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Borderline Syndrom erkennen - Symptome & Gedanken

markus75

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Nun, erst einmal, die Gedanken sind ein Resultat der letzten Wochen. Hierbei handelt es sich um eine ON/OFF Beziehung die vor 6 Wochen, nach 18 Monaten abrupt beendet worden ist.
Symptome dieser Frau, lassen ein BL-Syndrom erkennen, ich lege meine Hand nicht ins Feuer. Es geht hier um Symptome nicht um eine Diagnose.


Hallo S*!
Wie ich es dir schon geschrieben habe, beschäftige ich mich schon seit Wochen mit unserer Beziehung.
Unsere Beziehung hatte, jetzt rückblickend kaum eine Chance. Dafür sind unserer Persönlichkeiten zu unterschiedlich....Irrglaube?!?..wir hatten die gleichen Wünsche. Nur konnten wir nicht miteinander umgehen. Dadurch wurde vieles zerstört.

Jetzt bin ich Klüger, nicht weil ich die Beziehung bereue, sondern, weil ich dich nie verstanden habe. Aber wie soll ich dich verstehen, wenn ich noch nicht einmal dein Verhalten und handeln mir gegenüber verstehen kann, diese Widersprüchlichkeiten. Ich weiß nur, was ich über mich gelernt habe und da ist der Haken. Wir sind uns doch nicht so unähnlich, jeder hatte seine eigene Art sich auszudrücken. Welches Verhalten ist nun richtig und welches Verhalten ist nun falsch? Wie gehen zukünftige Partner mit uns um oder wie gehen wir mit den zukünftigen Partner um?
Ich für meinen Teil habe den erschreckenden Eindruck, noch an mir arbeiten zu müssen, da vieles was mir viel bedeutet hat in unserer Beziehung verloren gegangen ist...Das Wichtigste ist Vertrauen und sich für neues wieder öffnen können usw.

Die Beziehung zu dir war die schönste aber auch zugleich die schwierigste, die ich je hatte. Diese Beziehung war der Himmel auf Erden aber auch ein Abgrund, tief und dunkel
Das Schöne aus dieser Beziehung ist ein Wunsch für die Zukünftige. Das Gute und das Positive werde ich aus unserer Beziehung mit nehmen.
Bei mir sind neue Erkenntnisse gewachsen und reifen nun so langsam zu einer sehr wertvollen Erfahrung heran, für die ich sehr dankbar bin.
Vieles war mir neu, mit vielem konnte ich nicht umgehen. Aber eines möchte ich betonen, zu den Zeitpunkten, an denen es sehr schwierig wurde, hatte jeder für sich richtig reagiert. Heute würde ich sagen, hätte ich es nur früher gewusst, dann hätte ich durchaus anders reagiert.
Ich konnte mir in den letzten Monaten nicht die Frage beantworten, was schief lief...Es sind unsere Persönlichkeiten, niemand ist schlecht deswegen. Das Verständnis hat gefehlt, wie für jeden Aussenstehenden, welche unsere Beziehung nicht nachvollziehen konnte.
Die Zeit alleine tut mir verdammt gut. Kein Stress mehr und einfach die Beziehung reflektieren, die im Grunde, die schönste Beziehung war, die ich haben durfte.

Meine Liebe zu dir war echt und vom ganzen Herzen ernst gemeint. Du bist im Herzen eine ganz liebe Persönlichkeit, aber nach Außen hin verschließt Du dich zum Teil.
Deine Verlustängste konnte ich am Anfang noch verstehen, das ist normal, den Menschen zu verlieren, den man wirklich liebt. Deine anfängliche Eifersucht habe ich auch noch verstehen können. Aber man muss Vertrauen können, dir musste ich auch vertrauen...Du siehst, wir beide müssen Vertrauen in eine Beziehung bringen...Vertrauen erzwingen, durch Unterstellungen bringen nicht wirklich etwas..nun hat das eine zum anderen geführt und es gab unnötig Stress.
Du hast eine idealisierte Weltanschauung und dein Partner sollte auch deinen Idealen entsprechen, was nicht passt wir passend gemacht oder am Ende zerstört.

Deine Verlustängste sind extrem ausgeprägt. Du klammerst und idealisierst deinen Partner auf das höchste Niveau, dir zu widerstehen ist sehr schwer, weil man genau das bekommt, nach dem man sich immer gesehnt hat.
Da kommt schon die Frage auf, liebst Du den Menschen oder deine Idealvorstellung?
Ich hatte den Eindruck, Fehler kannst Du nicht verzeihen...somit hast Du ein Problem mit dem Menschen den Du liebst und dein Idealbild muss wieder angepasst werden.
Du sagtest einmal, ich wäre nicht mehr der Mensch, den Du am Anfang kennen gelernt hast...Dein Idealbild...
Für dein Verständnis: Du passt deinen Partner nach deinen Vorstellungen so lang an, bis nichts mehr davon übrig ist, den Du am Anfang kennen gelernt hast...dann wirfst Du ihn weg. Ich war nicht mehr dein Idealbild...Schon vor der ersten Trennung nicht mehr...Am Ende war ich nur noch ein psychisches Wrack, ich habe die Welt nicht mehr verstanden.
Die Liebe zu dir wurde mit der Zeit durch deine Unterstellungen in immer kürzeren Abständen enorm auf die Probe gestellt. Ich habe deine Unterstellungen nie wirklich verstanden ( Wobei ich versucht habe es nachzuvollziehen), war ich doch so oft wie möglich bei dir und wenn möglich für dich da.. ( Veränderung meines ICH's, um mich dir anzupassen)
Die Streitereien wurden immer heftiger und vor allem, da ich nicht mehr wusste wie ich auf deine zum Teil aggressive Art umgehen sollte auch von meiner Seite mit einem immer schärferen Ton quittiert ( Selbstschutz) oder bin einfach gegangen und wieder gekommen..(Verlustangst)
Trotzdem hatte ich immer noch eine starke Liebe zu dir, und ich wollte immer noch all die Dinge mit dir, wie wir uns es vorgenommen haben und ich war fast davor, hier alles aufzugeben (Wunsch nach Harmonie in der Beziehung)

