Zitat von DieSeherin: mach dir dein "essenskonzept" spaß? also, hast du rundum spaß am essen, oder macht dir einfach spaß, dich in die materie reinzufuchsen?
Hi und danke für deine Frage. Ich bin ja da nicht so der fürsorgliche, bekochende Typ der wahnsinnig Spaß am kochen hat. Wenn ich Gäste bewirte gibt es Raclette, fertig aus
😄 . Da findet jeder was und alle sind glücklich. Wobei ganz stimmt das nicht, ich mag es wenn ich Menschen einen Freude machen kann, beim Essen wie auch so, aber das gelingt mir zu selten, als dass es mir bei Ernährung Spaß machen würde.
Was mir tatsächlich Spaß macht ist mir eine neue Materie anzueignen. Und es fasziniert mich seit jeher, dass ich Dinge im Inneren durch das Äußere beeinflussen kann. Heute weiß man, dass man Symptome verbessern kann durch den entsprechenden Lebensstil. Bzw. Das wusste man schon immer, aber wir haben es vergessen und ganz andere Möglichkeiten. Das erfordert Disziplin, Ausdauer, aber ja, auch Spaß daran. Der entsteht bei mir wenn ich Veränderung bemerke und/oder wenn ich es schaffe Wissen mit Geschmack zu vereinen.
Vieles was wir gelernt haben zu Essen ist nunmal nicht gut, aber ich bin trotzdem fasziniert wieviel der menschliche Körper aushält. Trotzdem ging es mir ja jahrelang selbst nicht gut und ich fing an mich mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu beschäftigen. Und ich habe vieles ausprobiert. Auch viel komisches was nicht schmeckte. Aber Spaß empfinde ich, wenn ich es schaffe etwas Einfaches mit viel Geschmack hinzubekommen. Ich mag es selten verschnörkelt, aber wenn mich jemand so bekochen möchte, sehr gerne
😄 . Letztendlich hatte mein Allgemeinzustand aber nichts mit Essen zu tun, aber ich habe viel gelernt, probiert und schon auch Vorteile gefunden. Aber ich denke ich bin da bauchtechnisch auch empfindlicher als andere.
Ich habe also zwangsläufig gelernt, dass sich Geschmack verändern kann. Ich meine ein Großteil der Menschheit nutzt keinen Weizen und Milch und denen schmeckt es sehr gut. Was ich dann aber nicht so mag wenn es so gezwungen ist. Deshalb der clean Ansatz.
Also ja, ich denke es ist anstrengend für mich, weil ich mich sonst nur von Nudeln, Pizza und Brot ernähren würde und es für mich schwer ist viel zu kochen. Denn das ist es was Clean Eating verlangt. Aber auch was mich gut fühlen lässt.
'gesund' stelle auch ich in Anführungszeichen. Ich würde es nach dem aktuellen Stand der Forschung bezeichnen. Omega-3, Ballasstoffe, Mikrobiom etc. Vorallem nur weil es für den einen Teil des Körpers gut ist muss es das noch lange nicht für den anderen sein. Siehe Herz vs. Leber vs. Darm. Zuviel von etwas ist immer irgendwo schlecht.
Also wie gesagt deshalb mag ich Farben essen. Das ist abwechslungsreich, man hat die empfohlenen 5 Portionen Obst/Gemüse pro Tag und kann damit Sünden gut kompensieren.
Um dann noch die hohe Kunst von regional und saisonal drauf zu setzen, erfordert es nochmal ein höheres Level, aber ich denke zumindest öfter drüber nach. Früher ging da ja gar nicht anders, da gab es keine Mango im Winter, ich glaube fast das war besser
🙂 .
Den Thread gibt es, weil ich gerne mit Menschen über Essen und Zutaten rede, zur Inspiration und weil es mich interessiert. Der Mensch mit dem ich das gerne gemacht habe, fehlt mir und deshalb passt es auch hierher
😏.
Habt noch einen schönen Tag.