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Club der nach langjähriger Beziehung Verlassenen

B
Zitat von HerrArgh:
Dabei umkreist mich natürlich eine neue Angst - und zwar die Angst, zu früh aufzugeben und einen riesigen Fehler zu begehen. Doch riesige Fehler habe ich bis hierhin schon genug begangen - es reicht.


Du musst nichts aufgeben, Du musst Raum geben, ihr und Dir. Du kannst ihre Gedanken nicht beeinflussen, nur Deine eigenen. Ein Riesenfehler ist es, eine Trennung nicht zu akzeptieren. Jemand, der lange mit Dir in einer Beziehung ist, trennt sich nicht einfach. Er hat sich das lange überlegt. Im Moment passt es nicht und ob sich das wieder ändert muß die Zeit zeigen, nicht ein Monat oder zwei, sondern vielleicht sechs Monate, ein Jahr...zwei...

Diese Zeit musst Du für Dich nutzen. Vielleicht kommst Du dann irgendwann zu der Überzeugung das es gut ist wie es ist, lernst neue Menschen kennen, lernst vielleicht auch das alleine leben gar nicht so schwierig ist und auch seine Reize hat.

Nochmal, Liebe ist mühelos! Das gilt für Dich und für sie.

x 12 #1186


H
Zitat von Balko43:
Nochmal, Liebe ist mühelos!

Ich denke schon ein Weile über diese Worte nach, verstehe sie aber nicht. Meiner Meinung nach ist nur Verliebtheit ohne Anstrengung. Für die Liebe jedoch muss man sich immer wieder aufs Neue ins Zeug legen. Hab ich da irgendwo einen Gedankenfehler?

Zitat von Balko43:
Er hat sich das lange überlegt. Im Moment passt es nicht und ob sich das wieder ändert muß die Zeit zeigen, nicht ein Monat oder zwei, sondern vielleicht sechs Monate, ein Jahr...zwei...

Das "lange überlegt" nagt noch an mir. Dass es lange nicht gut lief und sie von ihren Problemen aufgefressen wurde, ist bekannt. Mein Gefühl sagt mir jedoch, dass die eigentliche Entscheidung nicht lange überlegt war. Ändert aber natürlich nicht, dass es jetzt nicht sein soll. Wenn es ein, zwei oder fünf Jahre dauern sollte, wäre sie es mir wert. Die Angst, dass bald aber Erde verbrannt wird, ist groß. Diese Angst muss ich erst einmal loswerden.

Zitat von Balko43:
lernst vielleicht auch das alleine leben gar nicht so schwierig ist

Glücklicherweise bin ich nicht alleine - ich bin nur "ohne sie". Und dieses Leben "ohne sie" ist tatsächlich nicht so schwierig wie ich ursprünglich dachte. Jetzt muss ich nur lernen, auch wirklich zu leben. Denn das tat ich "mit ihr" auch schon nicht wirklich.

x 4 #1187


A


Club der nach langjähriger Beziehung Verlassenen

x 3


B
Zitat von HerrArgh:
Ich denke schon ein Weile über diese Worte nach, verstehe sie aber nicht. Meiner Meinung nach ist nur Verliebtheit ohne Anstrengung. Für die Liebe jedoch muss man sich immer wieder aufs Neue ins Zeug legen. Hab ich da irgendwo einen Gedankenfehler?


Damit meine ich, für die Liebe muß sich niemand verbiegen.

Einander lieben heißt doch gegenseitiges Verständnis, für den Partner da sein wenn er mich braucht, sich für den Partner interessieren, das sind doch in einer Partnerschaft Grundvoraussetzungen für die Liebe.

Wenn ich Bären töten muss, um geliebt zu werden dann ist für mich der Sinn dessen was man Liebe nennt verfehlt. Daher sage ich, Liebe ist mühelos.

Zitat von HerrArgh:
Wenn es ein, zwei oder fünf Jahre dauern sollte, wäre sie es mir wert. Die Angst, dass bald aber Erde verbrannt wird, ist groß. Diese Angst muss ich erst einmal loswerden.


