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Club der nach langjähriger Beziehung Verlassenen

B
Zitat von HerrArgh:
Dazu kommen zwei böse Gedanken: mich will sie nicht mehr, aber mein Geld schon? Dabei hatte Geld für mich noch nie eine große Bedeutung. Sie möchte ihre Tochter nicht verlieren, wäre aber nicht bereit dazu, wieder hier einzuziehen (und mich gehen zu lassen)? Da platzt mir doch der Allerwerteste.


Wieso muss sie wieder einziehen, um ihre Tochter nicht zu verlieren? Trennungen auch bei Paaren mit Kindern passieren täglich. Ich selbst hab das vor knapp 30 Jahren durchgemacht, meine Tochter war damals 9 Monate alt. Es gibt für alles Lösungen und ein Kind ist niemals Verhandlungsmasse. Auch Geld ist ein Klassiker. Auch hier gibt es klare Regeln wer wann wo und gegen wen welchen Anspruch hat.

Versuche doch mal langsam die Trennung nicht als Weltuntergang zu sehen, sondern als eine mehr oder weniger normale Entwicklung einer Partnerschaft, die nicht mehr funktioniert. Was anderes ist es am Ende nicht. Ein Mensch hat für den anderen keine entsprechenden Gefühle mehr. Passiert leider und wie Du hier im Forum siehst, nicht nur Dir und mir.

Ich kann tausend Gründe dafür finden, dass die Trennung durch meine Frau falsch war. Ich kann auch tausend Gründe dafür finden, warum das gar nicht funktionieren kann. Ich kann aber auch anfangen die Trennung zu akzeptieren und zu versuchen, den Schaden für mich zu begrenzen. Das ist sicher kein einfacher aber dennoch notwendiger Schritt.

x 4 #1201


Taleja
Vielleicht kommt dem einen oder anderen irgendwann tatsächlich der Gedanke, dass es gut ist wie es ist.

Nicht, dass alles prima war, wie es gelaufen ist, was die Trennung angeht, aber eben, dass man so die Chance hat, aus alten Mustern auszubrechen, was innerhalb einer Beziehung oft nicht funktioniert.

x 4 #1202


A


Club der nach langjähriger Beziehung Verlassenen

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H
Zitat von Balko43:
Wieso muss sie wieder einziehen, um ihre Tochter nicht zu verlieren? [...] Es gibt für alles Lösungen und ein Kind ist niemals Verhandlungsmasse.

So war das nicht gemeint. "Einziehen" war wahrscheinlich auch das falsche Wort. Ich hatte sie gefragt, ob sie bereit sei zurückzukehren, für unsere Tochter da zu sein und mich erstmal gehen zu lassen. Ich selber würde gerne ein paar Tage weg, Abstand zu allem gewinnen, leichter verarbeiten können. Die Kleine will jedoch nicht weg. Die Antwort meiner Frau war ein klares "Nein".

Dabei spielen für mich halt noch zwei Punkte eine Rolle: meine Frau sagt zwar, dass sie unsere Tochter gerne sehen würde, unternimmt aber rein gar nichts dafür. Ich sage schon von Anfang an, dass ich da nicht im Weg stehen werde, aber der bisherige Kontakt zwischen den beiden ist immer nur von mir initiiert worden. Hinzu kommt meine Vermutung, das die Furcht bzw. Abneigung gegen diesen Ort größer zu sein scheint als alles andere.

Es ist kein Weltuntergang, allerdings sehe ich alles noch viel zu emotional. Daher versuche ich momentan, irgendwie einen Abschluss für mich zu finden.

x 3 #1203


A
Zitat von Balko43:
Komisch das Du das fragst. Ist es denn nicht so, dass wir uns bereits in unseren Beziehungen Zuviel mit uns selbst beschäftigt, darüber hinaus den Partner auch mal vergessen haben


Nein so habe ich das nicht gemeint. Da habe ich die Frage wohl falsch formuliert.
In jeder Beziehung gibt es Zeiten wo der Partner nicht anwesend ist. Wir waren allein Zuhause und konnten uns doch gut mit uns selbst beschäftigen. Uns fiel weder die Decke auf den Kopf, noch fühlten wir uns einsam oder wir waren zu nix zu gebrauchen. Wir haben die Zeit für uns genutzt.

