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50515

Club der nach langjähriger Beziehung Verlassenen

sehnsucht100
Zitat von Simone79:

Überhaupt nicht!
Wollte den Kontakt abbrechen!
Leider ist am 30.12.2019 mein Bruder überraschen verstorben, und sie hat mir angeboten mit Unserer Tochter in meine Heimatstadt zu fahren und ihn noch ein letztes mal zu sehen!
Wir haben bei meiner Schwester übernachtet, und es hat mir jede Sekund weh getan!
Sie zeigte nichts kühles, keine Abweisung... wie wenn nichts wäre!
Und nächste Woche das selbe Spiel, bei der Beisetzung! Traurig
LG

x 1 #1156


Wirdschon
Guten Morgen Ihr Lieben

@AD46

Ich knuddel Dich mal ganz fest! Und ja, geh in eine Therapie und arbeite das auf! Jeder von uns hat sein Päckchen zu tragen und jeder von uns muss seinen Weg finden, wie er dieses am einfachsten tragen kann! Deine Erlebnisse mit deiner Mutter hängen fest....und da ich diese psychospiele auch mit meinem Erzeuger durchgemacht habe, weiß ich, wie fest! Aber auch hier hilft loslassen! Ich habe seid über 20 Jahren keinen Kontakt mit ihm und damit geht es mir gut! Soll nicht heißen, dass das auch dein Weg sein soll, nur, dass du dich damit auseinandersetzen solltest.

Wünsche Dir viel Kraft

x 4 #1157


A


Club der nach langjähriger Beziehung Verlassenen

x 3


Wirdschon
@sehnsucht100

Bei dir kommt es aber auch knüppeldick! Meinst du nicht, dass du den Tod deines Bruders erstmal aufarbeiten solltest?
Die Beziehung zu Geschwistern ist doch die längste die wir im Leben haben, nach der mit den Eltern! Und wenn jemand stirbt, führt uns das unsere eigene Sterblichkeit vor Augen, man Hinterfragt sein Leben und will evtl Fehler ausmerzen... und nun passiert dir das mitten im trennungsschmerz und es wird schlimmer als besser! Vielleicht hängt das ja zusammen und wenn du , evtl mit Therapie oder anderer Unterstützung, aufarbeiten kannst, geht es dir besser!

Ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt, drück dich virtuell ganz fest und bin hier mit den anderen TrümmerFlatterichen (wieso es hier Vögel mit n beept? zwinkern )für dich da

....wir langzeitbeziehungsruinen halten zusammen...

x 6 #1158


AD46
Zitat von Simone79:
Da kommt nur negatives ( du bist zu dick, du musst Mal das. Dir Wohnung gehört geputzt usw) am schlimmsten ist es das sie aber auch über meine Tochter so spricht ( Gewicht, Sport, ...). Selbst sitzt sie aber nur zu Hause mit ihrer schweren Depression und Tut nix im da raus zu kommen.

Das ist, als ob du meine Mutter beschreibst. Immer nur Kritik, Äußerlichkeiten zählen mehr als alles Andere. Niemand läuft schreiend weg, wenn er mir auf der Straße begegnet, aber für die Laufstege dieser Welt würde es auch nicht reichen. Unsere Tochter ist ein süßes, hochintelligentes Mädchen. Aber auch hier, sie ist zu dick etc. Obwohl sie beide Kinder liebt. Aber der Kleine entspricht wohl mehr ihren optischen Vorstellungen.
Er ist (leider böse ) 1:1 eine Kopie seines Vaters. Schlank, gutaussehend und setzt seinen Charme sehr gekonnt ein. Er wickelt wirklich alle um den Finger mit seinem Augenaufschlag. Hach, ist der süß.... lustig
Isser auch. Aber deswegen gibt es für mich keinen Grund, bei den Kindern einen Unterschied zu machen. Bei ihr schon.