Darauf hast Du Einfluss. Las los. Akzeptiere ihre Entscheidung. Ob sie lange überlegt hat spielt dabei überhaupt keine Rolle. Sie will Dich jetzt nicht, das alleine zählt. Je eher Du das verstehst und je eher Du danach handelst, umso größer wird die Wahrscheinlichkeit noch einmal irgendwas zu retten. Je länger Du sie unter Druck setzt, umso weiter wird sie sich von Dir entfernen.

x 8 #1188


H
Vielen Dank für die Ausführung. Diese Ansicht kann ich tatsächlich nur teilen.

x 3 #1189


AD46
Hallo und guten Abend,

habe mich in den letzten Tagen etwas rar gemacht. Ich musste erst einmal meine Gedanken sortieren, vor allem im Hinblick auf die Sache mit meiner Mutter. Ich werde das vorerst ruhen lassen und mir in der Kur und später beim Therapeuten noch professionellen Input geben zu lassen. Grundsätzlich wäre es aber schön, wenn das Verhältnis entspannter wäre, vor allem auch wegen der Kinder. Gerade der Kleine ist gerne dort. Und letztlich ist sie gewiss auch einsam. Wir müssen ja nicht direkt beste Freundinnen werden.

Was den Rest betrifft, in den Beiträgen der letzten Tage habe ich für mich einiges gefunden. Das Thema Loslassen ist für mich ja leider auch nicht so leicht. Er war das ganze Wochenende nicht da und auch wenn ich deswegen unendlich traurig bin, ist es auf der anderen Seite auch irgendwie befreiend. Leider hat er sich vorhin gemeldet und möchte gleich noch nach den Kindern sehen. Das kann und möchte ich ihm nicht verwehren. Trotzdem wäre es mir lieber gewesen, er hätte uns heute Abend in Ruhe gelassen. Mit meiner Ausgeglichenheit ist es nämlich jetzt schon wieder vorbei.

Mir gehen auch deswegen so viele Dinge durch den Kopf, gute und schlechte Erinnerungen. Ich war es ja gewohnt, dass sich wegen seiner Selbständigkeit immer alles nach seinem Zeitplan gerichtet hat. Da muss ich jetzt ein wenig besser aufpassen, dass das nicht so weitergeht. Er hat zwar für den Januar wieder 2 Wochenenden für die Kinder eingeplant, aber eben wieder nach seinem Zeitplan und ohne das mit mir abzusprechen. So ein wenig nach dem Motto: Friss oder stirb.
Daran muss ich arbeiten. Das geht auf Dauer so nicht.

Außerdem habe ich ihm gesagt, dass wir auch über die von mir schon einmal erwähnte Dinge sprechen müssen. Begeistert war er nicht. Ich meinte, er könne das auch nicht ewig totschweigen. Würde er ja nicht. Doch tut er. Denn er bewegt sich keinen Meter in dieser Hinsicht auf mich zu, er erwähnt es ja nicht einmal.

Grundsätzlich ist er es wohl nicht gewohnt, dass ich Forderungen stelle und die konkret auch durchsetze. Daran muss er sich aber gewöhnen. In dieser Hinsicht herrscht aktuell ein großes Ungleichgewicht.

x 8 #1190


AmericanSweety
Guten Abend!

Da ich nicht weiß, welche Gruppen ihr hier noch verfolgt, zitiere ich mich selbst, denn der letzter Satz geht vorallem auch an euch! gruppenkusscheln

Zitat von AmericanSweety:
Heute Mittag eine 8-9 und nach einem kleinen "Abschlussgespräch" aktuell bei 5-6...

Ich hatte mir vor wenigen Tagen das Wochenende als Limit gesetzt, mich so durchhängen zu lassen. Es ging mir zeitweise wirklich richtig schlecht. Es war teilweise so schlimm, dass mir selbst draußen, wenn ich unterwegs war, die Tränen in die Augen schossen und es meine ganze Selbstbeherrschung gekostet hat, dass ich es bis zu Hause aushalte... Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit, körperliche Schmerzen, pure Verzweiflung, zig Ängste etc.