Der Partner war nicht anwesend und nicht das wir den anwesenden Partner vergessen haben.

Hoffentlich hab ich das jetzt so ausgedrückt, wie ich es meine

x 3 #1204


B
Zitat von aufstehen:
Der Partner war nicht anwesend und nicht das wir den anwesenden Partner vergessen haben.

Hoffentlich hab ich das jetzt so ausgedrückt, wie ich es meine


Habe ich jetzt verstanden. Dennoch meinte ich was ich schrieb. Ich habe die Anwesenheit meiner Frau lange als selbstverständlich angesehen. Sie war halt da wo sie hingehört. Hab ich ihr gesagt wie schön es ist das sie da ist? Nein. Habe ich ihr gesagt wie viel sie mir bedeutet? Nein. Hab ich es entsprechend wertgeschätzt was sie alles getan hat? Nein. War alles selbstverständlich und selbstverständlich, das weiß ich jetzt, reicht für eine glückliche Beziehung nicht aus.

Ich weiß noch heute nicht, wie eine Beziehung optimal funktionieren könnte, weil halt immer zwei Charaktere aufeinander treffen. Ich könnte aber sicher ein Buch darüber schreiben, wie es garantiert nicht funktioniert.

x 4 #1205


A
Zitat von Balko43:

Habe ich jetzt verstanden. Dennoch meinte ich was ich schrieb. Ich habe die Anwesenheit meiner Frau lange als selbstverständlich angesehen. Sie war halt da wo sie hingehört. Hab ich ihr gesagt wie schön es ist das sie da ist? Nein. Habe ich ihr gesagt wie viel sie mir bedeutet? Nein. Hab ich es entsprechend wertgeschätzt was sie alles getan hat? Nein. War alles selbstverständlich und selbstverständlich, das weiß ich jetzt, reicht für eine glückliche Beziehung nicht aus.

Ich weiß noch heute nicht, wie eine Beziehung optimal funktionieren könnte, weil halt immer zwei Charaktere aufeinander treffen. Ich könnte aber sicher ein Buch darüber schreiben, wie es garantiert nicht funktioniert.


Hat sie das denn zu dir rehelmäßig gesagt? Ich glaube man möchte das auch nicht ständig hören.

x 2 #1206


B
Zitat von Amatheus:
Hat sie das denn zu dir rehelmäßig gesagt? Ich glaube man möchte das auch nicht ständig hören.


Gibt es dafür Regeln? So als Kalendereintrag: Vergiss nicht ihr heute zu sagen wie sehr Du Dich auf sie freust?

Alleine Deine Frage zeigt in meinem Denken schon ein Defizit. Ich weiß, dass ich es nicht getan habe und ich weiß auch, dass dies Dinge sind, die ihr gefehlt haben. Mangelnde Wertschätzung war ein großes Thema. Wahrscheinlich sind wir Männer in einer Beziehung eher die Problemlöser und unsere Frauen eher die Gefühlsmenschen. Was nicht heißt, das wir Männer nicht fühlen. Das haben wir ja dann bei der Trennung auch zu spüren bekommen.

Vielleicht muss man eine längere Beziehung mal betrachten wie ein älteres Haus. Es gibt immer irgendwas daran zu tun. Das hinterfragen wir gar nicht, wir tun es einfach. Wir sehen die kaputten Dachziegel, die verwitterten Rohre, das rissige Mauerwerk. Nur in der Beziehung sind wir zu blind dafür.

x 4 #1207


Simone79
Zitat von Balko43:
Vielleicht muss man eine längere Beziehung mal betrachten wie ein älteres Haus. Es gibt immer irgendwas daran zu tun. Das hinterfragen wir gar nicht, wir tun es einfach. Wir sehen die kaputten Dachziegel, die verwitterten Rohre, das rissige Mauerwerk. Nur in der Beziehung sind wir zu blind dafür.