Ich muss wirklich nachdenken. Und mit professioneller Hilfe eine Entscheidung treffen.

x 3 #1159


Molly65
Guten Morgen meine lieben Trümmertauben und Täuberiche herz

Liebe @AD46
das tut mir so weh, was du geschrieben hast....
Durch die Erfahrungen in der Kindheit wird man geprägt und schleppt dieses auch im Erwachsenenalter mit (manches bewusst, manches unbewusst, was dann mit einer Wucht wieder hoch kommt )
Sicher haben unsere Eltern alles so gemacht, wie sie es für richtig hielten oder auch in ihrer eigenen Kindheit nicht anders erlebt haben. Das soll keine Entschuldigung sein.... Wenn ein Freund/ eine Person mit einem so umgehen würde, würde man sofort den Kontakt abbrechen.... bei der eigenen Familie hat man da eine ungesunde Hemmschwelle - egal, welchen Schmerz einem zugefügt wird ......
Kinderseelen sind so zerbrechlich und schwer wieder heil zu machen - bis ins Erwachsenenalter..so wie bei dir Traurig

Ich weiß, dass du in deinem jetzigen Zustand der "Auseinandersetzung, Aufarbeitung" mit deiner Mutter nicht gewachsen bist, daher würde ich meine Hoffnung auf die Therapie setzen . Also vorher nicht das große Gespräch mit ihr suchen - vielleicht ein kurzes Dankeschön auf ihre Nachricht, wenn es dir ein Bedürfnis ist, es dich aber nicht zu sehr aufwühlt -ich würde es nicht machen !
Bei der Therapie wird dir aufgezeigt, wie du das schlimme Erlebte mit ihr verarbeiten und umgehen kannst. Das wird dir helfen, diese "Altlasten" los zu werden - nicht deiner Mutter (du bist ihr gar nichts schuldig !) zuliebe, sondern nur für DICH

GLG Kuss geben

x 4 #1160


B
Zitat von AD46:
Ich meine, sie ist meine Mutter. Wir werden das nie ganz kitten können. Aber letzten Endes ist sie außer den Kindern meine einzige Verwandte. Dieses ist eines der Themen, die ich in der Therapie aufarbeiten möchte. Im Moment möchte ich nichts unternehmen aber auf lange Sicht hätte ich gerne eine Aussöhnung. Auch für mich. Um damit abzuschließen. Und ein Stück weit zu verzeihen, um selbst damit Frieden schließen zu können. Aber ... ich habe auch Angst davor. Sie hat mich einfach zu oft enttäuscht.


Ich kann darauf nur mit meiner eigenen Geschichte antworten.

Wir waren zwei Brüder, mein Bruder 16 Jahre älter als ich. Meine Mutter liebte uns beide sehr, für meinen Vater war mein Bruder jedoch immer der bessere Sohn. Das bekam ich sehr oft zu spüren. Im Teenager Alter gipfelte das darin, dass ich sehr viel Mist angestellt habe, möglicherweise um Aufmerksamkeit zu bekommen, so zumindest sagte es damals der Psychologe. Meine Eltern waren selbständig und täglich 12 bis 14 Stunden nur mit der Firma beschäftigt. Ich war dann mehr oder weniger mir selbst überlassen. Als meine kritische Phase anfing und es des Öfteren Termine wahrzunehmen gab bei der Schulleitung oder bei der Polizei ist nicht mein Vater mit mir gegangen, dem war das alles zu peinlich. Mein Bruder, den ich liebte so wie ich meinen Vater hätte lieben sollen, hat alle diese Termine wahrgenommen und wie ein Löwe für mich gekämpft. Leider wurde meine Mutter zu der Zeit starke Alk. und ist das auch bis zu ihrem Tod geblieben. Oft hörte ich von meinem Vater Aussagen wie... Du bist zu nichts nutze... Du hast nur Mist im Kopf... und und und. Ich habe meinen Vater zu der Zeit nicht geliebt, er hat mich immer nur dann in den Arm genommen um mir den Hintern zu versohlen, ansonsten gab es von ihm keine Nähe.