Ich akzeptiere die Situation nun wie sie ist und möchte mein Leben wieder in die Hand nehmen. Mich nicht mehr von den ganzen Ängsten kontrollieren lassen. Nicht mehr so sehr dran denken, was ist in ein paar Monaten, sondern lieber in kleinen Schritten. Das ist bei weitem nicht so beängstigend. Denn was in ein paar Wochen oder Monaten ist, kann mir niemand sagen und es hilft nicht, sich verrückt zu machen. Es wird nicht einfach und die (seelischen) Schmerzen werden sicher noch ein täglicher Begleiter. Aber ich möchte, dass es mir besser geht! Das möchte ich so sehr!

Danke für den Input, Ratschläge und Beistand!

x 2 #1191


Wirdschon
@AmericanSweety

Sehr gut! Und immer wenn die Ängste wieder hochkommen, les dir deinen letzten Beitrag durch, als Motivation!

Fühl dich gedrückt und du weißt ja, wir sind da

x 3 #1192


AD46
@AmericanSweety

Das klingt doch gut. Es wird dir damit besser gehen. Es wird dich sonst auf Dauer fertig machen, Dich immer nur von deinen Ängsten leiten zu lassen. Ich hatte in den letzten Tagen den Eindruck, dass Du Dich permanent im Kreis drehst.

Ich finde, @Balko43 trifft wie immer den Nagel auf den Kopf:

Zitat von Balko43:
Damit meine ich, für die Liebe muß sich niemand verbiegen.

Einander lieben heißt doch gegenseitiges Verständnis, für den Partner da sein wenn er mich braucht, sich für den Partner interessieren, das sind doch in einer Partnerschaft Grundvoraussetzungen für die Liebe.

Wenn ich Bären töten muss, um geliebt zu werden dann ist für mich der Sinn dessen was man Liebe nennt verfehlt. Daher sage ich, Liebe ist mühelos.


100% Zustimmung, dem ist nichts hinzuzufügen.

x 4 #1193


sehnsucht100
Hallo liebe Mittrauernde, und hoffnungslos Verliebte!
Hier ein kleines Update meines Falles!
Nach 7 Monaten Trennung und Blockade(und allen versuchen, meine Ex wieder zu bekommen), und immer wieder jammern, hoffen und kämpfen, bin ich leider auf einen Punkt gekommen, der nie kommen hätte dürfen!
Ex durch Zufall wiedergetroffen, und natürlich sofoort die Meldung bekommen, das ich mir keine falschen Hoffnungen machen sol, usw..
Sie ist offensichtlich so verliebt, in einen neuen, oder ihr neues Leben, das sie mich, und ihre Zeit mit mir(18 Jahre) ofensichtlich total vergessen hat!
Ich habe es noch immer nicht gelernt alleine zu leben, und tu mir damit auch richtig schwer, was mich den ganzen Tag auch nur grübeln lässt, und ich ständig nur an sie denken muß, alls ob es auf der Welt nichts anderes gäbe!
Alle Vorsätze, mich zu ändern, vorrauszuschauen, Hobbys finden, spazieren, usw, lief alles den Bach runter, bis zudem 04.01.2020!
Ja, ich habe alle Fehler gemacht, die man nur machen kann, und das an einem einzigen Tag!
04.01.2020 ca 16.00 Uhr: Liebeskummer, Sehnsucht, und totale Verzweiflung sind am Höhepunk. Sofort wurde Alk. ins Spiel gebracht, und sentimentale Musik braucht man ja auch um sich noch weiter rein zuschauckeln!
Durchgehendes weinen, und Verzweiflung und Alk. brachten mich zur größten Dumheit meines Lebens!
Ich habe geglaubt von diesre Welt gehen zu müssen, und mir einen wunderbaren Tablettencocktail gemixt!
Ja, tatsächlich, war ich soweit!
Noch schnell an Tochter(größter Fehler überhaubt) und EX eine idiotische "Lebe Wohl" Nachricht gesendet, und noch ein letztes mal meinen Lieblingssong gehört!
Nicht einberechnet, das es wirklich sooo schnell ging, das meine 2 Damen plötzlich vor mir standen, und mir alles weg nahmen, saß ich völlig verdutzt und berrauscht alleine hier, und wußte nicht was um mich geschiet, bis das rote Kreuz und 4 Polizisten im Raum standen! natürlich war der Amtsarzt auch sofort zur Stelle, und Schwupps, durfte ich in eine geschlossene psychiatrische Anstallt!
Durch meine zufälligen Beziehungen in diese Krankenhaus, konnte ich mit viel Überedungskunst und Kontakten, schon am nächsten Morgen nach Hause, was sonst nicht so schnell funktioniert!

