Mira_
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Zitat von Wurstmopped:Ob die TE diese Nacht, wo wohl beide sehe betrunken waren als "Vergewaltigung" wahrgenommen hat, wissen wir auch nicht, das obliegt der TE ganz allein, ich gebe zu bedenken, dass sich danach freiwillig mit ihm getroffen hat um mit ihm einvernehmlich Segs zu haben.
Das ist, auch wenn du es sicher nicht so gemeint hast, ein Beispiel für Victim Blaming. Ich möchte dir das wirklich nicht unterstellen, dass du das absichtlich gemacht hast, und auch den anderen hier im Thread nicht.
Aber eine Frau, die sturzbesoffen ist, sich übergeben musste und danach ins Bett ging, ist schlicht nicht mehr in der Lage, sich zu wehren oder bewusst eine Entscheidung zu treffen.
Wenn sie dann aufwacht und das, was mit ihr passiert, einfach geschehen lässt, ist das kein Zeichen von Zustimmung, sondern von Schock, Überforderung oder Ohnmacht.
Zu sagen, sie solle selbst entscheiden, ob es eine Vergewaltigung war oder nicht, verschiebt die Verantwortung und ist leider ein typisches Beispiel für Victim Blaming.
Das spätere Treffen oder der danach einvernehmliche Sex ändert nichts an der möglichen Grenzverletzung in der vorherigen Situation.
Solche Kommentare verschieben die Verantwortung vom Täter auf das Opfer und tragen dazu bei, dass Betroffene sich nicht ernst genommen fühlen oder sich schämen, über Erlebtes zu sprechen.
Wir sollten sensibel damit umgehen und nicht die Glaubwürdigkeit der Betroffenen in Frage stellen, nur weil ihr Verhalten im Nachhinein nicht ins eigene Weltbild passt.