Zitat von Zylinderella: Die Klinik stellt ja die AU aus, da steht der Name ja drauf.
Geheim bleibt es eh nicht, denn zumindest weiß es die Personalabteilung und die wird Deiner Abteilung sagen, wie lange Du voraussichtlich weg bist. Und dann wird getratscht. Klinik, aha, welche Klinik? Querverbindunen gibt es immer und auch wenn es die Personalabteilung nicht sagen darf, so wird es doch irgendwie durchsickern.
Ich bin in solchen Fällen immer für Ehrlichkeit. Geh proaktiv vor und sage, Du wirst wegen Depressionen in eine Klinik eingewiesen, Termin noch unbekannt. Dass Depressionen Krankheiten sind, weiß mittlerweile fast jeder.
Ich würde es erstens der Personalabteilung und zweitens meinem Vorgesetzten sagen. Diese Geheimnistuerei beschwört ja nur Gerüchte herauf und die führen dann zu Spekulationen, Ärger wegen des Personalausfalls, den man Knall auf Fall regeln muss und es ist obendrein unkollegial und kann später auch das Verhältnis zum Vorgesetzten belasten.
Außer Dir ist das egal..
So wissen die Beteiligten, dass sie irgendwann mit Deiner Abwesenheit rechnen müssen. Und das Gerede hintenrum? Egal, Du hast Dir nichts vorzuwerfen und was Kollegen sagen und meinen und womöglich verurteilen, kannst du eh nicht ändern.
Meine Kollegen hätten eine ehrliche Information verdient.
Ich kenne diese Geheimnistuerei und finde sie einfach nur blöd. Da hört man, ein Mitarbeiter fehlt über Wochen und schon denkt jeder darüber nach. Was könnte das sein? Oh Gott, womöglich Krebs oder eine sonstige schwere Krankheit? Oder womöglich psychisch bedingt? Naja, komisch war der ja schon immer, passt ins Bild.
Mach es Dir einfach und sprich darüber. Damit zeigst Du mehr innere Größe als diejenigen, die ihre Krebserkrankung verbergen wollen. Das gibt es nämlich auch.