Ja, es war ein fehler!
Jedoch hätte ich nie gedacht, das mir selbstbewusten Kerl so etwas passieren kann!
Es kann jeden treffen!
Bitte Leute!
Wartet nicht bis ein großes Loch entsteht, das euch verschlingt, macht solche Geschichten nicht zur Bagadelle! Es kann so schnell gehen und dies Loch saugt euch hinein, und im schlimmsten Falle(wie bei mir) kann es kann es wirklich schief gehen!
Ich dachte auch lange Zeit, mir gehts schon besser, und dann kam schleichend alles zurück, und an diesen bestimmten Tag, kam die Riesenportion von allen wie ein Hammer aus mich herrunter, und ich konnte nichts mehr tun!
Wenn ihr merkt, das es immer schlechter wird, holt euch Hielfe, ich hatte es versäumt!
Mir geht es nach dieser Erfahrung besser, aber ganz ehrlich, brauche ich auch noch Hilfe, den die Gefühle haben sich leider auch durch diese dumme Erfahrung nur mininmal gebessert!
Euch allen einen schönen Tag!

x 8 #1194


A
@sehnsucht100
Wow......mir fehlen da leider immer die richtigen Worte. Danke für deine aufrichtigen Worte.

Zitat von sehnsucht100:
Wartet nicht bis ein großes Loch entsteht, das euch verschlingt, macht solche Geschichten nicht zur Bagadelle! Es kann so schnell gehen und dies Loch saugt euch hinein


Dies kann ich absolut verstehen und zu 100% bestätigen.
Auch wenn meine Situation etwas anders ist, ........ Das große schwarze Loch,....habe ich auch gespürt......und die Verlockung sich einfach hinein zu stürzen und der Schmerz hat ein Ende.

Ich war auf dem bestem Wege, an diesem A.....-Wort zu zerbrechen. Und ich versteh es einfach nicht, warum man Schluss macht und dann vier Monate danach noch so eine Bombe platzen lässt. Und mir unaufhörlich zu schreiben, wie wichtig, wertvoll, kostbar und wie viel wert ich für ihn sei.
Das versteh ich absolut nicht, es will nicht in meinen Kopf.

Aber ich muss aus diesem Teufelskreis ausbrechen. Smile Das telefonieren hat echt geholfen.....DANKE nochmals.

Ich denke ich habe meinen Weg gefunden. Meinen Selbstwert und das vertrauen in mich selbst, seh ich momentan als meine größte Baustelle. Ich habe eine Therapeutin angeschrieben, und hätte echt nicht gedacht, dass ich so schnell, jetzt zwischen den Jahren, eine Antwort bekomm. Muss noch Termin mit der Arbeit absprechen, aber das läuft schon mal.

Und ich habe ihm eine letzte Nachricht geschrieben. NEIN; ich habe nicht nochmal um ihn gekämpft. NEIN, ich will ihn nicht zurück. Alleine wegen der Art und Weise, wie er sich getrennt hat......für meine Begriffe absolut respektlos. Nein, nein, nein....

Aber ich möchte das ganze nicht mit negativen Gefühlen abschließen. Wir hatten ja auch schöne Zeiten und so habe ich mich einfach mal bei ihm bedankt. Ihn gedanklich in einen Luftballon gesetzt und den Luftballon aufsteigen lassen. Ich habe ihn los gelassen.
Es kam zwar sein übliches blablabla zurück, aber der Luftballon steigt weiter.

Und gestern habe ich einen kleinen Schrank gebaut. Ist ein Hobby von mir. Ich wohne in einer Altbauwohnung und da sind die Wände schräg, schief, krumm. Normale Möbel sind entweder viel zu teuer oder sind einfach pott häßlich. Ich hab vor Jahren einen Holzbearbeitungskurs gemacht und seit dem baue ich den Großteil meiner Möbel selbst.