Zwei Jahre nach dem Tod meiner Mutter, er war zu dem Zeitpunkt schon 74 Jahre alt, ist er mit einer Frau zusammengezogen, die er aus dem Schützenverein kannte. Unser Verhältnis besserte sich zuvor schon etwas durch den Tod meiner Mutter und die damit verbundene, gemeinsame Trauer. Im selben Jahr wurde bei ihm Magenkrebs festgestellt, leider ohne Aussicht auf Heilung. Der Frau mit der er zusammengezogen war, wurde er mehr und mehr zur Last. Das hat sie ihn und uns spüren lassen. Zu dieser Zeit tat er mir leid. Wir hatten nie ein klärendes Gespräch über die vergangene Zeit aber ich fühlte, dass er mich braucht. So war ich für ihn da und wir sahen uns öfter, unternahmen gemeinsam Ausflüge und verbrachten Zeit miteinander. Es kam die Zeit, der Krebs war weit fortgeschritten, wo er den Wunsch hatte für die letzte, ihm verbleibende Zeit in ein Hospiz zu gehen. Ich besuchte ihn dort so oft wie möglich. Als er sechs Monate später dort verstarb, tat es mir mehr weh wie der Tod meiner Mutter, so stark hatte sich unser Verhältnis verändert, verbessert.

Mit den eigenen Eltern Frieden zu schließen, für sie da zu sein, dazu ist es nie zu spät. Es ist doch nicht wichtig was früher war. Ich habe meinen Eltern oft Sorgen bereitet. War kein vorbildliches Kind. Dennoch haben mich beide geliebt, jeder halt auf seine Weise. Manchmal braucht es vielleicht erst das Unabwendbare um zueinander zu finden. Im Nachhinein betrachte bin ich so froh meinen Frieden mit ihm gemacht zu haben und zugleich tut mir der Verlust noch so weh. So gerne hätte ich seinen Beistand nach der Trennung von meiner Frau gehabt, denn auch er hat sie sehr geliebt auch wenn er sie erst zwei Jahre vor seinem Tod kennengelernt hat.

Mach Deinen Frieden mit ihr. Wenn Du meinst, Deine Geschichte mit ihr aufarbeiten zu müssen, dann tue es. Manchmal reicht aber auch ein einfaches... danke für Deine warmen Worte, Du fehlst mir sehr.
Verzeihen ist menschlich, vergeben göttlich.

x 6 #1161


Molly65


....ich weiß, dass dies nicht jedermanns Geschmack ist ( @HerrArgh , halte dir die Ohren zu zwinkern und vielleicht auch einige von Euch )
Da ich, was die Musikrichtung angeht, Frau Querbeet bin, wünsche ich Euch solch einen Tag Kuss geben

x 1 #1162


Molly65
Zitat von Balko43:
er hat mich immer nur dann in den Arm genommen um mir den Hintern zu versohlen, ansonsten gab es von ihm keine Nähe.

Balko, das tut mir so leid Traurig , was tut man als Kind nicht alles, um wahr genommen und geliebt zu werden....

Ich nehme dich jetzt mal in den Arm trost spenden

x 1 #1163


Alleswirdgut123
Zitat von Molly65:
Ich weiß, dass du in deinem jetzigen Zustand der "Auseinandersetzung, Aufarbeitung" mit deiner Mutter nicht gewachsen bist, daher würde ich meine Hoffnung auf die Therapie setzen . Also vorher nicht das große Gespräch mit ihr suchen - vielleicht ein kurzes Dankeschön auf ihre Nachricht, wenn es dir ein Bedürfnis ist, es dich aber nicht zu sehr aufwühlt -ich würde es nicht machen !
Bei der Therapie wird dir aufgezeigt, wie du das schlimme Erlebte mit ihr verarbeiten und umgehen kannst. Das wird dir helfen, diese "Altlasten" los zu werden - nicht deiner Mutter (du bist ihr gar nichts schuldig !) zuliebe, sondern nur für DICH


