Zitat von Nur-ein-Mensch: Ich betrachte meine Partnerin jederzeit als freien Menschen der tun und lassen kann was er will.
Wenn ich damit nicht leben kann das sie andere anschaut,dann ist es meine Aufgabe die Situation so zu gestalten das es für mich passt und nicht ihr zu verbieten andere anzuschauen.
Guten Morgen!
@Nur-ein-Mensch
Ich finde, dein Gedanke zur Eigenverantwortung bei Eifersucht ist stark, gerade wenn es um flüchtige Blicke oder neutrale Situationen geht. Aber manchmal ist es nicht der Blick, der weh tut, sondern das, was unausgesprochen darunterliegt.
Wenn eine Partnerin spürt: „Da war was, was mich getroffen hat“, dann lohnt es sich, genau hinzuschauen, nicht nur auf ihr Gefühl, sondern auch auf die Beziehung: Gibt es Nähe? Sehen wir uns noch wirklich? Fühle ich mich gesehen, gewollt, sicher in der Verbindung?
Gerade nach Geburt, im Elternstress, mit verändertem Körperbild und weniger Paarzeit können solche scheinbaren Kleinigkeiten Wunden berühren. Es ist dann nicht Besitzdenken, sondern oft ein Hilferuf: „
Ich habe Angst, dich zu verlieren und ich sehne mich danach, dass du mir zeigst, dass ich dir wichtig bin.“
Eifersucht ist selten einfach nur „ihr Problem“ manchmal ist sie ein Hinweis darauf, dass in der Beziehung etwas fehlt: Nähe, Aufmerksamkeit, ehrliches Miteinander. Ein Wunsch danach, wieder gesehen und wirklich verbunden zu sein.
Vllt passt das zu dem was @missgeschick fühlt?
Ich glaube, es lohnt sich, bei Eifersucht genauer hinzusehen:
Ego-basierte Eifersucht fordert Kontrolle. Bindungsbasierte Eifersucht bittet um Verbindung.
Nicht jede Eifersucht ist krankhaft manchmal zeigt sie, dass Nähe fehlt oder dass jemand sich innerlich nicht mehr sicher fühlt. Das anzusprechen braucht Mut, ist aber mMn heilsamer als Schweigen oder Schuldzuweisungen.