Ihr Lieben,
ihr habt alle recht mit dem was ihr sagt.
Ich bin so müde von diesem Kampf, so traurig und verzweifelt.
Aber da ist dieser Impuls um ihn zu kämpfen. Ihm zu zeigen wie wichtig er mir ist. Wie sehr ich dieses WIR möchte und wie sehr ich an uns glaube. Ihn an all das zu erinnern, was er selbst bis vor kurzem noch sagte und wollte.
Ist das egoistisch? Ihn daran zu erinnern wie sehr er selbst an uns geglaubt hat?
Abgesehen davon das es nichts bringt ihn überzeugen zu wollen, da er von selbst auf mich zukommen wird wenn er das alles wieder spürt. Und vielleicht ist es egoistisch weil diese Gedanken in einem anderen Moment waren, als er jetzt ist.
Man kann einen Menschen nicht auf Gesagtes festnageln. Ich glaube leider, das ich dazu neige das zu tun...

Lieben bedeutet loslassen. Ja. Aber warum ist es egoistisch sich zu melden und nach einem Treffen zu fragen? Wir haben den Kontakt zueinander nicht eingestellt. Wir sind auseinander gegangen mit dem Versprechen das wir uns wieder sehen, sich jeder jederzeit melden kann und jeder darüber nachdenkt ob es eine andere Möglichkeit gibt zusammen zu sein ohne eine feste Beziehung zu führen und damit den Druck für ihn rausnehmen können.
(Wobei wir das vor Ort schon fast ausgeschlossen haben da es uns beiden nicht gerecht wird).
Ich weiß auch das ich ihm die Zeit geben muss mich zu vermissen, damit er überhaupt den Impuls verspürt sich von sich aus bei mir zu melden.
Er hat sich gefreut als ich unverhofft vor seiner Türe stand am Freitag und die Bedeutung die es für ihn automatisch mit sich brachte, hatte ihn nicht verschreckt oder bewirkt das er mich oder die Aktion doof findet...
Er sagte nie hat jemand in seinem Leben soviel Bereitschaft für eine Beziehung mitgebracht. Das ist etwas Gutes, neues für ihn. Also frage ich mich, ist es dann nicht vielleicht doch richtig zu kämpfen? Ihm zu zeigen wie wichtig er mir ist?
Das ich ihn und uns nicht aufgeben will? Ihm aber die Zeit gebe, die er braucht?
Ich möchte natürlich keine schei** -Drauf Einstellung haben. So bin ich auch nicht. Und erst recht möchte ich nicht auf seine Bedürfnisse und Wünsche schei**. Dafür bedeutet er mir zu viel und dafür respektiere ich ihn zu sehr.
Es gelingt mir jedoch nicht zu akzeptieren das es vorbei ist und jetzt, zu diesem Zeitpunkt, keinen Weg für uns gibt.
Was soll ich eurer Meinung nach tun? Die Nachricht ob wir uns heute sehen nun stehen lassen und schauen ob er antwortet (hat er bislang nicht - entweder er denkt darüber nach ob er das will oder er will nicht antworten), oder soll ich mich direkt dafür entschuldigen? Ihn vielleicht anrufen am späten Nachmittag, mich persönlich entschuldigen und kurz erklären wie es dazu kam. Ihm dann mitteilen das ich seinen Schritt akzeptiere und jederzeit für ihn da bin, wenn er mich braucht, oder eine andere Entscheidung trifft, es mir schwer fällt weil er mir viel bedeutet, ich ihn aber loslasse weil ich weiß das er das braucht um wieder glücklich werden zu können und vielleicht irgendwann den Weg zu uns zurück findet?
Ich bin ratlos. Traurig. Mag nicht aufstehen und den Tag beginnen.
Es fällt alles so schwer. Ich komme nicht aus den Gedanken raus. Jede Erinnerung an ihn ist schön und tut weh zugleich.
Ich wünsche mir so sehr das er sich von sich aus bei mir meldet. Ich möchte es nicht beeinflussen, begünstigen. Ich möchte das er es tut weil er es will.
Was kann ich tun, damit das geschieht? Damit er das wieder spürt was er die ganze Zeit auch gespürt hat und jetzt keinen Platz mehr findet.