Das kann ich nur unterschreiben. Sowohl aus meiner beruflichen als auch privaten Erfahrung heraus.
Schreib ihr - wenn es dir ein Bedürfnis ist- freundlich zurück- sonst nichts.
Kläre das erst einmal (therapeutisch) für dich, dann wirst du irgendwann wissen und eine klare Haltung dazu haben wie du mit ihr umgehen möchtest.
Ich glaube auch hier geht der Weg letztlich nur Richtung Verzeihen. Und wichtig dabei ist: verzeihen heißt nicht gutheißen. Heißt: Ich vergebe dir, aber ich lass auch deinen Anteil daran (das was du mir zugefügt hast) ganz bei dir. Mit diesem Teil musst du fertig werden.
Eure AWG

x 3 #1164


AD46
Zitat von Balko43:
Mit den eigenen Eltern Frieden zu schließen, für sie da zu sein, dazu ist es nie zu spät. Es ist doch nicht wichtig was früher war. Ich habe meinen Eltern oft Sorgen bereitet. War kein vorbildliches Kind. Dennoch haben mich beide geliebt, jeder halt auf seine Weise. Manchmal braucht es vielleicht erst das Unabwendbare um zueinander zu finden. Im Nachhinein betrachte bin ich so froh meinen Frieden mit ihm gemacht zu haben und zugleich tut mir der Verlust noch so weh. So gerne hätte ich seinen Beistand nach der Trennung von meiner Frau gehabt, denn auch er hat sie sehr geliebt auch wenn er sie erst zwei Jahre vor seinem Tod kennengelernt hat.

Mach Deinen Frieden mit ihr. Wenn Du meinst, Deine Geschichte mit ihr aufarbeiten zu müssen, dann tue es. Manchmal reicht aber auch ein einfaches... danke für Deine warmen Worte, Du fehlst mir sehr.
Verzeihen ist menschlich, vergeben göttlich.


Das ist, glaube ich, in meinem Fall anders. Geliebt habe ich mich nie von ihr gefühlt. Und Sorgen mussten sich meine Eltern wegen mir in meiner Kindheit auch nicht machen. Ich war extrem angepasst, schon aus der Angst heraus, wieder Ärger zu bekommen. Ich war eine ausgezeichnete Schülerin, hatte fast nur 1er auf meinen Zeugnissen. Das hat aber alles nicht gereicht. Mir fallen so viele Dinge ein, wo sie einfach nur Schwächen von mir ausgenutzt hat um mich fertig zu machen. Sie brauchte dafür weder einen Anlass noch einen Grund.

Z.B. kam ich als Kind im Sommer nach einem Ausflug in die Stadt nach Hause. Ich kann nicht älter als 10, vielleicht 11 gewesen sein. Es war brütend heiß und vermutlich hatte ich nicht genug getrunken. Ich hatte rasende Kopfschmerzen. Das habe ich ihr gesagt. Und ich werde nie ihr hasserfülltes Gesicht vergessen, als ich ihr das sagte. Und dann brüllte sie mich an: Weil Du eine Memme bist! Und so könnte ich endlos weiter schreiben. Diese Dinge, die im Großen und im Kleinen passiert sind, Lieblosigkeiten, Gehässigkeiten etc. etc.


Zitat von Molly65:
Ich weiß, dass du in deinem jetzigen Zustand der "Auseinandersetzung, Aufarbeitung" mit deiner Mutter nicht gewachsen bist, daher würde ich meine Hoffnung auf die Therapie setzen . Also vorher nicht das große Gespräch mit ihr suchen - vielleicht ein kurzes Dankeschön auf ihre Nachricht, wenn es dir ein Bedürfnis ist, es dich aber nicht zu sehr aufwühlt -ich würde es nicht machen !
Bei der Therapie wird dir aufgezeigt, wie du das schlimme Erlebte mit ihr verarbeiten und umgehen kannst. Das wird dir helfen, diese "Altlasten" los zu werden - nicht deiner Mutter (du bist ihr gar nichts schuldig !) zuliebe, sondern nur für DICH


Zitat von Alleswirdgut123:
Kläre das erst einmal (therapeutisch) für dich, dann wirst du irgendwann wissen und eine klare Haltung dazu haben wie du mit ihr umgehen möchtest.
Ich glaube auch hier geht der Weg letztlich nur Richtung Verzeihen. Und wichtig dabei ist: verzeihen heißt nicht gutheißen. Heißt: Ich vergebe dir, aber ich lass auch deinen Anteil daran (das was du mir zugefügt hast) ganz bei dir. Mit diesem Teil musst du fertig werden.


Ich glaube, dass das eher mein Weg sein wird.
Ich danke euch allen von Herzen für Euren Input. Habt einen schönen Tag.