Aber wozu? Immer kürzer wurden die harmonischen Zeiten. Es war sehr anstrengend mit dir zusammen zu sein, ich wurde auch immer häufiger Krank.
Die Beziehung mit dir hat mich am ende so psychisch belastet, dass es das Beste war, dass Du gegangen bist. Ich selber hatte immer noch die Hoffnung, dass es besser werden könnte und nicht mehr wirklich die Kraft hatte dich zu verlassen, selbst jetzt grüble ich noch wie man es hätte besser machen können
Ich war der Meinung, dass Du wusstest das ich am lernen bin und nie, aber auch nicht einmal die Absicht hatte eine andere Frau zu suchen (Abgesehen von der Trennungszeit). Hey, ich habe dich geliebt, wozu eine andere Frau?
Noch heute sitze ich da und zerlege die Beziehung, um nach Ursachen und deren Wirkung zu suchen und weshalb sie schief lief, damit es das nächste mal besser (in einer anderen Beziehung) wird.
Dabei geht es hier nicht um die Schuldfrage, jeder hat für sich richtig reagiert und wenn es aus reinem Selbstschutz war.
Hast Du dir mal ernsthaft Gedankten gemacht? Nein, glaube ich nicht...Lösungsvorschläge kamen kaum welche und wenn, dann nach deiner Vorstellung, meine wurden fast nicht angenommen, wenn es nicht deinen Vorstellungen entspricht...
Da hatte ich am Ende schon ein Problem damit, dass ausgerechnet Du mir vorschreibst was für Punkte ich zu beachten habe..Du wolltest Offenheit und Ehrlichkeit...da wusstest Du schon alles über mich, während Du Geheimnisse hattest....
Du hast es einmal treffend beschrieben, wir sind in einem Strudel, aus dem es kein entrinnen gibt.
Du wusstest also, dass auch von deiner Seite etwas schief lief..warum hast Du nicht einfach angefangen zu Vertrauen?
Schon in den ersten Wochen hast Du weibliche Freunde von mir bei Jappy angegriffen...wg. harmlose Bilder...Und da habe ich schon den Eindruck gehabt, dass Du ein Konflikt mit dir selbst hast.
S*, Du bist attraktiv, und hattest nie einen Grund haben dürfen, dass ich dir fremd gehe.
Ich habe mir meine (vermeintliche) Konkurrenz auch angesehen, ich war stolz, dass Du mit mir zusammen warst...da lächle ich nur über Andere. Meine Sorgen, dass Du fremd gehst haben angefangen, als Du immer öfters nicht erreichbar warst mit deinen gleichzeitigen Unterstellungen mir gegenüber.

Ich weiß auch, dass Du sehr starke Bedürfnisse nach Nähe und Liebe hast, das haben wir beide und hier hilft Vertrauen. Nur wie soll ich dir das alles geben, wenn ich hier oben wohne und nicht all zu oft bei dir sein kann? Ich musste dir auch Vertrauen, was am ende kaum möglich war.
Und genau dein Bedürfnisse nach Liebe und Nähe bringt dich fast nahtlos in eine neue Beziehung, wieder ein Konflikt in mir, mit der Frage wie das geht. Große Liebe, dann eine neue Beziehung innerhalb weniger Tage/Wochen? Wieder ein Mensch, der dir das geben kann, was dir am Ende bei uns gefehlt hat..Aber am Anfang der Grund war, dass wir zusammen gekommen sind...?
Jetzt bist Du wieder nahtlos in eine neue Beziehung...was war bei uns echt? War irgendetwas echt...bist Du dir deinem Handeln bewusst?

Hätte ich deiner Meinung nach alles aufgeben sollen? Familie, Freunde und Sohn?
Wie sehr hast du die Beziehung idealisiert? Ich meine, ein kleiner Fehler von mir und ich musste mit dem schlimmsten rechnen. So viele Situationen wo ich mich gefragt habe, weshalb lasse ich mich so abwerten?
Du brauchst einen Menschen, mit einem sehr starken Charakter und vor allem die Bereitschaft immer und 100% für dich da zu sein. Tut mir Leid, ich will mich nicht selbst aufgeben.
Diese Unterstellungen, welche Du mir ständig an den Kopf geknallt hast waren einfach zu heftig und das schon zu Zeiten wo ich wirklich geschaut habe, für dich da zu sein. Nur kann ich nicht alles gleichzeitig.
Ich weiß nicht woher diese Unsicherheit bei dir hergekommen ist. Ich bin immer noch der Meinung, dass es mit deiner Vergangenheit zu tun hat. An meinen Fehler alleine kann es nicht liegen, diese kann man verzeihen und die Fehler waren einmalig. Deine Fehler/Verletzungen, welche zum Teil extrem heftig waren konnte ich dir auch verzeihen. Bis auf die Geschichte mit der Bodensee-Beziehung.


In der zweiten Hälfte unserer Beziehung wurde auch ich immer mehr mit meiner eigenen Vergangenheit konfrontiert.
Diese Erfahrung mit dir hat gleichzeitig ein Prozess in mir ausgelöst, wo ich anfing mich immer mehr mit mir und mein handeln zu beschäftigen. Ich habe den Eindruck, diese Beziehung hat mich zu einem positiveren Menschen gemacht. Heute lebe ich wesentlich bewusster und vor allem ruhiger als vor unserer Beziehung.

