Zitat:Deine Frau ist nicht mehr bei dir im Haus. Wie geht es dir damit konkret?
Wie es mir damit geht. Furchtbar. Ich vermisse sie nun doch und heule of. Weil ich denke ich habe unsere gemeinsames Leben und Zukunftspläne leichtfertig aufgegeben. Und nun reut es mich bitterlich. Andererseits gibt es Objektive Gründe, die mir von Freunden und Verwandten eingeredet wurden. Alle sind für die Trennung. Mein Verstand auch. Aber mein Herz nicht. Ich kann ihre ganzen Wandbilder, Blumenväschen, Gardinchen und Nippes uswgar nicht sehen. Das erinnert mich alles so sehr an sie. Unter der Woche bin ich aber nicht mehr im Haus da ich nun zur Arbeit pendele.
Zitat: Bis du in der Hauptsache traurig und wünscht sie dir und ihre Person zurück?
Ja ich bin traurig und habe auch manchmal Panikgefühle weil ich denke ich finde nie wieder so eine liebe Frau. Ja sie konnte sehr lieb und verständnisvoll sein und sehr gut zuhören. Hat sich auch alles gemerkt, was ich ihr je erzählt habe.
Panik auch wegen der zerstörten Zukunft.
Ich habe aber von ihr immer gemischte Signale bekommen. Einmal stellte sie alles so dar, als ob wir fest füreinander bestimmt sind und immer fest zusammenbleiben egal was kommt. Andermal drohte sie latent mit Scheidung, wenn ihr was nicht passte oder wir Streit hatten. Heute neige ich zu denken, dass ich diese Drohungen überbewertet habe. Das sie mich nur aus Rache wegen Streit verletzen wollte mit dem Gerede.
Andererseits hat sie zwar selten aber doch immermal alte Schulfreunde zu uns ins Haus eingeladen und hat latent geflirtet mit denen. Einen hätte ich beinahe rausgeschmissen, habe mich aber bis zur Abreise beherrscht, ihr zu liebe. Der war von Beruf Psychologe. Der hat die ganze Chose genossen. Wollte sehen wie weit er gehen kann. Was mich störte: Meine Frau hat dem Typen aber keinen Einhalt geboten, obwohl sie ihn angeblich kaum kannte.
Zitat: Was genau wünscht du dir und was ist davon realisierbar?
Mein Wunschtraum wäre, dass es wieder so wird, wie es die ersten paar Jahre war. Es gab auch immer maue Phasen und ganz tolle Phasen in der Beziehung. Auf und Ab. Ich wünsche mir die Aufs zurück. Da war der S. gut. Sie hat sich manchmal zu mir ins Bett gelegt zum Kuscheln Sa früh z.B. oder Abends vorm Einschlafen. Oft haben wir da nur rumge6elt oder unschuldig gekuschelt. Für S. hatte wir immer so eine Art Date. Von beiden hätte ich aber gerne mehr. Denn es wurde immer weniger. Sie wies mich zum Ende sehr oft ab (mehrmals am gleichen Tag). Dann kam sie aber wieder an, wenn es wirklich nicht ging.
Daneben bin ich mit der Arbeitssituation unzufrieden. Sie hat aber nichts gelernt. Sie findet keinen Job einfach mal so.
Deshalb habe ich mich mit dem Hausfrauending abgefunden. Aber da war sie oft sehr nachlässig. Vor allem was meine Sachen und mein Zimmer anging. Oder die Flure wurden Wochenlang nicht gekehrt. Manchmal habe ich dann am Sa einfach mein Zimmer und die Flure davor gesaugt, gewischt usw. Dann lkam sie manchmal an und meinte ich mach das schon. Ich wollte aber das sie das in der Woche macht, damit wir lieber einen Ausflug oder S. machen können.
Ich fühlte mich aber dabei als Depp. Zu wenig unterstützung. Hilfe nur auf Anfrage und dann zögerlich. Denn eigentlich dachte ich für mich immer, wenn sie nur zu Hause ist, dann müßte die Bude eigentlich blitzen. Sie hat stattdessen aber oft am Internet, Youtube rumgehangen und Bilder gemalt. Und ich konnte es ja auch verstehen, dass sie nicht nur putzen will.