LG A.

x 2 #1165


S
Mich treibt eher um, was unsere toxische Trennung, Kindsintrumentalisierung, Hass auf mich seit 5 Jahren, Kontaktabbruch eines Kindes mir ggü, das andere steht deutlich seit 5 Jahren immer wieder unter Druck, muss demnächst zum zweiten mal vor Gericht aussagen, weil Mama es wieder mal so will bei meinen Kindern in Zukunft anrichtet. Ich mache mir da schon Gedanken. Spurlos geht das nicht an einem Menschen vorbei, was da im Alter bei der einen ab 4 bei der anderen ab 12 über Jahre angerichtet wird.

#1166


AD46
Zitat von Solskinn2015:
Mich treibt eher um, was unsere toxische Trennung, Kindsintrumentalisierung, Hass auf mich seit 5 Jahren, Kontaktabbruch eines Kindes mir ggü, das andere steht deutlich seit 5 Jahren immer wieder unter Druck, muss demnächst zum zweiten mal vor Gericht aussagen, weil Mama es wieder mal so will bei meinen Kindern in Zukunft anrichtet. Ich mache mir da schon Gedanken. Spurlos geht das nicht an einem Menschen vorbei, was da im Alter bei der einen ab 4 bei der anderen ab 12 über Jahre angerichtet wird.


Ich hatte das weitgehend in deinem Thread gelesen und mehr als einmal fassungslos mit dem Kopf geschüttelt. Denn letzten Endes ist das nichts anderes, nur in einem anderen Zusammenhang. Ich ermögliche meinem Ex wirklich den absolut ungehinderten Umgang mit den Kindern, auch wenn es mir jedes Mal das Herz aus dem Leib reißt, ihn zu sehen. Die Kinder lieben ihn. Und die Kinder zu quälen und zu instrumentalisieren um ihn zu treffen, käme mir nicht in den Sinn.

Was Deine Frau da umtreibt, kann wohl keiner beurteilen. Und einen Rat kann ich dir da leider auch nicht geben. Ob Deine Kinder dir später mal Gelegenheit geben, die Geschichte aus deiner Sicht zu erzählen, weiß ich nicht. Aber ich glaube, dass das vermutlich der einzige Weg sein wird, Dinge richtig zu stellen. Dafür müssten aber beide Dir die Gelegenheit dazu geben.

Ich kann und werde nie verstehen, wie man seine eigenen Befindlichkeiten über das Wohl seiner Kinder stellen kann.

x 3 #1167


S
Das was mal zwischen mir und den Kindern sein wird oder sein kann, weiß man nicht. Bei der Großen denke ich es kann lange dauern und eher so wie bei Balkos Vater ausgehen. Schade.

Aber das ist nur eine Baustelle. Dieses ganze toxische hat definitiv Auswirkungen auf die Kinder. Das lese ich ja auch aus euren Geschichten raus. Da ist Druck. Angst. Die eine hat Angst den Vater zu verlieren. Wahrscheinlich müssen beide bestimmte Verhaltensmuster zeigen, um Mutterliebe und Anerkennung zu bekommen. Die Große lernt viel und ist top in der Schule. Top im Sport. Sie will wahrscheinlich wenigstens einen Lebensbereich gut hinbekommen. Sie bekommt dadurch vermutlich auch Anerkennung im sozialen Umfeld. Aber was macht das mit dem Selbstbewusstsein? Mit der Selbstliebe? Mit der Beziehungsfähigkeit? Mit den Beziehungsmustern? Entweder man wird zum 150% Verleugner der eigenen Gefühle und holt sich Ablenkung oder Ersatzbestätigungen oder man fällt irgendwann in ein tiefes Loch, was da von den Eltern für einen gegraben wurde und muss sehen wie man da wieder rauskommt.

x 2 #1168


AmericanSweety
Zitat von AD46:
@AmericanSweety

Hey Süße, was machst du denn für Sachen? Ich arbeite noch und habe leider nicht viel Zeit.
Aber du bist ja völlig durch den Wind. Natürlich kannst du nicht alles Geschriebene für bare Münze nehmen. Schau, niemand kennt hier Deinen Mann. Und viele spiegeln einfach ihre eigenen Erfahrungen. Nimm mit, was für dich passt und ignoriere den Rest. Ich hatte ehrlicherweise aus deinen Posts nie herauslesen können, dass du Anlass zur Sorge hast, was eine andere Frau angeht.