Die Beziehung lief anfänglich sehr perfekt. Du hast sehr viel über mich gewusst und vieles was ich falsch gemacht habe am Ende gegen mich verwendet.
So Du mir so ich dir...nur mit dem Unterschied, dass von deiner Seite gleich ein totaler Krieg ausgelöst wurde, welcher extrem an die Substanz ging.
Allerdings hatte ich auch den Eindruck, dass Du mich als Jemand perfektioniert hast, der ich nicht bin. Wer war ich für dich?
Du hast irgendwann angefangen, mich abwertend zu behandeln. Warum? Weil ich Fehler gemacht habe, wegen meiner Vergangenheit? Weil ich Dinge mache die dir ein Dorn im Auge sind oder absolut nicht deiner Vorstellung entsprechen bzw. deinem idealen Weltbild?
Deshalb deine abwertende Äußerungen, meinen Freunden und Familie gegenüber?
Du hast mich für Dinge kriminalisiert, die ich gar nicht getan habe. Das schlimme ist, Du hast selbst nicht gewusst, weshalb Du mir Diebstahl unterstellt hast.
Die für mich heftigste Erfahrung in dieser Beziehung war, wie abrupt die Beziehung durch dich beendet wurde.
Ich meine, wenige Stunden vorher war ich noch dein Herz, die große Liebe und Du dich noch auf mich gefreut hast und dann, als ich dir sagte, dass deine Unterstellungen mir gegenüber nur noch Unsicherheiten in mir auslösen und ich ein ernsthaftes Problem mit deiner Glaubwürdigkeit habe, war alles aus.
Ich hatte den Eindruck, unbewusst voll ins Schwarze getroffen zu haben. Ich hatte das Gefühl, Du hast diesen Konflikt gesucht um dann zum nächsten Mann zu wechseln, den Du auch schon eine weile kennst, möglicherweise auch schon ein Verhältnis während unserer Zeit.
Immerhin warst Du innerhalb weniger Wochen / Tage während unserer ersten Trennung mit einem Mann zusammen, in dessen Nähe Du ziehen wolltest......du verstehst meinen Gedankengang? Herzlichen Glückwunsch! Ich kapiere dein Handeln immer noch nicht, es scheint, als hättest Du mir eine Illusion gegeben, damit du nicht alleine bist und dich solange an mir nährst bis ich ein Stück Etwas bin, welches man am Straßenrand liegen lässt. Dein Handeln ist zum Teil sehr zerstörerisch ...erst Liebst Du, dann hasst Du...dann Fürsorglich und im nächsten Moment bin ich dir gleichgültig...

Ich habe schon viele Beziehungen durch, aber das mit dir ist eine Beziehung die ich absolut nicht begreife. Ich meine, wenn etwas nicht passt oder man merkt, dass gemeinsame Interessen fehlen, bzw. man sich auseinander lebt, dann redet man darüber oder beendet die Beziehung und fertig.
Vor allem ist man sich schon im vorn hinein klar, was man bereit ist und was nicht.
Leidvoll war dann die Info, dass Du nie vor hattest hier hoch zu ziehen und sowieso alles nicht mehr mit mir haben möchtest, aufgrund meiner Vergangenheit...Vier Wochen hast Du gebraucht um mir mitzuteilen das Du mit meiner Vergangenheit nicht klar kommst. 18 Monate um mir mitzuteilen, dass Du sowieso nicht hochziehen wolltest.....
Ist dir eigentlich klar welchen Schaden und was für ein Trümmerhaufen Du hinterlassen hast?


Du hast schlicht Angst alleine zu sein, jedes Mittel ist dir recht um deinen Partner in eine komplette emotionale Abhängigkeit zu wickeln, aus der es fast kein entrinnen mehr gibt um dann nur deinen Vorstellungen zu entsprechen.
Erst wenn dein Partner, durch dich komplett abgewertet wurde, beendest Du die Beziehung, falls er nicht vorher verschwunden ist, da er deine Unterstellungen und Verhalten nicht nachvollziehen kann. Nicht einmal ich hatte die Kraft, mich schon im Herbst/Winter 2010 von dir zu trennen, obwohl schon der Verstand und alles andere die Alarmglocken läuten lies, nur ich war schon in einer extremen emotionalen Abhängigkeit zu dir, auch hatte ich immer die Hoffnung es ändern zu können, da ich die vermeintliche Gründe dachte zu kennen.
Entfernung usw., dachte auch, wenn wir zusammen wohnen wird es besser. Naja, mit dem zusammen ziehen hat es nicht geklappt. Wie ein Dro. kam ich mir vor...Du hast mir gegeben was ich gebraucht habe um mich dann bei einem Fehler wieder abzuwerten.
Du hast zum teil sehr abwertend über deinen ex -mann und Ex -freunden gesprochen. Auch deine Kurzbeziehung schien nicht das zu sein was deinem Ideal entspricht, deshalb lief die Beziehung nicht so lange. Möglicherweise auch deshalb nicht, da Du zur gleichen Zeit wieder Kontakt zu mir hattest. Du wusstest genau, wie Du mich einwickeln konntest.
Deine Aussagen vergesse ich bis heute nicht. Du hast mich mit meinen Bedürfnissen und Sehnsüchten gefangen.
Kaum waren wir wieder zusammen, hast du wieder die totale Kontrolle über mich übernehmen wollen, leider (für dich) war ich nicht mehr bereit alles zu geben und zu ertragen, sondern mich mehr um meine Aufgaben zu kümmern...Aber Du hattest noch den anderen, einen Mann den Du kontrollieren kannst... Ich hoffe für dich, dass es das Wert ist. Denke an deine Kinder. Denke an dich.

