HerrArgh
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Ich habe inzwischen einen Entschluss gefasst: ich habe keine Lust mehr. Hoffentlich halte ich mich auch daran... Ich liebe diese Frau wirklich bedingungslos über alles, aber ich bin es leid, dass ich mich ständig nur selbst kaputt mache.
Wir haben gestern noch eine Zeit lang geschrieben. Viele Fragen meinerseits sind noch offen, viele Vermutungen noch vorhanden. Sie hat geantwortet, aber das waren vermehrt auch offensichtliche Punkte, die nur bestätigt werden mussten. Als es anfing, tiefer zu gehen, hat sie wieder dicht gemacht. Jedenfalls habe ich nun die Gewissheit, dass ich mit meinem Bedrängen in der Anfangszeit nur alles schlimmer gemacht habe. Ob es ohne jedoch anders gelaufen wäre, wage ich zu bezweifeln. Es bleibt die Vermutung, dass da noch irgendwas ist und es bleibt die Hoffnung, dass ich ihr noch mehr bedeuten könnte als sie zugeben mag. Aber alles reden bringt nichts, wenn auf der anderen Seite niemand ist, der zuhören mag.
Es bleibt vor allem die große Frage, wovor sie mehr flüchtet: diesem Ort, dieser Ehe oder mir. Es gibt mir sehr zu denken, dass sie nicht bereit wäre, für unsere Tochter an diesen Ort zurückzukehren und mich gehen zu lassen. Da stimmt etwas gewaltig nicht, aber darüber möchte sie entweder nicht mit mir reden oder sie möchte selbst nicht darüber nachdenken. Alleine werde ich die Antwort nicht finden und das Rätsel ruhen lassen müssen.
Da es so aber nicht weitergeht, werde ich ihr nun zwei Vorschläge machen... Ich halte absolute Funkstille und werde mich nur im äußersten Notfall bei ihr melden, wenn etwas mit unserer Tochter sein sollte. Nebenbei werde ich ihre Sachen einpacken und versuchen, sie aus meinem Leben zu streichen. Dann kann ich irgendwann sehen, wie sehr ich sie wirklich vermisste.
Dies werde ich jetzt aber so oder so machen müssen. Ich werde jedoch auch vorschlagen, dass wir uns gemeinsam Hilfe suchen. Ja, ich habe die Hoffnung, dass irgendwas über der ganzen Gefühlsproblematik liegt. So wie es bislang lief, habe ich ihr aber auch nicht wirklich die Wahl gelassen, irgendwas anderes zu empfinden. Jemand Drittes könnte hier vielleicht helfen. Und sei es auch nur, eine geordnete Trennung zu ermöglichen.
Eine geordnete Trennung sehe ich momentan nicht als möglich an. Ich bin nicht bereit und sie wirkt ziemlich planlos. Das kann im Endeffekt nur böse enden. Wenn wir weiterhin diesen Weg beschreiten, werden irgendwann alle Vorwürfe aus mir herausplatzen - egal ob ich diese dann selber gerechtfertigt oder unfair finde. Folgender Gedanke kam mir zwischenzeitlich: ich bin ihr nicht mehr gut genug, mein Geld will sie aber dennoch. Wenn ich mit sowas die Trennung angehe sieht es übel aus.
Aber was soll ich nun machen? Ich bin planlos, was mein künftiges Leben angeht. Alles war irgendwie immer nur an unserer Familie ausgerichtet. Keine Freunde, keine Bekanntschaften. Bin zwar seit diesem Jahr in einem Verein, aber das ist nichts wirklich Geselliges. Kontaktaufbau zu anderen Menschen fiel mir schon immer schwer. Sowas entwickelte sich normalerweise immer nur zufällig (beim Rauchen


