Ich wollte euch ein kurzes Update geben.
Seit ein paar Wochen bin ich bei einer Psychologin. Es hilft mir beim reflektieren, weil sie schon Fragen stellt die dahin gehen, wo ich normalerweise aufhöre weiterzudenken. Die "Erleuchtung" ist mir noch nicht gekommen

, aber das ist vielleicht auch viel verlangt in der kurzen Zeit.
Weiterhin meditiere ich täglich seit Oktober, das hilft mir fast noch mehr.
Nach einem erneuten Treffen mit meiner Affäre (ja, war dämlich!), hat er kurz danach beschlossen, er "könne mich nicht mehr sehen" und "wollen einfach Freunde sein" und ich "dürfe ihn weiter anschreiben, wenn ich möchte". Ich habe daraufhin endlich den Kontakt abgebrochen und leide wie ein J. auf Entzug.
Inzwischen dämmert es mir, auch dank diverser anderer Threads, was da zwischen uns abging, dass 90 % meine Projektion, mein Wunschdenken war und die Hoffnung, es möge wieder so werden wie am Anfang, aber so funktioniert es halt leider nicht. Ich habe mich verloren und vergessen beim Versuch, "gut genug" für ihn zu werden und habe mein Bauchgefühl ignoriert.
Seit dem Kontaktabbruch ist mein Herzrasen deutlich besser geworden, ich kann mich wieder auf andere Menschen einlassen und nach rechts und links schauen. Trotzdem vermisse ich ihn manchmal wie verrückt.
Ich habe auch Angst, dass es das jetzt für mich war, dass ich niemals mehr geküsst werde, keinen Sex mehr habe und schon gar nicht so großartigen.
Eine Freundin hat mir sehr ins Gewissen geredet, dass mein Hauptproblem sei, dass ich niemals mit mir zufrieden bin, egal was ich leiste. Und ich lernen müsse, mich als Mensch zu mögen.
Puh. Sie hat recht. Und ich versuche unterdessen wirklich, daran zu arbeiten. Schwer. Über 40 Jahre antrainiert...
Mit meinen Töchtern habe ich wieder deutlich besseren Kontakt. Das ist das Beste daran.
Mit meinem Mann ist es ein freundschaftlicher Umgang geworden zur Zeit.
Ich denke, ich bin auf einem guten Weg, mit Hochs und Tiefs natürlich. Und ja, ausgezogen bin ich immer noch nicht. Aber ein Schritt nach dem anderen.