Ich hatte wirklich viele Gründe mich zu trennen, meine Liebe zu dir war stärker als mein Verstand...
Warum warst Du nie von Anfang ehrlich zu mir was deine Absichten anging? Das Vertrauen, was Anfangs noch gefestigt war ging verloren, wahrscheinlich auch der Grund, warum ich dir nicht alles aus meiner Vergangenheit gesagt habe. Diese Dinge haben keinen Einfluss auf meine Zukunft.
Absolut gar nicht.

03.03.2012 22:31 • x 5 #1


markus75


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Selbstreflektion:
Immer wieder stelle ich mir die Frage: was hätte ich richtig machen können?

Diese Beziehungsform war mir neu. Die Art, wie die Beziehung auf mich eingewirkt hat, war überwältigend. Sehr früh habe ich mich in diese Beziehung eingebracht, nur keine Fehler machen. So perfekt und ideal war das Gefühl des Glücks. Man war süchtig nach dieser anfänglich schönen Beziehung und nach dieser Frau.

Ich nahm sehr viel Rücksicht auf ihre Ängste, auch wenn diese zum Teil übertrieben und auch an den Haaren herbei gezogen waren. Erste Zeichen, dass ich ihre denkweise nicht nachvollziehen konnte.
Für mich kamen im nach hinein folgende Fehler in Betracht.

Ich fing an, aus vorhergehenden Beziehungen zu erzählen, dass ich mich in diesen Beziehungen nie so eingebracht habe. Irgendwie musste ich ihr klar machen, dass sie sich keine Sorgen machen muss und dass ich nur sie will.

Ich zog mich zurück, da mir ihre Unterstellungen zu viel wurden und mich schon die Häufigkeit der Unterstellungen extrem unter Druck setzten.
Die Streitereien wurden sehr heftig, ich konnte mich verbal auch nicht mehr zurück halten.

Erste heftige Äußerungen von ihrer Seite, welche sich z.T. meinem Verständnis entzogen haben und ich in gleicher weise beantwortet habe. Sie zog sich zurück.

Gespräche mit Aussenstehenden brachten keine Antworten, niemand konnte ihr Verhalten verstehen. Gespräche mit anderen versuchte ich ihr mitzuteilen...

Gemeinsame Gespräche mit Freunden brachten kaum oder keine Besserung. Sie war der Meinung alles richtig zu machen, allgemein sind die anderen schuld an ihrem Leben.., was soll ich dazu schreiben? In diesem Moment flüchten?
Jeder Fehler von mir wurde zerlegt und mir immer wieder vorgeworfen. Sie machte keine Fehler, daher konnte man sie auch nie darauf ansprechen.
Die Aussagen von ihr waren erschreckend. Man habe eine verdrehte Ansicht und auch so scheint jeder gegen sie zu sein.
Ab einem gewissen Zeitpunkt hatte sie es sich in meinem Umfeld verscherzt. In ihrem Umfeld war die Welt in Ordnung.
Ich persönlich war auch lieber bei ihr als mit ihr bei mir. Ich war lieber mit ihr und ihren Freunden unterwegs als mit ihr mit meinen Freuden.
Sie hatte sich z.T. Äußerungen erlaubt die alleine ein Grund waren, sie in die Wüste zu schicken.
Darauf beschwerte sie sich immer wieder, warum wir nie großartig mit meinen Freunden unterwegs waren. Ich hatte in meinem Umfeld schon versucht Überzeugungsarbeit zu leisten, die während der „OFF“ -situation wieder angezweifelt wurden..Ich fing an, meine Fehler als Erklärung für ihr Verhalten zu nehmen.
Egal was ich machte, ihre Äußerungen wurden ziemlich abstrakt, Behauptungen meinen Freunden gegenüber, was ihr auch am Ende die Freundschaft zu diesen gekostet hat.
Meine Familie hat sie gar nicht mehr respektiert. Sie drohte auch, einige Dinge meiner Familie zu erzählen, welche ich ihr anvertraut hatte.
Sie hatte angefangen mich vor die Wahl zu stellen. Entweder sie ist für mich die Nummer 1 oder mein Sohn. Ich konnte diese Forderung noch diplomatisch lösen, da für sie ihre Kinder die Nummer eins waren...ich persönlich hatte kein Problem damit, warum auch. Ich wusste worauf ich mich eingelassen habe ( Mutter mit Kinder. Von ihrer Persönlichkeit war anfänglich nichts ungewöhnliches anzumerken) und es war schön. Die Ironie ist, dass sie Dinge gefordert hatte, die A selbstverständlich waren oder, hier der Widerspruch, sie nicht selber bereit war zu ändern.

Die Beziehung hatte sich im Laufe der Zeit gewandelt. Aus der anfänglichen heilen Welt, in der man bemüht war, so oft wie möglich da zu sein um sie zu unterstützen, wurde eine ON/OFF Beziehung, in der man sich nur soweit einbrachte, wie man es für nötig hielt. Jederzeit konnte es wieder zu einer OFF-Situation kommen.
In der On-Situation war wieder das Bemühen da, sich einzubringen, nicht in der gesamtem Form wie am Anfang der Beziehung aber man wollte nicht alles der Partnerin machen lassen.
Allgemein zog ich mich immer mehr zurück, habe nur noch wenig über die Beziehung mit meinen Freuden gesprochen.

Fortsetzung folgt....

04.03.2012 10:48 • x 3 #2



Borderline Syndrom erkennen - Symptome & Gedanken

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neuer Gast


Hallo Markus!

