badboy vs. lieber Kerl Debatte.