Zitat von Elfie1:Das kann ich bestätigen. Viel belastender als die Affäre selbst, war die Dauer, die ich für die Überwindung und das Entlieben brauchte. Auch wenn ich relativ schnell verstand, dass sich mein Wunsch nach einer Beziehung mit diesem Mann nie erfüllen würde, war es sehr hart einzusehen, dass ich benutzt worden war. ...
Du hast deinen Frieden damit gemacht. Das ist gut so.
Dennoch möchte ich bemerken, dass jede Frau schön ist, jede auf ihre Weise. Der AF fand dich schön und begehrenswert, sonst hätte er nicht das Intimste mit dir geteilt und vor allem nicht über einen längeren Zeitraum. Vom eigenen Ehemann so dargestellt zu werden, er liebt dich OBWOHL du nicht schön bist, kann gar nicht so viel innere Qualität haben, als dass das mich nicht verletzen würde.
Die eigene Unzulänglichkeit, die man vielleicht selbst verinnerlicht hat, auch noch auf dem Serviertablett geboten zu bekommen, hat in welcher Art mit Liebe zu tun? Ja, Liebe basiert nicht ausschließlich auf Äußerlichkeiten. Jedoch ist die Chemie wichtig und dazu gehört nun mal die äußerliche Anziehungskraft. Was der eine schön findet, findet der ander häßlich. Vom eigenen Partner erwarte ich, dass er diese Chemie zwischen uns spürt und mich "schön" findet.
Frage dich doch bitte, warum der AF es in dein Leben geschafft hat, warum er diese intensiven Gefühle in dir ausgelöst hat. War es nicht doch ein Defizit in eurer Ehe? Die spröde Betonung auf die inneren Werte mag eine Ehe in ruhige Fahrwasser manövrieren, jedoch wenn man innerlich doch auch sich Leidenschaft wünscht, wenn man auch in seinem Äußeren angenommen werden möchte, dann hiflt diese spröde Sicht auf Dauer eben nicht.
Was ich sagen will, ist, dass es sich dein Mann zu einfach macht, den AF als Lügenbaron in deinen Kopf einzuimpfen und eure Beziehung als das wahre Fundament zu sehen, in dem er eben ehrlich deine äußerlichen "Defizite" benennt und glaubt, diese Ehrlichkeit ist der Grundpfeiler einer (Liebes)beziehung.
Offenbar hat dir dein Unterbewusstsein signalisert, nein ist es nicht.