Ich fühle ich gerade von Deinem Beitrag angesprochen, denn auch ich habe (und das hast Du vielleicht schon in meinen Postings "SMS an die EX" gelesen) dasselbe erlebt. Ich will hier (noch) nicht meine Geschichte detailliert aufschreiben, aus dem Grund, weil ich im Moment schon wieder recht stabil bin und nicht mehr so sehr leide. Ein Aufschreiben der Geschichte würde mich im Moment zu sehr belasten und dann wieder runterziehen. Dennoch will ich Dir einfach sagen, dass Du mit einer solchen extremen Erfahrung (Borderline ist in meinen Augen für den jeweiligen Partner ein Extrem) nicht allein dastehst. Und ich weiß, wie Du dich gerade fühlst. Glaub mir, es ist für uns als Expartner das Beste, dass diese Beziehungen beendet worden sind. Es hätte uns auf Dauer kaputt gemacht! Bei all der Liebe, die Du im Moment vielleicht noch für Deine Ex empfindest, solltest Du Dir das vielleicht immer wieder vor Augen halten. Eine solche Beziehung kann niemals Bestand haben, und sie würde Dich immer wieder "zerstören".
LG!

04.03.2012 11:40 • x 1 #3


markus75


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Zitat von neuer Gast:
Hallo Markus!

Ich fühle ich gerade von Deinem Beitrag angesprochen, denn auch ich habe (und das hast Du vielleicht schon in meinen Postings "SMS an die EX" gelesen) dasselbe erlebt. Ich will hier (noch) nicht meine Geschichte detailliert aufschreiben, aus dem Grund, weil ich im Moment schon wieder recht stabil bin und nicht mehr so sehr leide. Ein Aufschreiben der Geschichte würde mich im Moment zu sehr belasten und dann wieder runterziehen. Dennoch will ich Dir einfach sagen, dass Du mit einer solchen extremen Erfahrung (Borderline ist in meinen Augen für den jeweiligen Partner ein Extrem) nicht allein dastehst. Und ich weiß, wie Du dich gerade fühlst. Glaub mir, es ist für uns als Expartner das Beste, dass diese Beziehungen beendet worden sind. Es hätte uns auf Dauer kaputt gemacht! Bei all der Liebe, die Du im Moment vielleicht noch für Deine Ex empfindest, solltest Du Dir das vielleicht immer wieder vor Augen halten. Eine solche Beziehung kann niemals Bestand haben, und sie würde Dich immer wieder "zerstören".
LG!


danke für deinen Beitrag.
Wie oben schon geschrieben, steht es mir nicht zu eine Diagnose zu stellen. Ich habe eher durch Zufall bei Recherchen, mich mit dieser Thematik beschäftigt. Es ist erstaunlich wie viele Stunden man damit verbringen kann, um nur ansatzweise zu verstehen, was in dieser Beziehung gelaufen ist.

Viele dieser Symptome spiegeln sich in der Beziehung wieder.
Ich habe das "Glück?", dass es bei ihr nicht so extrem ausgeprägt war. Nicht wie ich es bei anderen gelesen habe oder es aktuell bei einem Freund mitbekomme.
dennoch war es fast unmöglich ihr alles recht zu machen. Und in den letzten Wochen vor dem endgültigem AUS, ist ihr Verhalten für mich nicht mehr tragbar gewesen.

Ich trauere nicht mehr der Beziehung nach, da ich für mich nicht mehr sicher bin, was von ihrer Seite echt war.
Ich möchte für mich nur noch die Beziehung verstehen, sofern es möglich ist und mich selbst reflektieren.
Heute geht es mir sehr gut, da mir klar geworden ist, dass es so, wie es lief keine Zukunft hatte, da ich zu dieser Zeit nicht wusste, ob sie einfach nur einen Knall hat und mich durch ihre Eifersucht nur kontrollieren wollte oder wie ich nun versuche zu verstehen, möglicherweise eine Persönlichkeitsstörung hat.

Fakt ist, ich kann das nicht einfach mal verdrängen und weiter machen wie bisher. Diese Beziehung hat Spuren hinterlassen. Ich nehme es einfach nur noch an und schreibe es hier nieder, da es vielleicht anderen helfen könnte damit umzugehen. Ein Leben nach einer "Borderline-?"-Beziehung habe ich noch nicht gelesen.

Wie geht man mit einer zukünftigen Beziehung mit so einer Erfahrung um?. Immerhin hat man sich selbst neu entdeckt, man weiß bzw. denkt nun, was man bereit ist für eine Beziehung zu tun, es sind Erfahrungen die man vorher nie für möglich gehalten hat.
Ob man nun ohne Angst eine neue Beziehung führen kann wird die Zeit zeigen...darauf habe ich noch keine Antwort, aber ich höre den Frauen bei einem Date zumindest genauer zu und höre mehr auf meine inneren Signale...

04.03.2012 12:18 • x 2 #4


Alena-52


Zitat von markus75:
Wie geht man mit einer zukünftigen Beziehung mit so einer Erfahrung um?. Immerhin hat man sich selbst neu entdeckt, man weiß bzw. denkt nun, was man bereit ist für eine Beziehung zu tun, es sind Erfahrungen die man vorher nie für möglich gehalten hat.
Ob man nun ohne Angst eine neue Beziehung führen kann wird die Zeit zeigen...
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hi markus

das sind natürlich erfahrungen, die nicht so einfach auszuradieren sind - und irgendwo auch sinn machen. dadurch hast du sehr viel selbsterkenntnis gewonnen, die du für später anwenden kannst.

sollte deine ex wirklich diese störung in sich haben, hat sie ein zwanghaftes verhalten, dass sie nicht anders steuern konnte, sie leidet selbst darunter und es ist (überwiegend) auch nicht ihr sinn andere zu manipulieren. nur teil ihrer störung, die sie nicht in griff hat.

ich glaube wir alle haben nach solch traumatischen erfahrungen erstmal angst vor dem nächsten disaster und können uns ja alle zeit der welt lassen in der nächsten beziehung, um immer wieder zu hinterfragen ob das was da läuft auch wirklich das ist, was ich mir wünsche - im "gesunden" maße.

zuviel mißtrauen ist natürlich auch nicht förderlich in einer neuen beziehung, denn es ist unfair jemand anderen für seine erfahrungen zu strafen, deshalb halte ich es schon wichtig, dass ich dann selbst erstmal das vergangene aufarbeite, mich neu ordne und stabiler bin.

alles gute!

