Zitat von Cat-00:Tag 8 ohne Kontakt - Sonntag
Es ist schwer heute. Die Sonntage sind keine guten Tage. Ich schwanke zwischen Vernunft und Gefühl. Die Vernunft weiß das ich nichts tun kann, sollte. Das Herz kommt nicht hinterher, möchte kämpfen... wünscht sich die Zeit zurück.
Wünscht sich eine Chance...
es ist so schwer...
ich möchte wissen wie es ihm geht... wie er zurecht kommt...
Der Austausch fehlt so sehr.
Denk dir, dass er gut ohne dich zu Recht kommt. Denn er ist nicht auf dich angewiesen. Selbst wenn es Ihm anders gehen sollte, ist es nicht dein Problem. Stell dir vor, es geht Ihm gut. Dann fällt es dir vielleicht leichter, nur für eine gewisse Zeit, zu denken, warum es Ihm zum Teufel besser geht als dir. Das sollte Ansporn für dich sein, es Ihm Gleich oder es besser zu machen.
Zitat von Cat-00:Ich kann es immer noch nicht begreifen, auch nach 6 Wochen nicht, in diesem Auf und Ab, und letzlich dem 1. Trennungsgespräch vor 3 Wochen, das vor einer Woche nach dem letzten Gespräch und mit denn Ende der 3-wöchigen Pause nochmals bestätigt wurde...
Bei mir ist es 8 Wochen her als ich Sie zum Flughafen gefahren habe. Hätte ich Sie nach dem Wunsch nach einer Pause schon rausgeschmissen, wären es 12 Wochen ohne Kontakt. Ich wäre quasi einen Monat weiter vom Verarbeitungsstatus.
Es sind aber eben nur 8 Wochen und ich kann dir sagen ich habe noch nie so gelitten, wie die ersten 6 Wochen davon. Es war...höllisch. 12kg verloren, Wutausbrüche, Traurigkeit,Trauer, Verzweiflung, Leere und und und. Die letzten 2 Wochen kann ich sagen es geht bergauf. Meine Gedanken schweifen weiter um Sie, aber es wird weniger bzw. neutraler.
Zitat von Cat-00:Ich möchte am liebsten zu ihm fahren...
Mit ihm reden. Alles wieder dahin drehen als wir noch beide weitergehen wollten. Als wir uns beide noch gesagt haben: wir schaffen das!
Wie soll ich auf die Liebe vertrauen, wenn die Angst am Ende größer ist...
Warum kann er nicht einfach sagen: ich vermisse dich so sehr in meinem Leben... ich möchte das wir es zusammen schaffen... es gibt einen Weg!
Sei froh das Ihr an einem gewissen Punkt noch kämpfen wolltet. Diese Möglichkeit hat Sie mir bzw. uns nie gegeben. Wollte es vermutlich auch nicht. Deswegen ist es doch schön zu wissen, das er vielleicht noch den Wunsch hatte. Du bist Ihm also nicht egal. Beachte dabei aber meinen Kommentar zu deinem ersten Absatz. Er wird vielleicht auch so denken wie du - oder auch nicht. Für deine Situation und Angelegenheit ist es egal. Du bist für dich verantwortlich. Lerne dir diesbezüglich eine gewisse Gleichgültigkeit anzueignen. Dann kommen früher oder später positive und neutrale Gedanken automatisch.
Zitat von Cat-00:Ich fühle mich so unwirklich.
Wie lernt man sich selbst anzunehmen, sich selbst zu lieben, sich selbst wichtig zu nehmen... ich bin allein mit mir nicht glücklich. Ich definiere mich sehr stark über (m)einen Partner. Fühle mich mit mir alleine nicht wohl... nicht komplett.
Ich habe soviel zu geben. Wo soll das alles hin wenn da niemand ist, dem ich es geben kann?
Definierst du deinen Körper auch über Andere? Oder gehst du zum Sport und definierst ob du dünn oder dick, normal oder muskolös bist? Wie für deinen Körper bist auch du für dein Inneres zuständig.
Versuche mal für eine Woche jeden Abend vor dem Schlaf alles auszumachen. Meditiere - 10 Minuten stille. Gib dich dem hin was dir in den Kopf kommt, was aus ihm rausgeht.