So habe ich gestern einen kleinen Schrank für unseren Drucker und das ganze Bürozeug gebaut. Bei uns funktioniert manchmal das WLAN nicht so und drum müssen wir halt mit Kabel arbeiten. Immer dann haben die Akkus keinen oder nur noch wenig Saft und wir brauchen auch noch ne Steckdose. Weil mich dieser Kabelsalat nervt, hat mein Schrank eine integrierte Steckdose und eine Ablage für das Laptop.
Er hat zwar ein paar Macken und so locker wie sonst ging das diesmal nicht mit dem bauen. Wie sagte meine Tochter so nett: Mama du läufst halt noch etwas neben der Spur. Tolle Beschreibung meines Zustandes Glücklich .

Ich bin jedenfalls mächtig stolz auf mich. Und denke ich bin auf dem richtig Weg.......weg von dem schwarzem Loch

x 8 #1195


B
Kein Kontakt seit 25.12.2019

Gestern WhatsApp von ihr:
Wie geht es Dir?
Ich träume ganz schlecht die letzen Tage und mache mir Sorgen.
Du musst nicht antworten.

Ich antworte:
Mir geht es gut, danke. Wie geht es Dir?

Sie:
Jetzt besser, danke das Du Dich gemeldet hast.

Ich antworte:
Freut mich, dass ich Dir helfen konnte.


Kurzzeitig riss es die alten Wunden wieder auf und die Gedanken an den Schmerz, die innere Leere die kurz wieder hier war, den Kontrollverlust der wieder spürbar war haben mir gezeigt dass es sicher noch dauert, bis ich das Thema ganz für mich abschließen kann. Plötzlich schaue ich wieder ständig aufs Handy, ob vielleicht noch eine WA von ihr kommt. Ich bin mir sicher, sie hat überhaupt keine Ahnung, wie eine kurze WA den anderen manipuliert.

Gedanken, die ich nicht mehr gedacht habe. Träume, die ich nicht mehr geträumt habe. Alles war plötzlich wieder da. Jetzt, eine unruhige Nacht später, habe ich die Kontrolle wieder. Es ist wieder gut.
Mir wurde klar, dass auch sie nun langsam anfängt den Schmerz zu spüren, trotz neuem Partner. Ich bin nicht schadenfroh und es ist mir keine Genugtuung. Ich finde es nur schade, dass zwei erwachsene Menschen es nicht schaffen konnten, an einem gemeinsamen Leben festzuhalten, dass durch den andauernden Alltag immer wieder aufs Neue auf die Probe gestellt wurde.

Man sagt, die Zeit heilt alle Wunden. Ich glaube daran aber ich weiß, die Zeit alleine schafft es nicht. Man muss täglich den Verband auf der Seele wechseln und eine Narbe bleibt definitiv zurück. Es sind heute genau drei Monate und es tut immer noch weh. Doch der Schmerz ist heute ein anderer. Nicht mehr so tief, nicht mehr ausweglos. Mit kleinen Schritten kann man viel erreichen und ich fühle mich auf einem guten Weg.

x 11 #1196


A
Es tut mir so leid, dass du dies erleben musstest. Und du, wenn auch nicht ganz, am Anfang stehst. Aber mit kleinen Schritten gehen wir in die richtige Richtung.

Zitat von Balko43:
Mir wurde klar, dass auch sie nun langsam anfängt den Schmerz zu spüren, trotz neuem Partner. Ich bin nicht schadenfroh und es ist mir keine Genugtuung. Ich finde es nur schade, dass zwei erwachsene Menschen es nicht schaffen konnten, an einem gemeinsamen Leben festzuhalten, dass durch den andauernden Alltag immer wieder aufs Neue auf die Probe gestellt wurde


Zitat von Balko43:
Man sagt, die Zeit heilt alle Wunden. Ich glaube daran aber ich weiß, die Zeit alleine schafft es nicht. Man muss täglich den Verband auf der Seele wechseln und eine Narbe bleibt definitiv zurück. Es sind heute genau drei Monate und es tut immer noch weh. Doch der Schmerz ist heute ein anderer. Nicht mehr so tief, nicht mehr ausweglos. Mit kleinen Schritten kann man viel erreichen und ich fühle mich auf einem guten Weg


Vielen Dank für deine Worte. Besser könnte ich es nicht beschreiben.

