Moin, ich habe bis gerade eben noch einmal mit ihr gesprochen. Ja, ich habe damit nicht respektiert, sie in Ruhe zu lassen, aber ich hatte den Drang, einfach etwas machen zu müssen. So habe ich wie gesagt mit ihr geredet.
Es war ein normales Gespräch ohne jegliche Ausartungen, also ohne das schlimme Worte gefallen sind oder sich etwas an der Tonlage verändert hätte. Wir hatten dies nämlich vorher ausgemacht, dass wir uns normal unterhalten. Ich erklärte ihr meine Beweggründe, warum ich erneut das Gespräch zu ihr gesucht habe und sagte ihr, dass ich nun weiß, warum und weshalb wir diese Beziehung nicht aufrecht erhalten konnten. Sie bemängelte immer, dass ich nicht mehr wirklich mit ihr reden oder unterstützen würde, sei es wegen ihrer Arbeit, über die sie sich aufregte oder wenn sie jemanden zum Anlehnen brauchte. Ich räumte ein, dass es rückblickend auch so gewesen ist, selbst wenn es mir nicht wirklich bewusst gewesen ist. Des Weiteren sagte sie auch, dass ich ihr nicht genügend Empathie entgegenbringen konnte (ihre Familie hat in diesem Jahr gleich drei Verluste zu beklagen), dem ich ebenfalls zustimmte. Zu meiner Verteidigung sei erwähnt, dass ich es vorher nicht so wahrnahm, dass ich damit ein Problem habe.
Im Verlauf des Gesprächs kippte bei mir die Stimmung, ich war dem Weinen nahe, denn sie kann oder will mir nicht glauben, dass sich etwas ändern würde, wenn wir wieder ein Paar wären. Sie möchte es auch nicht mehr, weil sie zur Zeit nicht den Kopf dafür hat, sich mit uns auseinanderzusetzen. Ich möchte nicht beurteilen, ob ihre Bekanntschaft etwas damit zu tun hat, aber sie drückte damit aus, dass es definitiv vorbei ist.
Irgendwann klinkte sich ihre Mutter ins Gespräch ein. Sie meinte, dass ich es respektieren müsse (ich versuche es ja, aber was soll ich machen?) und mich nicht auf sie versteifen soll. Ich würde mich in ihre Tochter verrennen, so ihr genauer Wortlaut und sie möchte nicht, dass ich dies noch länger tue. Da meine Ex sich kurz danach verabschiedet hat, weil sie morgen schule hat und früh raus muss, sprach ich noch kurz mit ihrer Mutter.
Ihre Eltern haben uns sehr geholfen, als ich zu ihr gezogen bin. Sie stifteten uns sämtliches Inventar für die Wohnung, da ich zum damaligen Zeitpunkt so gut wie nichts besaß, was ich in die Wohnung hätte mitnehmen können. Ihre Eltern meinten, dass es vielleicht daran schon lag, dass wir alles in den Hintern gebuttert bekommen haben. Wir hätten besser für alles selbst kämpfen sollen, um gemeinsam zu wachsen und für uns selbst mit eigenen Händen eine Basis zu schaffen. Und wenn wir erstmal mit Obstkisten und dem alten Bett, welches noch in der Wohnung stand, vorlieb hätten nehmen müssen, dann wäre es so gewesen. Ich kann den genauen Wortlaut genauen Wortlaut nicht mehr wiedergeben, aber ich hoffe ihr versteht, was sie damit aussagen wollte.
Ihre Mutter meinte auch, dass es der falsche Zeitpunkt für unsere Beziehung gewesen ist (aber wann gibt es diesen schon?). Sie sagte, dass es irgendwann einmal vielleicht nochmal ein Comeback geben kann, wenn Zeit ins Land gegangen ist, also wenn wir ein bisschen älter geworden sind (meine Ex ist Anfang 20, ich Mitte 20). Für den Augenblick sei es sinnlos, aber für unser Leben eine Erfahrung, aus der wir viel mitnehmen können.
Im Moment fühle ich überhaupt nichts, bin innerlich total leer, vollkommen emotional ausgelaugt. Entschuldigt den langen Text.
Edit: Meine Ex weiß auch, dass es mir schlecht geht und sie wollte erst nicht mit mir reden, weil sie dachte, dass es alles noch viel schlimmer machen würde. Keine Ahnung.