Zitat von DarkSun:Kurzform (ich muß das auch erstmal für mich sacken lassen, sind danach dann direkt in eine Kriese reingerannt, . . . oder vielmehr ich . . .
Möchtest du davon erzählen? Oder in deinem Thread? Würde mich sehr interessieren...Krisen sind immer harte Arbeit, denn man muss wirklich an Einstellungen oder Glaubenssätzen herangehen, die einen prägen, sie hinterfragen und evtl. gehen lassen. Was sich so leicht schreibt und anhört, ist eine langwierige und schmerzhafte Arbeit. Da kann ich noch von meiner ersten Therapie ein Liedchen singen.
ABER: Es ist die lohnenswerteste Arbeit, die es gibt, denn am Ende steht die absolute Selbstbestimmung, weil man weiß "was einen reitet", wie du es gesagt hast, mein lieber @darksun

Ich mag auch nochmal auf dem Satz (finde ihn gerade nicht), aber er war in etwa so:
"Ich würde nicht mit einer anderen ins Bett können, wenn ich wirklich (oder war das Wort wahrhaftig?) lieben würde."
Ich mein, ist es nicht das, was einem Angst macht? Liebst du nicht zuerst, "nutzt" dann den Schwächezoom und gehst? Und um ganz schnell weg zu kommen ist doch eine andere eine "gute" Idee?
Angst ist ein wirklich starkes Triebpferd. Was ich damals alles aus Angst tat und kaum etwas hat mir davon gut getan...Angst ist ein guter Ratgeber, aber ein schlechter Anführer und wenn wir echte Angst haben, dann lassen wir sie führen.
Interessant ist vielleicht daran auch, dass wir alles, was wir für uns unterstellen, auch unserem Gegenüber unterstellen...also lässt deine Äußerung den Umkehrschluss zu:
Du denkst, dass deine Freundin dich nicht wirklich liebt, sonst hätte sie das nicht tun können.
Und das ist tatsächlich ein Gedanke, der dich umhauen darf, weil der weh tut.
Was du von deiner Freundin aber geschildert hast, denke ich aber auch eher an das hier:
Zitat von DarkSun:Selbstbestätigung ist ein starkes Zugpferd.
Zitat von DarkSun:S. ist S., geht immer. Gerade in so konfusen Zeiten.
Vielleicht tröstet dich das etwas?
Zitat von DarkSun:Mehr Einengungsgefühl kann ich mir gar nicht vorstellen.
Zitat von DarkSun:Das könnte sehr gut ein Killpunkt in eurer Beziehung gewesen sein.
Davon bin ich überzeugt. Du hast das sehr treffend zusammen gefasst. Mich macht es unendlich traurig, denn ich hätte das gern mit ihm gehabt...

Zitat von DarkSun:Erschlagen von seinen eigenen Erwartungen an sich und Beziehung? Oh man, das tut mir dann schon wieder sehr leid, harte Nummer.
Ja ist es...und ich muss jetzt mal sagen, dass mich das sehr trifft. Es macht mich ohnmächtig und hilflos. An dem Punkt merke ich den Kontrollverlust! Es war alles richtig, aber er hat ein Problem und verlässt mich deshalb? Warum?
Deswegen würde ich mir eine schlechte Phase wünschen, damit ich sagen kann, joa...da und da hat es nicht gepasst...aber aus meiner Sicht hatte er einen überhöhten Anspruch an sich...er hätte gern weniger machen können. Das hab ich ihm schon während der Beziehung gesagt, bzw. habe ich ihn auch häufiger davon abgehalten, etwas für mich zu tun. Das ist sch***
Und wenn Grenzen ziehen das Gegenteil von Verlustängstler ist, dann bin ich auch keiner...jedenfalls bin ich das auch nicht im typischen Sinne...ne Freundin von mir ist das und wenn da ein Mann ins Off geht, dann wird sie sehr mobil und holt ihn meistens aktiv zurück.
Ich nie...habe ihn immer gehen lassen und bin (bis auf das eine Mal auf anraten meines Psychodocs) nicht hinterhergerannt.
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen AnPingen und hinterherrennen?
Zitat von tesa:Ich hab mit meiner großen Liebe selbst Schluss gemacht! Trotzdem hätte ich Monate später beim ersten S. danach, das Gefühl, ich würde ihn betrügen!
Das kenne ich auch. Ist aber letztlich eine Typfrage, denke ich.
Mein Psycho meinte auch nicht, dass diese Frauen es bewusst machen, sondern unbewusst sich eine kurze Affäre suchen.