special-k
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in der letzten Nacht habe ich mich durch dieses Forum gelesen und heute beschlossen mich anzumelden. Mir geht es wie den meisten die hier im Unterforum schreiben, nicht gut. Der Mann meines Lebens hat die Beziehung zu mir nach 2,5 Jahren vor zwei Tagen plötzlich beendet. Ich (w) bin 43, er 47. Wir beide haben erwachsene Kinder aus früheren Beziehungen und waren also ziemlich frei zu tun und zu lassen was wir wollten. Natürlich war es am Anfang die gaaaaanz große Liebe. Ich frage mich heute, was eigentlich mit meiner Menschenkentniss passiert war. Wir hatten von Anfang an mit vielen Dingen fertig zu werden, die nicht so einfach war. Alles so im mehr oder weniger erweiterten Umfeld. Mir haben Leute die Freundschaft gekündigt, die ihn (unabhänig von mir und auch schon immer) nicht mochten. Unsere Freundeskreise haben eine ähnliche Schnittmenge und wir kenen uns eigentlich schon seit wir Teenies sind. Ich fand ihn schon immer suuuuper und er war immer vergeben. Egal, letztens haben wir es ja geschafft und ich dachte wir sind sehr glücklich. Da habe ich mich wohl getäuscht. Plötzlich wurde er immer gereizter, hörte immer weniger hin, diskutierte plötzlich über Nichtigkeiten, unterstellte mir Affairen, bekam mit Schwung alles in den falschen Hals, war fast durchgehend irgendwie beleidigt und passiv agressiv. Ich habe schon gemerkt, dass ich irgendwann wie auf rohen Eiern um ihn rumgeschlichen bin, meine Freunde belogen habe, die uns eingeladen hatten und er keinen Bock hatte, aber sauer gewesen wäre, wenn ich alleine gegangen wäre. Sonntag meinte er plötzlich, ich solle dem anderen sagen, er habe gewonnen und ich soll glücklich werden. Schmiss mir den Hauschlüssel vor die Füße und war nicht mehr gesehen. Heute morgen hat er seine Sachen abgeholt. Ich habe gestern eigentlich den ganzen Tag durchgehend geweint, heute geht es einigermaßen aber ich breche immer wieder in Tränen aus. Einen Tag vorher hatten wir noch einen schönen Abend . unglaublich. Ich bin fassungslos. Erschwerend kommt hinzu: Meine Eltern sind beide schwerkrank. Ich habe ihn damit kaum bis gar nicht belastet, seine Mama ist auch krank. Gut, ich habe in letzter Zeit ein paar Mal geweint und war nicht ganz bei der Sache, wenn er etwas erzählt hat, weil ich Angst um meine Eltern habe. Aber das fand ich eigentlich am Schlimmsten. Riesen Loch in mein Leben gerissen.
Ich vermisse ihn furchtbar. Allderdings verspüre ich nicht den Drang ihn anzurufen oder ihm zu schreiben. Das sollte doch ein gutes Zeichen sein, oder? Wann hört die Heulerei auf? Viele Grüße und danke fürs zulesen.
Ich bin auch nicht alleine und geteiltes Leid ist halbes Leid. Ich habe eine handvoll FreundInnen die sich alle telefonisch erkundigt haben. Ich würde mich auch gerne treffen, bin aber in Quarantäne. Ich hoffe ich kann mich zum Ende der Woche frei testen und wieder zur Arbeit gehen. Aktuell ist es ganz gut, dass ich nicht unter Leute muss/soll ... gestern habe ich echt den ganzen Tag gefühlt durchgeflennt und ins Bett wollte ich auch nicht, konnte ohnehin nicht schlafen. Glücklicherweise habe ich Sympthome und meine Nase ist komplett dicht. Ich rieche gar nichts. Ausgesehen wie aus the walking dead. Trotzdem heute wieder zum Singlebett umgetüdelt. Und mich unter die Dusche geschleppt, Haare waschen.Hänge halt derzeit auf dem Sofa und glotze zusammenhanglos auf TV. Vermisse ihn irgendwie und irgendwie auch nicht. Was mir allerdings hilft, ist meine Hündin, die sich an mich gekuschelt hat und einfach Ruhe ausstrahlt. Auch wenn ich unvermittelt in Tränen ausbreche 