Jede noch so kleine Nachricht, reißt die Wunde wieder auf. Jedes mal ein hoffen, dass ich endlich Antwort auf die Fragen bekomme. Das man mir überhaupt mal erklärt, was los ist. Mein Bauch sagt mir, dass was er mir sagte, sind nicht die wahren Gründe. Da gibt es etwas, was er mir verschweigt.

Er will mich wieder sehen, er möchte den Kontakt nicht verlieren, weil er sich im Moment mehr nicht vorstellen kann. Und wieder keimt die Hoffnung auf.
Es war ihm wichtig, mir zu Erklären, dass er mir um Mitternacht geschrieben hat, aber mehrere Nachrichten nicht ankamen.

Werde ich "warm" gehalten? Ich weiß es nicht. Ich geh nicht in die Warteposition. Wir haben keine Beziehung mehr, also versuche ich danach zu leben. Mich wieder mit mir zu beschäftigen, mich pflegen, mich für wichtig nehmen...........

Aber vielleicht könnt Ihr mir helfen eine Antwort zu finden. Warum haben wir alle Schwierigkeiten uns mit uns selbst zu beschäftigen? Warum ist das allein sein für uns so schwer?

Weil wir uns in der Beziehung verloren haben?

x 7 #1197


S
Wir sind es einfach nicht mehr gewohnt alleine für uns zu sein.Ich konnte es absolut in der Beziehung genießen einen Tag für mich zu haben.Schön...endlich Zeit für mich.
Aber dann dieTrennung...völlig aus dem Gleichgewicht...nichts war wichtig...nichts hat Spass gemacht.Nur Gedanken im Kreis...
Wie soll man da das alleine sein genießen oder haben wollen.Jede Minute eine Qual.
Aber kommt alles wieder.Nach 8Monaten genieße ich meine Abende auch gerne mal alleine.Am Wochenende flüchte ich aber immer noch und gestalte diese mit anderen Bekannten.
Jeder hat aber sein eigenes Tempo.
Wird schon.
Aus einem Wir wollen ...wir machen...
Ein ich möchte ....ich mache...
Ist halt schwer.
Wir müssen es alle neu lernen.

x 8 #1198


B
Zitat von aufstehen:
Aber vielleicht könnt Ihr mir helfen eine Antwort zu finden. Warum haben wir alle Schwierigkeiten uns mit uns selbst zu beschäftigen? Warum ist das allein sein für uns so schwer?

Weil wir uns in der Beziehung verloren haben?


Komisch das Du das fragst. Ist es denn nicht so, dass wir uns bereits in unseren Beziehungen Zuviel mit uns selbst beschäftigt, darüber hinaus den Partner auch mal vergessen haben? Ist nicht auch das einer der Gründe, warum wir den Partner verloren haben? Ist es nicht vielmehr so, dass wir uns aus genau diesem Grund plötzlich nicht mehr mit uns selbst beschäftigen können, grade weil dies einer unserer Beziehungsfehler war und wir diesen auch genau so erkannt haben? Wir fühlten uns sicher, der Partner war ja bei uns. Doch vielleicht waren wir nicht bei ihm.

Ich stelle mir diese Frage oft und ich glaube einfach das wir in einer Beziehung vieles als selbstverständlich ansehen und darüber hinaus keine Beziehungsarbeit mehr leisten. Dann, wenn es schon zu spät ist, möchten wir in wenigen Tagen alles das aufholen, was wir in Wochen, Monaten vielleicht Jahren nicht getan haben.

Verlieren in einer Beziehung ist, glaube ich, nicht die richtige Beschreibung. Doch wenn ich anfange mit meiner Beziehung so umzugehen wie mit der täglichen Arbeit, dann verliert die Beziehung an Wert und irgendwann spürt es einer von uns, nur dann ist es meistens zu spät.

x 5 #1199


H
Guten Morgen allerseits.