Versuch dich ein wenig zu beruhigen.

Und was alles andere angeht. Geduld ist eine Tugend, die mir leider auch nicht in die Wiege gelegt wurde. Aber das kann man lernen und mittlerweile klappt das bei mir ganz gut.

LG A.


Werde es wahrscheinlich doch nicht schaffen, in meinem Beitrag mal ein Update zu verfassen. Weil ich weiß, dass ich dann wieder heulen werde und das möchte ich im Moment vermeiden, so gut es eben geht...

Wegen der Sorge, dass es eine andere geben könnte... Die hatte ich anfangs kaum oder gar nicht... So richtig kam das erst durch das lesen vieler Beiträge/Meinungen hier, dass zu 99,9% immer eine andere in den Startlöchern wäre, wenn ein Mann sich (gefühlt) von jetzt auf gleich bzw plötzlich trennt. Jemand schrieb mir, ich könnte mich glücklich schätzen, wenn ich zu den anderen 0,01% gehören sollte. Das hat mich alles mehr als verunsichert und fast wahnsinnig und paranoid gemacht.
Dazu kommt, dass mein Mann seit einigen Wochen (also vor der Trennung schon) in einer Whatsappgruppe mit 2 Arbeitskolleginnen ist. Hatte ja geschaut, völlig bedenkenlos. Er ist schon immer ein Kumpeltyp gewesen, auch für Frauen. Meine Trauzeugin und frühere beste Freundin war ebenfalls eine Arbeitskollegin von ihm. Es gab in über 16 Jahren auch nie einen Anlass, ihm zu misstrauen. Er war bzw ist da immer zu 100% vertrauenswürdig.
Niemals bin ich während der Beziehung heimlich an sein Handy. Es lag auch schon immer offen rum und hätte dran gehen können bzw wenn ein Anruf kam oder eine Nachricht und er war gerade in einem anderen Raum, hätte ich rangehen können bzw bin es bei Anrufen auch.
War nie ein Thema.
Bedingt durch den "Einfluss" mancher (nicht unserem!) Beiträge hier im Forum bzw besagten Meinungen, hab ich mich nun zu Aktionen wie gestern hinreißen lassen. Und die ganze Zeit hat sich bestätigt, meine Sorge war unbegründet!
Hatte mich da so reingesteigert, dass ich hinter jedem Satz, seinem ganzen Verhalten und jeder Reaktion von ihm irgendwelche Vermutungen angestellt hatte.
Ich hab teilweise mit ihm darüber geredet (ob es da was gibt, was ich wissen sollte, dass ich es lieber jetzt erfahren würde, wenn da was ist, als irgendwann später etc) und er versichert mir, da gibt es absolut gar nichts und er hat auch nicht vor, dass sich das ändert.

Ich glaube dazu kommt eben, dass ich vieles einfach nicht verstehen kann. Ich kenne ihn nun 17 Jahre, hab so gut wie jeden einzelnen Tag davon mit ihm verbracht und müsste ihn wie vorher, ohne große Worte verstehen können. Tue ich aber in vielen Dingen nicht mehr.