04.03.2012 13:50 • x 1 #5


Leugitek


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Hallo Markus.

Ich bin ganz ehrlich zienlich baff.
Ich habe angefangen deinen Text zu lesen, weil mich der Titel interessiert hat.
Ich dachte nicht auf eine genaue Beschreibung meiner vergangenen Beziehung zu stoßen.

Ich musste mehrmals schlucken, weil du bis auf ein paar Details im Original alles so beschrieben hast als wäre ich du und meine Gedanken deine und deine Ex-Freundin ist eigentlich meine Ex-Freundin.

Ich habe Angst mein Google zu öffnen und mich über Borderline zu informieren... Ich will meine EX-Freundin nicht so sehen.

Es langt mir schon, zu wissen dass sie eine starke Essstörung hat und ich jetzt nicht mehr an sie herankomme, ohne meinen letzten Rest Anstand zu begraben und mich komplett aufzuopfern für sie.

Ich würde ihr so gerne helfen.. aber jetzt wo ich deinen meine letzten 19 Monate beschreibenden Text lese...

04.03.2012 13:58 • x 1 #6


markus75


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Zitat von Leugitek:
Hallo Markus.

Ich bin ganz ehrlich zienlich baff.
Ich habe angefangen deinen Text zu lesen, weil mich der Titel interessiert hat.
Ich dachte nicht auf eine genaue Beschreibung meiner vergangenen Beziehung zu stoßen.

Ich musste mehrmals schlucken, weil du bis auf ein paar Details im Original alles so beschrieben hast als wäre ich du und meine Gedanken deine und deine Ex-Freundin ist eigentlich meine Ex-Freundin.

Ich habe Angst mein Google zu öffnen und mich über Borderline zu informieren... Ich will meine EX-Freundin nicht so sehen.

Es langt mir schon, zu wissen dass sie eine starke Essstörung hat und ich jetzt nicht mehr an sie herankomme, ohne meinen letzten Rest Anstand zu begraben und mich komplett aufzuopfern für sie.

Ich würde ihr so gerne helfen.. aber jetzt wo ich deinen meine letzten 19 Monate beschreibenden Text lese...


Mit so einem Syndrom ist niemand ein schlechterer Mensch. Erst durch meine Recherchen habe ich sie verstehen können, auch wenn es sich meinem Verständnis immer noch teilweise entzieht.
Solches Wissen vor der Beziehung hätte den Vorteil gehabt anders zu reagieren, sich nicht gleich jede Aussage zu Herzen zu nehmen. Unterbewusst hatte ich sie mich kurz vor dem Ende beschimpfen lassen, sie hörte ja auch irgendwann wieder damit auf und hatte sich teilweise auch entschuldigt.
Womit ich eher ein Problem hatte, waren Aussagen von ihr, dessen Tragweite ihr nicht bewusst waren.

04.03.2012 14:26 • x 1 #7


neuer Gast


Hallo!

Ich wollte nur kurz anmerken, dass wohl die wenigsten "das Glück" haben, ihrem Gegenüber diese Erkrankung so ohne Weiteres "anzusehen" oder "anzumerken". Wenn man vorher noch nie mit diesem Thema zu tun hatte (so war es bei mir), dann kann man da nicht so ohne Weiteres draufkommen, dass der Partner/ Partnerin vielleicht an Borderline leiden könnte! Zudem ist es so, dass auch offenbar längst nicht alle Borderliner selber wissen bzw. wahrhaben wollen, dass sie an dieser Krankheit leiden und (wie im Fall meiner Ex) alles tun, um das Deckmäntelchen drüber zu halten bzw. lieber das gesamte Umfeld als psychisch krank bezeichnen als sich mal mit sich selber auseinanderzusetzen.
Abgesehen davon... Ja, es ist eine Krankheit und noch dazu eine furchtbar schwere, die offenbar kaum oder gar nicht zu heilen oder in den Griff zu kriegen ist. Aber auch wenn die Betroffenen also nicht wirklich was fürz.B. ihre Ausraster dem Partner gegenüber oder generell ihr "übles" Benehmen können, so nehme ICH (das ist meine ganz persönliche Meinung!) das noch lange nicht als "Entschuldigung" hin. Ich weiß, dass ich jetzt damit Kritik ernte, aber es ist nunmal meine persönliche Meinung. Denn das, was die Partner solcher Kranker mitmachen müssen, ist einfach z.T. nur noch unmenschlich. Meine Ex z.B. tut mir leid, weil sie ja diese Krankheit hat. Aber ich bin noch nicht soweit, dass ich ihr deshalb auch ihr Verhalten mir gegenüber "einfach so" verzeihen kann. Dafür war es einfach zu heftig. Um das alles zu verarbeiten, brauche ich selber noch Zeit. Wie gesagt, ich bin mir bewusst, dass das nicht jeder hier verstehen wird oder kann...!?

LG!

04.03.2012 15:41 • x 3 #8


markus75


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Zitat von neuer Gast:
Hallo!