Oder versuche ehrenamtlich irgendwo zu helfen. Wenn es dich glücklich macht, andere Menschen glücklich zu machen dann wäre das doch vielleicht eine Idee?!
Zitat von Cat-00:Ich kann diesen Zustand heute nur schwer aushalten. Ich weiß auch nicht mehr was ich tun soll/ kann, das es besser wird. Das fragen sich hier vermutlich viele.
Das nach vorn sehen fällt mir schwer...!
Die Arbeit fällt mir schwer. Ich kann mich nicht mehr konzentrieren weil nur die Gedanken an ihn da sind... Die Ablenkung hilft, um aus den Gedanken auszubrechen... aber nur bedingt. Nach kurzer Zeit sind sie wieder da...
Ich weiss einfach nicht wohin mit mir
Gib dir gute Momente. Halte dich an tollen Ereignissen fest. Sei froh über Kleinigkeiten. Dankbar für das, was du hast, wer du bist, was du kannst & und gesund bist. Vielen geht es schlechter als 99% der Ex-Partner hier. Ja, wir leiden. Hart gesagt: Denk mal an Kinder die auf Spenderorgane warten oder an Krebs erkrankt sind. Relativiert geht es uns doch umso besser, oder?
Zitat von Cat-00:Immer wieder kommt der Gedanke:
Ich möchte so gerne eine Lösung finden die es uns ermöglicht zusammen zu sein. Ohne Druck. Ohne Verantwortung. Ohne das ich jetzt bekannt sein muss. Das war ich vorher auch nicht. Warum hat er einfach aufgehört an uns zu glauben, dass wir es nicht schaffen können? Er wollte es so sehr. Warum sieht er jetzt nicht mehr die Chance es zu versuchen. Weiterzugehen...
Wann hören diese ganzen Sinnfragen auf, auf die ich nie Antworten bekommen werde?
Vielleicht in 2 Wochen? in 5 Wochen? Meine Ex sagte, die Zeit wird zeigen ob wir wieder zusammenfinden oder nicht. Ich halte dieses ganze Zeitgebrabbel für Schwachsinn. Zeit ist ein fester Faktor - unveränderbar. Entscheidungen & Gedanken treffen wir. In uns. Das macht nicht die Zeit, das machen wir mit Kopf, Herz und Bauch. Deswegen: Tue dir gutes, erlebe positives. Wandel deine Trauer, die auch Energiegeladen ist, in Herzlichkeit um. In die Freude an kleinen Dingen. Das machst du! Nicht die Zeit!
Zitat von Cat-00:Habt ihr einen Rat für mich? Irgendetwas das ich tun kann, das es besser wird? Irgendetwas das uns wieder zueinander führt? Irgendetwas das ich für mich tun kann um mit dieser wiederkehrenden Traurigkeit und Machtlosigkeit umgehen zu können?
Ihr werdet erstmal nicht wieder zueinander kommen. Finde dich damit ab. Vielleicht in 5 Jahren? oder in 10? Oder nie. Zeitnah jedenfalls nicht. Denn so wie du drauf bist, würde er dich garantiert nicht sehen oder hören wollen. Ist nicht böse gemeint, aber jemand der sich zu sehr seiner Trauer hingibt ist nichts besonders anziehen - außer man trauert zusammen, was hier aber nicht der Fall ist.
Zitat von Cat-00:Ich möchte diese ganze Traurigkeit nicht. Es ist zu viel... ich weiß nicht mehr weiter...
Weine, geh in den Wald spazieren und schreie. Mach Sport, ernähre dich gut, geh zum Kosmetiker und mach eine Gesichtsbehandlung, mach ein Fotoshooting, geh in die Therme. Geh ins Kino, triff dich mit Familie oder Freunden. Schau Serien, lese Bücher.
Wichtig ist, das du dich entwickelst, Schlüsse aus der Trauer zu ziehen.
Es ist ein Unterschied ob du dich der Trauer nur hingibst, oder versuchst daraus positives für dich zu ziehen.
Ich habe einen tollen Spruch gelesen:
"Manchmal fallen wir in ein so tiefes Loch, weil wir bestimmt sind darin etwas Gutes für uns zu finden."