Ich muss leider mal meine unsortierten Gedanken hier abwerfen. Vielleicht bekomme ich Ordnung rein, wenn ich später einmal nachlesen kann.

Zitat von Balko43:
Du musst nichts aufgeben, Du musst Raum geben, ihr und Dir.

Um diese Worte kreise ich schon seit gestern. Die große Frage, die ich mir dabei stelle: was ist, wenn sie mir den Raum nicht gibt?
Sie möchte Absprachen und Regelungen... Dafür bin ich aber noch nicht bereit. Ich kann nur selten wirklich klar denken und nutze diese Zeit dann lieber für die Arbeit. Bevor ich doch noch irgendwann Gefahr laufe, den Job zu verlieren. Mein Arbeitgeber ist zwar geduldig, aber ich könnte zu einem Risiko für Projekte werden und in gewissen Bereichen habe ich leider ein Monopol.
Dazu kommen zwei böse Gedanken: mich will sie nicht mehr, aber mein Geld schon? Dabei hatte Geld für mich noch nie eine große Bedeutung. Sie möchte ihre Tochter nicht verlieren, wäre aber nicht bereit dazu, wieder hier einzuziehen (und mich gehen zu lassen)? Da platzt mir doch der Allerwerteste.
Ich habe dieser Frau in den vergangenen drei Monaten eine Tür nach der anderen geöffnet. Ich weiß nicht einmal, durch welche Türen sie überhaupt geschaut hat bzw. welche Türen sie überhaupt wahrgenommen hat. Aber ich fühle mich einfach nicht bereit, irgendeine Tür Richtung Trennung zu öffnen. Dies müsste sie momentan mittels Anwalt erzwingen. Auf Anwälte reagiere ich jedoch äußerst allergisch. Vermutlich wäre ich eine Zeit lang auf 180, würde dem Klischee des Ex-Manns entsprechen und sobald sich der Sturm gelegt hat, enorm einbrechen.
Dazu kommt natürlich immer wieder der Gedanke, dass sie nicht offen genug ist. Dass andere Probleme als unsere Ehe sie zu diesem Weg treiben. Dass noch nicht alles verloren ist. Ich kann mich jedoch nur auf eine Richtung konzentrieren. Und meine momentane Richtung soll weder auf sie zu, noch von ihr weg führen. Ich will erst einmal Ruhe in mein Leben bringen.

Zitat von sehnsucht100:
Jedoch hätte ich nie gedacht, das mir selbstbewusten Kerl so etwas passieren kann!

Das eigene Selbstbewusstsein steht meiner Meinung nach vor allem Männern in Zeiten der Trennung sehr im Weg. Frauen scheinen mir da meist eine bessere Selbstwahrnehmung zu haben. Soll keine Pauschalisierung sein, nur meine Meinung.
Bei mir ist es ja etwas anders. Ich bin nicht alleine, sondern muss für meine Tochter da sein. Als ich den Verdacht hatte, dass es mit mir in eine falsche Richtung geht, habe ich mich nach Therapeuten umgesehen. Auf dem Land leider Mangelware und hemmungslos ausgebucht. Daher muss ich erst einmal selbst bezahlen. Bereits vor dem Erstgespräch wusste ich jedoch, dass da was nicht stimmt. Es kam tatsächlich ein Hauch von Suizidgedanken. Bei mir war kein Alk. im Spiel, jedoch ein Medikament, welches ich nicht vertragen habe. Ich frage mich weiterhin, welchen Sinn mein Leben überhaupt noch hat. Suizid liegt mir jedoch fern (klares NoGo). In diesen Momenten denke ich an meine Tochter und daran, wie unfair solche Gedanken ihr gegenüber sind. Sie ist schließlich ein Sinn in meinem Leben. Ob mir die Therapie irgendwas bringen wird weiß ich noch nicht. Bei sowas gehe ich schnell in eine Blockadehaltung und möchte nichts an mich ranlassen. Aber ich merke jedes Mal, dass es mir zumindest hilft, mit einem völlig unbeteiligten Menschen über alles sprechen zu können.

x 6 #1200


A


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