Zitat: wie sollte denn die Idealsituation für dich aussehen?
1.) Mehr aktive und Hilfe von ihr. Auch was das einkaufen usw. betrifft. Sie wollte zB immer einen Trockner, sie hätte ja wenigstens mal losgehen und recherchieren können. Und das Ding dann ins Haus bestellen. Bezahlt hätte ich das ja.
Dh. sie soll die Haushaltsarbeiten alleine planen, dass ich das nicht auch noch alles vorkauen muss.
2.) Mehr S. und Beisammenliegen auch ohne S. und ohne TV, nicht auf dem Sofa sondern im Bett. Wenn ich eingeschlaften bin, kann sie ja dann von mir aus wieder vors TV oder Internet gehen.
Zitat: Bist du hauptsächlich ratlos, weil du nicht begreifst, warum sie andere beschuldigt und jetzt bei ihrer Schwester lebt?
Sie lebt bei Ihrer Schwester, weil sie so mehr Unterhalt kassiert und weil sie nicht einsam sein will in dem Haus. Ich hatte ihr angeboten bis zur Scheidung im Haus zuleben und ich bezahle die Lebensmittel (+ alle Nebenkosten sowie Telefon, Intenet). Bei ihrer Schwester hat sie das alles auch und muss keinen Geldwerten Vorteil anrechnen. Also blute ich mehr. Das finanzielle ist zwar Käse. Aber verstehen kann ich sie auch, denn sie ist ja ohne Job und ohne Mittel und will nun das Max. rausholen, weil sie Angst vor Armut hat. Das ist ja klar.
Ja auch diese komischen Lügen die ich nie komplett beweisen konnte, untergraben mein Vertrauen. Ich denke aber Vertrauen ist doch sehr wichtig. Wichtiger als alles andere eigentlich, jedenfalls wenn es eine Partnerschaft für das Leben sein soll. Ja diese komischen Lügen, Ausperren, alles mögliche abgesprochen zu Vergessen (z.B. Einkaufen gehen, Abschließen, Saubermachen obwohl beim Frühstück alles genau besprochen) und dann zu verdrehen (Hast du nicht gesagt, Du hast was anderes gesagt, Das hast du falsch verstanden, Ich hatte keine Lust heute) machen ratlos.
Da bin ich auch mal ausgerastet und habe einen Hocker zerkloppt. Aber in meinem Zimmer. Sie kam dann an, und meinte ihr mache das Angst. Ich schämte mich dann auch gleich. Ich habe sie aber nie angefasst und habe das auch nie gedacht oder mir vorgestellt. Ich habe sie auch nie beleidigt. Ich wollte immer sachlich reden. Aber steckte dann schon mal die Zunge raus oder sagte F. Dich zu mir. Entschuldigen sollte aber immer ich mich. Ja Ich fand das einseitig.
Zitat: Oder ist es Wut, weil du dich ausgenutzt fühlst?
Ja ich hatte auch diese Wut, weil ich immer alles zahlte, aber dachte ich bekomme zuwenig zurück. Jetzt denke ich aber, in den guten Zeiten, da war mir das völlig schnuppe. Da war ich ja zufrieden mit ihr und allem. Da habe ich mir immer gesagt (auch zu meinem Umfeld) das Geld ist doch egal, hauptsache wir sind glücklich.
In den schlechten Zeiten fühlte ich mich aber ausgenutzt, vor allem wenn diese Sprüche von Scheidung und Vergiften kamen, und dass sie es aber nicht machen würde, weil ich sie ja gut versorge und lebend bin ich mehr wert. Sie hat auch im Scherz gesagt, dass sie sich bestimmt mal einen Freund sucht. Diese Sprüche lassen mich eben zweifeln an ihren Gefühlen zu mir. Dann denke ich wieder, das war alles blos ihre Art, ihrem Ärger Luft zu machen. Der Gedanke kam mir aber reichlich spät, eben erst vor ein paar Tagen.
Auch jetzt bin ich hin und her gerissen. Sie sagt ja jetzt dass sie mich sehr vermisst. Aber wenn wir wieder zusammenkommen wollen, dann müßten wir uns beide verändern.