JJ_sommersonne
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ich bin neu hier und suche einfach „Gleichgesinnte“ die mir ein bisschen helfen wieder ein bisschen klarer zu sehen.
Folgendes Thema beschäftigt mich.
Mein Partner und ich sind nun seit 4 Jahren zusammen (wir haben uns dazwischen auch einmal getrennt, er kam aber nach drei Monaten wieder zurück um die Beziehung zu retten).
Nachdem wir wieder zusammen gekommen sind war alles sehr harmonisch, mein Partner war wie immer zu Beginn einer Beziehung wahnsinnig liebevoll und feinfühlig. Dann wurde ich recht schnell schwanger und wir haben uns beide sehr darüber gefreut. Während der Schwangerschaft war die Beziehung von Up and Downs geprägt aber wir waren immer „gut miteinander“. Intimität war während der Schwangerschaft rar (es kam wenig von seiner Seite), aber ich hatte viel Verständnis, da ich das Gefühl hatte er tut sich einfach schwer mit meiner körperlichen Veränderung. Dann wurde unsere Tochter geboren und wir waren kurzzeitig im 7. Himmel. Da sie ein sehr unkompliziertes Baby war ist mein Partner nach einer Woche wieder arbeiten gegangen.
Mit dieser Zeit begann es, dass ich starke Ängste in Bezug auf meine Tochter entwickelte und alles selber machen wollte. Wenn er das Kind hatte kamen in mir panische Ängste auf, dass es ihm runterfallen könne oder so.
Dies war natürlich eine große Belastung für meinen Partner, aber er wollte auch nie darüber reden. Sein Weg war „Humor“ wenn ich Ängste hatte und sie ihm mitteilte reagierte er sarkastisch und hat mich teilweise stark damit aufgezogen. Er legte dann auch ein sehr provokatives Verhalten an den Tag - wenn ich ihn bat etwas zu unterlassen was mir Angst machte (z.B. es zu unterlassen die Bremse beim Kinderwagen rein zu tun) tat er extra das was ich nicht wollte und lachte über mich.
Meine Hebamme und meine Mutter haben mir gut über meine Ängste hinweg geholfen und sie flammen nur kurzzeitig manchmal auf.
Nur die Beziehung wurde nachhaltig geschädigt. Ich habe mich mehrfach bei meinem Partner für mein korrigierendes, besserwisserisches und ängstliches Verhalten entschuldigt. Er sieht bei sich aber keinen Entschuldigungsbedarf.
Nun ist es so, dass sich mein Partner massiv zurückzieht, er geht arbeiten und wenn er heimkommt sitzt er den ganzen Abend vor dem Pc, am Wochenende sitzt er oft 10 Stunden am PC. Er schaut zwar immer wieder nach der Kleinen und spielt liebevoll mit ihr, aber bei der Alltagsarbeit mit ihr bekomme ich nur nach mehrfacher Nachfrage Unterstützung. Zu mir pflegt er gar keine Beziehung mehr. Abends wenn die Kleine schläft hätten wir Zeit für unsere Beziehung, aber er möchte nicht mal mehr gemeinsam einen Film mit mir ansehen, komme ich ins Wohnzimmer dann geht er in sein Computerzimmer, einen Kuss oder eine Umarmung Habenichts seit zwei Monaten nicht mehr bekommen.
Wenn ich dies anspreche kommt von seiner Seite nur, dass ich kein Drama machen soll.
Jetzt ist es so, dass beinahe wöchentlich die Situation eskaliert - ich möchte reden, er blockt ab, ich beginne dann Streit und eskaliere komplett, da er mich nur ignoriert und ständig nur sagt: „es ist halt wie es ist und wir sollen einfach warten ob es wieder besser wird und sonst muss ich mich mit der Situation abfinden“. Ich habe nun schon dreimal meine Sachen gepackt und wollte gehen - er schiebt mir dann aber in die Schuhe, dass ich keine Rücksicht auf das Kind nehme und dem Kind somit den Vater nehmen würde. Er hat mir auch erklärt, dass wenn ich zu meinen Eltern ziehe er keine Beziehung mehr zu unserer Tochter haben wird, da er sich nicht den „verachtenden Blicken“ meiner Eltern aussetzen wird.
Heute war es dann so weit ich bin gegangen, wir haben viel über WhatsApp kommuniziert und er hat stets betont, dass er mir die Freiheit lässt zu gehen, aber das er es nicht gut findet und, dass er mit der Entscheidung nichts zu tun hat. Er schiebt also die ganze Verantwortung auf mich ab. Das wollte ich mir nicht gefallen lassen und habe ihm erklärt, dass ich mal nur bis Freitag zu meinen Eltern gehe und er sich bis Donnerstag überlegen soll ob er mich am Freitag treffen möchte und über die Beziehung reden möchte - wenn nicht habe er die Entscheidung gegen die Familie getroffen.
Ich weiß ich bin an den ganzen Streitigkeiten nicht unschuldig und ich bin sehr schockiert von mir wie ich mit ihm streite. Aber er verhält sich eiskalt mir gegenüber und lässt mich gar nicht mehr an sich ran, es verletzt mich so sehr.
Sorry für den langen Text