desiderium
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Nach einer kurzen (2 Monate) Affäre mit einer ebenfalls verheirateten Frau entwickelten sich zunehmend beiderseits Gefühle. Sie hat einen erwachsenen Sohn, ich noch kleine Kinder. Meine Ehe war zu diesem Zeitpunkt auf einem Tiefpunkt, bei ihr hatte ich keine näheren Informationen, dachte sie sucht nur Abwechslung.
Bei mir waren die Eheprobleme natürlich auch durch mich selbst mit verschuldet, wir haben uns über die Jahre aus den Augen verloren, das übliche Bruder/Schwester-Thema, eine ziemliche Baustelle. Selbstverständlich keinerlei Rechtfertigung, sich nach außen umzusehen, das war schlicht falsch und unfair. Keine Frage.
Je mehr die Gefühle in der Affäre wuchsen, umso mehr wurde mir bewusst, dass ich das beenden musste. Da war allerdings bereits der Punkt erreicht, wo ich dies nicht mehr einfach so konnte. Die gesamten Gedanken drehten sich bereits um AF, Tag und Nacht. Dann habe ich es NF berichtet, es folgte natürlich eine harte Zeit, ich will hier gar nicht ins Detail gehen, ihr kennt das alle. Kontaktabbruch zu AF. Affäre war nicht körperlich was es natürlich aber nicht besser machte,
Nun besteht bei uns beiden grundsätzlich die Bereitschaft, an der Ehe zu arbeiten und wir reden fair und offen über die Defizite und Probleme der Vergangenheit. So weit eigentlich ganz gut und eine echte Chance. Emotional hänge ich aber an AF! Das lässt sich auch nur bedingt rational steuern leider.
Ich weiß, dass das keine echte Beziehung zu AF ist, und auch bei einer Trennung der Ehe würde es keine Beziehung mit AF von meiner Seite geben. Aus mehreren Gründen:
1. dieses Warmwechseln, wie ihr es hier nennt, kommt für mich nicht in Betracht (AF wäre bereit).
2. mir ist bewusst, dass es Dopamin und ein Hormoncocktail sind, die mich das fühlen lassen.
3. man erhöht die AF nur, nothing beats fantasy. es gab keinen Alltag, verliebt ist nicht Liebe.
Obwohl ich das alles weiß, kann ich meine Gefühle nicht einfach abschalten und ein Versuch der Eherettung ist so gegenüber NF unfair und unehrlich.
Ich bin daher am überlegen, mich zu trennen und für mich alleine zu bleiben. Das wäre wohl die beste Variante angesichts meiner Gefühle. Gleichzeitig wähle ich damit auch die Variante, nämlich das Alleinsein (abgesehen von den Kindern), vor der ich mich aktuell etwas fürchte. Ich fühlte mich in den letzten Jahren ja schon einsam, jetzt würde es sich wohl noch mehr danach anfühlen.
Es ist sicher etwas wirr, ich freue mich aber sehr über Anregungen von euch, gerne natürlich auch kritisch.
Danke!