Zb kann ich nicht verstehen, wieso er aktuell sagt, er hat damit abgeschlossen. Statt uns die Chance zu geben, an uns zu arbeiten und zu schauen, ob die Liebe unwiderruflich verschwunden ist oder Gefühle doch wieder hochkommen.
Er sagt zwar, er kann sich halt im Moment überhaupt nicht vorstellen, dass es wieder anderst laufen könnte und man die Probleme beseitigen kann. Es ist unreal. Weil sie ja lange bestanden und sich das eingebrannt hat.
Nichts fühlen stimmt ja auch nicht. Dann wäre ich ihm egal. Es ist aber das Gegenteil der Fall. Natürlich sollte das normal sein, wenn man so lange zusammen war. Bei vielen ist es das aber nicht. Manche packen ihr Zeug und hauen ab, nach mir die Sinnflut. Wie sie damit zurechtkommt, ist mir egal...
Ich bin ihm nach wie vor sehr wichtig, er will mich in allem unterstützen, mir helfen...Für mich da sein. Nimmt mich in den Arm, wenn ich weine und es nicht mehr zurückhalten kann, redet geduldig mit mir über uns, wenn mir danach ist...
Er würde sich wünschen, dass er anderst empfindet... Und sagt, wenn da wieder was entsteht, sagt er es mir. Er kann sich vorstellen, dass er wieder anderst empfindet, wenn sich zeigt, dass doch alles anderst sein kann, dass ich auf ihn wieder mehr anziehend wirken kann, wenn ich mit mir selbst wieder zufrieden bin und das auch ausstrahlen kann. Wenn alles nicht nur Worte waren, sondern Taten....

Das alles lässt mich so sehr hoffen und ich spüre, dass da noch was ist. Im Moment nicht genug, aber eben auch nicht "nichts".
Ich glaube so fest daran, dass wir es schaffen könnten.

Hatte gestern Abend mit meiner Schwester telefoniert, weil es mir so mies ging...Sie meinte, sie fand, dass wir viel liebevoller miteinander umgehen als früher. Waren ja an Weihnachten bei ihr. Sie denkt auch, dass es funktionieren könnte, unter gewissen Vorraussetzungen.

Aber niemand kann mir sagen wie es funktioniert. Er ja auch nicht. Wie man sich wieder annähert. Nicht jetzt im Moment! Aber wann? Und was muss ich dann tun? Ich glaube, das kann niemand sagen, aber ich würde es mir wünschen.

Es braucht Zeit, Geduld und gewisse Veränderungen. Aber genau da kommt dann meine Angst wieder, dass die Zeit gegen mich/uns arbeitet... Wie ein Teufelskreis eben.

Es geht mir echt richtig schlecht. Habe jetzt schon Angst vor heute Abend. Mein Mann muss arbeiten gehen und meine Tochter übernachtet heute bei der Oma. Bin also allein. Was mit Freunden unternehmen hab ich keine Lust, muss morgen auch wieder arbeiten. Aber allein sein ist momentan echt Horror für mich. Ich mag es nicht und werde das auch nie mögen. Klar genieße ich es mal, wenn ich Ruhe habe. Aber dann suche ich mir das aus, nicht so wie heute und grade in diesem Gemütszustand...

Nunja, was ich gestern gemacht habe (und ich schäme mich dafür, hab ein schlechtes Gewissen und schüttel den Kopf über mich selbst) hat mir gezeigt, dass es so nicht weiter gehen kann. Das war echt too much und vorallem total unnötig. Ich will versuchen, mir da nichts mehr einzureden und geb mir noch das Wochenende zum hängen lassen, bevor ich Montag wieder durchstarte und wieder weiter an meinen Zielen "arbeite".

Habt einen hoffentlich schönen Samstag, fühlt euch alle gedrückt!

PS: Finde das mit der Therapie super! Kann hier einige sehr gut verstehen. Hatte auch keine schöne Kindheit und habe sehr unter meinem Stiefvater gelitten...Wird dir definitiv helfen!

x 3 #1169


Simone79
Zitat von AD46:
Aber der Kleine entspricht wohl mehr ihren optischen Vorstellungen.
Er ist (leider ) 1:1 eine Kopie seines Vaters. Schlank, gutaussehend und setzt seinen Charme sehr gekonnt ein. Er wickelt wirklich alle um den Finger mit seinem Augenaufschlag. Hach, ist der süß....
Isser auch. Aber deswegen gibt es für mich keinen Grund, bei den Kindern einen Unterschied zu machen. Bei ihr schon.


Lustig. Ich hab ja auch die große und den kleinen. Abgesehen davon dass das mit dem Abbild des Vaters nicht stimmt bei unserem könnte alles was du schreibst von mir sein. Und das tut mir vorallem für meine Tochter leid. Die will schon gar nicht mehr zu Oma mir ihren 13 Jahren weil " die ja eh immer was zu meckern hat".

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A


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