Sind Deine Aussagen zu Online-Dating und Dauer von Partnerschaften irgendwie belegt oder entspringen sie (D)einer gefühlten Analyse?
Es steht jedem frei, OD zu nutzen und bei weitem nicht jede/r tut das. Das größte Problem scheint für mich dabei zu sein, dass via bestimmter Kriterien dort ein potentieller Partner gesucht wird, sich 2 x mit dem zum Kaffee (Kino, spazieren gehen, whatever) getroffen wird und dann (oft nur von einer Seite) davon ausgegangen wird, dass sich das zu einer Beziehung entwickelt/entwickeln muss.
Ob die Chemie stimmt, das zeigt sich doch erst im Laufe der Zeit. Auch beim Kennenlernen im realen Leben reicht nicht jede/r, der/die optisch gefällt und den gleichen Musikgeschmack hat, für eine Liebesbeziehung

Ich glaube, dass eine große Schwierigkeit beim OD die Erwartungshaltung dahinter ist. Etwas wird bestellt, was gut aussieht, und dann ist man sauer, weil die Qualität nicht immer stimmt. Wie bei Wish und Temu

Hier im Forum habe ich recht häufig davon gelesen, dass sich schwer verletzte Menschen, die noch unter heftigem Liebeskummer leiden, sehr schnell auf entsprechende Datingseiten stürzen. Um den eigenen Marktwert zu checken, um sich abzulenken, um möglichst umgehend einen Ersatz für den Ex-Partner zu finden.
Mal ganz abgesehen davon, dass das nicht besonders fair einem/r Next gegenüber ist - mit solchem noch verwundetem Gefühlsleben ist vermutlich die Gefahr größer, auf jemanden reinzufallen, der Heilung verspricht und nicht genauer hingeguckt wird. Denn natürlich tummeln sich auf diesen Seiten auch Menschen, die nur gucken und mitnehmen wollen, was sich ihnen bietet.
Mir geht das Gejammer über alles, was mit SocialMedia zu tun hat gehörig auf die Nerven. Das Problem sitzt - wie hier schon geschrieben wurde - an der Tastatur.
Online-Dating ist eine zusätzliche Möglichkeit, nicht mehr und nicht weniger. Mittlerweile gibt es ja auch Autos und nicht mehr nur Pferdekutschen. So wie früher, als „alles“ besser war.