Jane_1
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Zitat von Mirandaa:Ich meinte damit, bleibst du (manchmal) bewusst eine zeitlang alleine, weil du es dir quasi verschreibst?
Ergänzend zu meinem vorherigen Beitrag: Ja. Nach dem Ende meiner vorletzten Beziehung habe ich mir das selber verordnet. Weil ich einfach realisiert hatte, dass ich Männer als Pflaster benutze und das nicht mehr wollte.
Zitat von Mirandaa:Ich gehe ja mal davon aus, dass bei mir eine Bindungsstörung/Bindungstrauma zugrunde liegt und das kann durchaus bedeuten, dass ich eher zu den Stärkeren gehöre, die das überhaupt überleben.
same same
Zitat von Mirandaa:Interessanterweise bin ich viel allein, schon immer gewesen.
auch hier: same. Schon als Kind habe ich Phasen des Alleineseins geradezu gebraucht wie die Luft zum Atmen. Das ist auch immer noch so. Dennoch würde ich gerne irgendwann wieder mit einem geliebten Menschen zusammen wohnen. Als mein Sohn noch bei mir gewohnt hat (der auch schon immer Zeit für sich braucht) war es sehr schön, dass jeder für sich sein konnte. Aber zu wissen, in einem anderen Raum der Wohnung atmet ein Mensch, den ich liebe...das war schön.
Zitat von Mirandaa:Es sind lediglich zeitlich begrenzte Phasen. Die sind aber sehr unangenehm. Ob das Aushalten dieser hochkommenden (vermutlich emotionalen Flashbacks) Gefühle dann den goldenen Schlüssel darstellt, wage ich gerade zu bezweifeln.
Ja, kenne ich. In Aushalten bin ich (zu) gut. Ich versuche neben dem Aushalten zu verstehen, wo das herkommt. Ist das was aktuelles, hat es mit dem Menschen, den ich verloren habe zu tun? Oder ist es etwas altes? Das erkennen lindert bei mir schon oft das Ausmaß.
Davon abgesehen: Ich freue mich, dass du im Forum bist. Du schreibst sehr offen und reflektiert, ich lese dich gerne, erkenne mich in manchem wieder und finde das oft spannend, was du schreibst. Danke.