Ich wollte nur kurz anmerken, dass wohl die wenigsten "das Glück" haben, ihrem Gegenüber diese Erkrankung so ohne Weiteres "anzusehen" oder "anzumerken". Wenn man vorher noch nie mit diesem Thema zu tun hatte (so war es bei mir), dann kann man da nicht so ohne Weiteres draufkommen, dass der Partner/ Partnerin vielleicht an Borderline leiden könnte! Zudem ist es so, dass auch offenbar längst nicht alle Borderliner selber wissen bzw. wahrhaben wollen, dass sie an dieser Krankheit leiden und (wie im Fall meiner Ex) alles tun, um das Deckmäntelchen drüber zu halten bzw. lieber das gesamte Umfeld als psychisch krank bezeichnen als sich mal mit sich selber auseinanderzusetzen.
Abgesehen davon... Ja, es ist eine Krankheit und noch dazu eine furchtbar schwere, die offenbar kaum oder gar nicht zu heilen oder in den Griff zu kriegen ist. Aber auch wenn die Betroffenen also nicht wirklich was fürz.B. ihre Ausraster dem Partner gegenüber oder generell ihr "übles" Benehmen können, so nehme ICH (das ist meine ganz persönliche Meinung!) das noch lange nicht als "Entschuldigung" hin. Ich weiß, dass ich jetzt damit Kritik ernte, aber es ist nunmal meine persönliche Meinung. Denn das, was die Partner solcher Kranker mitmachen müssen, ist einfach z.T. nur noch unmenschlich. Meine Ex z.B. tut mir leid, weil sie ja diese Krankheit hat. Aber ich bin noch nicht soweit, dass ich ihr deshalb auch ihr Verhalten mir gegenüber "einfach so" verzeihen kann. Dafür war es einfach zu heftig. Um das alles zu verarbeiten, brauche ich selber noch Zeit. Wie gesagt, ich bin mir bewusst, dass das nicht jeder hier verstehen wird oder kann...!?

LG!


Ich kann deinen Gedanken voll und ganz nach vollziehen.
Auch ich habe Probleme damit, wegen einer üblen Nachrede im Knast zu landen, nur weil ihr gerade danach war mir etwas zu unterstellen.
In dieser Beziehung fing ich an viel zu schreiben. Ihre Mails und Angriffe zu dokumentieren. SMS-Nachrichten aufzuheben.
Ich musste mich für so vieles rechtfertigen, was sie angezettelt hat. Bis dato war mir gar nicht klar das sie eventuell so ein Syndrom haben könnte.

Es ist traurig eine Beziehung zu führen, wo das BGB zur Grundausstattung gehören sollte...
Ein Bsp: Sie unterstellte mir Diebstahl. Bis dahin OK, hatte sie mir noch andere Dinge vorgeworfen. Sie teilte dies auch noch meinen Freunden mit, per Mail.

Mein Vorteil: Ich hatte etwas in der Hand, womit ich sie wegen Verleumdung und üble Nachrede hätte anzeigen können, wenn sie damals nicht damit aufgehört hätte...
Man muss diesen Personen knallharte Grenzen ziehen. Soweit und nicht weiter...Manchmal hat man den Eindruck ein Kleinkind vor sich zu haben, was nicht zwischen Recht und Unrecht unterscheiden kann


Ich will gar nicht mehr so sehr darüber nachdenken....Es gab auch sehr schöne Zeiten, deshalb begreife ich die gesamte Beziehung auch nicht so ganz...

04.03.2012 15:56 • x 1 #9


markus75


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@neuer gast:

Wut bringt dich nicht weiter ( Aber vor sich hin schreien, während der Autofahrt hilft...Ich habe mir diese Frau vor meinen Augen vorgestellt und einfach nur angeschrien. Dabei ist soviel an negativer Energie entwichen).
Du bist extrem enttäuscht worden...lasse sie ziehen und sei froh das sie weg ist.
Innerlich total im Eimer, psychische Kernschmelze, alles total irreal und vor allem vieles zerstört. Angst. Ich kenne das.
Ich weiß nicht wie Du diese Trennung verarbeitest, aber verabschiede dich endgültig von ihr, Du machst dich selber kaputt.
Bei mir ist es nun über 6 Wochen her....Mir geht es wesentlich besser und meine Lebensenergie ist gewaltig nach oben gesprungen. Keine Gedanken mehr, was hat man wieder falsch gemacht....sehr viel verarbeitet.
Schreiben hat mir sehr viel geholfen. Gespräche immer wieder Gespräche. Ich habe mich schon bei meinen Freunden und der Familie entschuldigt, das ich sie mit meiner Trennung immer wieder beschäftigt habe...es hilft. Ich bin dankbar für die viele Unterstützung. Besonderem Dank gilt auch diesem Forum hier...erst hier bin ich so langsam auf den Trichter gekommen, mit was für einer Frau ich eine Beziehung hatte...

Die Zukunft hält so viel schönes bereit, nutzen wir das schöne und lassen die dunkle Zeit hinter uns...

Im Moment prägt mich das alles noch, aber es kann, Nein! Es muss sogar besser werden....

04.03.2012 21:44 • #10


Leugitek


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Zitat von markus75:
Zitat von Leugitek:
Hallo Markus.

Ich bin ganz ehrlich zienlich baff.
Ich habe angefangen deinen Text zu lesen, weil mich der Titel interessiert hat.
Ich dachte nicht auf eine genaue Beschreibung meiner vergangenen Beziehung zu stoßen.

Ich musste mehrmals schlucken, weil du bis auf ein paar Details im Original alles so beschrieben hast als wäre ich du und meine Gedanken deine und deine Ex-Freundin ist eigentlich meine Ex-Freundin.

Ich habe Angst mein Google zu öffnen und mich über Borderline zu informieren... Ich will meine EX-Freundin nicht so sehen.

Es langt mir schon, zu wissen dass sie eine starke Essstörung hat und ich jetzt nicht mehr an sie herankomme, ohne meinen letzten Rest Anstand zu begraben und mich komplett aufzuopfern für sie.

Ich würde ihr so gerne helfen.. aber jetzt wo ich deinen meine letzten 19 Monate beschreibenden Text lese...


Mit so einem Syndrom ist niemand ein schlechterer Mensch. Erst durch meine Recherchen habe ich sie verstehen können, auch wenn es sich meinem Verständnis immer noch teilweise entzieht.
Solches Wissen vor der Beziehung hätte den Vorteil gehabt anders zu reagieren, sich nicht gleich jede Aussage zu Herzen zu nehmen. Unterbewusst hatte ich sie mich kurz vor dem Ende beschimpfen lassen, sie hörte ja auch irgendwann wieder damit auf und hatte sich teilweise auch entschuldigt.
Womit ich eher ein Problem hatte, waren Aussagen von ihr, dessen Tragweite ihr nicht bewusst waren.


Ich würde auch nicht behaupten dass meine Ex ein schlechter Mensch ist.
Im Gegenteil. Sie hat eine wirklich tolle Persönlichkeit. Und als ich sie kennengelernt habe, habe ich gemerkt, dass sie genau das ist, was ich immer gesucht habe. Es ist schwer das zu beschreiben.
Es war am Anfang auch nicht so, dass sie mir ein schlechtes Gewissen gemacht hat, dass sie so eifersüchtig war und aus einer Mücke ein Elefant wurde.
Das kam alles nach und nach. Schleichend schon fast.
Ich hab mich gewunden und verbogen, damit es ihr besser ging. Aber es ging ihr nur schlechter. Alles war schei. und zunehmender gab sie mir das gefühl, dass ich schei. bin, aber in anderen Momenten dann wieder dass es das wundervollste ist, mit mir zusammen zu sein und dass ich so ein wundervoller Mensch bin.

Ich selbst war nie die Person, die stolz auf sich war und Selbstvertrauen hatte ich sowieso nie richtig.
Und von dem, was ich mir vor knapp drei Jahren mal in einer Therapie an selbstwertgefühl aufgebaut habe, ist nichts mehr übrig.
Und diesmal stehe ich allein da. Allein in meiner Wohnung. Allein in meiner Stadt. Niemand, der mich einfach mal in den Arm nimmt, weil er mich lieb hat. Dazu müsste ich mindestens 90 km fahren. Ohne Geld.

04.03.2012 22:28 • #11


neuer Gast


Hallo!

@ Markus: Nein, ich mache mich nicht mehr selbst kaputt, indem ich zuviele Gedanken und "Analysen" an diese Beziehung verschwende. Diese Phase hab ich hinter mir (wenn auch immer mal wieder etwas Wut hochkommt, die ich dann hier als "SMS" ablasse...). Nein, die Dame taucht mittlerweile nur noch selten in meinen Gedanken auf. Glücklicherweise! Es war eine sehr intensive Beziehung (vom 1. bis zum letzten Tag, und auch ihr Terror danach war sehr intensiv...). Ist aber so gut wie abgehakt. Ich schaue auch wieder nach vorn, hab für mich aber die knallharte Konsequenz gezogen, dass ich nie wieder mit einem Borderliner eine Beziehung führen werde. Sollte ich also jemals wieder bemerken, dass eine Dame unter dieser Erkrankung leidet, so werde ich SOFORT (und trotz allen Gefühlen) diese Sache beenden. Das tue ich mir kein zweites Mal mehr an. Ein Freund meinte neulich, das dürfe ich doch so hart gar nicht sagen, denn wenn man jemanden liebe, dann könne und müsse man doch auch Kompromisse eingehen. Nein, aber das nehme ich kein zweites Mal mehr auf mich. Hab mein Lehrgeld bezahlt.
Alles Gute auch für Dich!

LG!

05.03.2012 17:43 • x 1 #12


markus75


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@all
Hier habe ich noch einen Link. Auf dieser Seite wird erklärt, dass euren aktuellen bzw. damaligen Zustand erklärt....Zumindest hat man nicht selbst eine an der Waffel, weshalb man sich immer wieder auf die Beziehung eingelassen hat


borderlinezone.org/beziehung/beziehung.htm

05.03.2012 22:57 • x 1 #13


markus75


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Hier auch noch eine hilfreiche Seite:

http://www.borderline-spiegel.de/12-trennung_bl.html

Würde mich auch freuen, zu erfahren wie ihr damit umgeht.

06.03.2012 20:52 • #14


Leugitek


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Noch bin ich der Meinung dass meine EX-Freundin nicht so krass Borderline hat.
Und ganz oft wehren sich meine Gedanken auch dagegen, dass es so sein könnte und sie vielleicht doch ganz normal ist und nur ein paar Macken hat? Ich meine, die habe ich immerhin auch und meine sind auch Psychotherapeut-bedürftig. Definitiv.

Allerdings egal ob sie Borderline hat oder nicht. Eine Sache ist definitiv eindeutig!
Ich bin/war abhängig von ihr!
Und unsere Beziehung war die engste und schönste Beziehung die ich hatte. Gleichzeitig auch die komplizierteste und manchmal auch traurigste.

Und allein dass jetzt für mich zwei Wochen und drei Tage danach sagen zu können hilft mir selbst sehr.
Ich weiß, dass ich abhängig bin/war und ich verstehe, warum ich sie zurück will, obwohl mein Kopf und mein Verstand sagen dass das absoluter Humbug ist.
Ich muss nur durchhalten. Und der Gedanke daran, dass ich irgendwann nicht mehr abhängig bin und auf eigenen Beinen stehen kann ohne alles von einer Person abhängig zu machen, tröstet mich ungemein.

Ich sehe das nun so.

Ich bin süchtig! Und ich mache einen kalten Entzug!

07.03.2012 12:08 • x 2 #15



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