Danke für dieses Bild. Ich glaube das könnte es zumindest an manchen Stellen der Beziehung ganz gut getroffen haben. Erst nachdem das ganze Mauerwerk irgendwann zusammen gebrochen ist, wurde zumindest ich wach... Sch... Nun ist es zu spät. Mein nächstes "Beziehungshaus" werde ich wenn es denn kommt sicher besser pflegen. Denn man hätte evtl den Zusammenbruch verhindern können. Hat man aber nicht von beiden Seiten aus und nun ist es halt leider kaputt. Aber wie gesagt da ich mittlerweile auch eher nach vorne schaue... Ich nehme was mit für die nächste chance, wenn die denn kommen mag irgendwann..

x 5 #1208


Wirdschon
@sehnsucht100

Lass dich erstmal fest drücken

Erschreckend, was Du da geschrieben hast! Bitte, tu sowas nicht wieder! Wir stecken alle in diesem Schmerz fest, lösen uns auf die verschiedensten Weisen und unterschiedlichen Tempo
Wir sind da! Und du kannst jedem von uns Trümmer Vögel auch ne PN schreiben, jemanden anrufen .... und ich bin froh, dass du wieder zu Dir gekommen bist!

x 2 #1209


Taleja
Das mit dem Haus ist ein gutes Beispiel, denke ich.
Aber was kann man tun, wenn man als Frau merkt, dass etwas kaputt geht, den Partner darauf hinweist, dieser aber die Reparatur nicht angeht, sondern sich stattdessen in einen Raum begibt, wo er die Mängel am Haus nicht sehen muss?
Sich stattdessen darauf konzentriert, was die Frau getan haben könnte, dass das Haus überhaupt reparaturbedürftig wurde? Nicht bei sich guckt und das, was getan wurde, um es aufzubauen und bis dahin instand zu halten , gar nicht sieht?

x 4 #1210


B
Zitat von Taleja:
Aber was kann man tun, wenn man als Frau merkt, dass etwas kaputt geht, den Partner darauf hinweist, dieser aber die Reparatur nicht angeht, sondern sich stattdessen in einen Raum begibt, wo er die Mängel am Haus nicht sehen muss?
Sich stattdessen darauf konzentriert, was die Frau getan haben könnte, dass das Haus überhaupt reparaturbedürftig wurde? Nicht bei sich guckt und das, was getan wurde, um es aufzubauen und bis dahin instand zu halten , gar nicht sieht?


Nichts Taleja, außer sich einen neuen Handwerker suchen, da man das Haus alleine nicht reparieren kann. Nicht abwarten, bis sich der Handwerker ein neues Haus sucht und wir vor dem Schutt unseres Hauses stehen.

x 3 #1211


Taleja
Zitat von Balko43:
Nichts Taleja, außer sich einen neuen Handwerker suchen, da man das Haus alleine nicht reparieren kann. Nicht abwarten, bis sich der Handwerker ein neues Haus sucht und wir vor dem Schutt unseres Hauses stehen.


Tja, zu lange gewartet.
Der Handwerker hat sich einfach einem neuen Objekt gewidmet und mich noch für die Beschädigungen verantwortlich gemacht, um den neuen, vollen Einsatz anderweitig zu rechtfertigen.
Ich habe dann erstmal viel darüber nachgedacht, wo und warum mein Einsatz zur Instandhaltung nicht gereicht hat.

Aber jetzt ist es ist so, wie es ist und ich schaue nach vorn.

x 8 #1212


Simone79
Zitat von Taleja:
Aber jetzt ist es ist so, wie es ist und ich schaue nach vorn.


Ich glaube das ist auch die einzige Möglichkeit die und weiterbringt und nicht ewig weiter leiden lässt. Zumindest für mich ist es so... Es nützt ja alles nichts mehr... rückgängig kann man nichts mehr machen

x 5 #1213


B
Zitat von Simone79:
rückgängig kann man nichts mehr machen


Das ist eine wichtige Erkenntnis.
Die zweite wäre... Nach alldem was uns passiert ist, wie es uns passiert ist, was hat es mit uns gemacht? Wären wir überhaupt noch in der Lage mit dem Menschen der uns so verletzt hat jemals wieder vorbehaltlos glücklich zu sein?

Beantwortet Euch mal nur diese letzte Frage.

x 7 #1214


Simone79
Zitat von Balko43:
Das ist eine wichtige Erkenntnis.
Die zweite wäre... Nach alldem was uns passiert ist, wie es uns passiert ist, was hat es mit uns gemacht? Wären wir überhaupt noch in der Lage mit dem Menschen der uns so verletzt hat jemals wieder vorbehaltlos glücklich zu sein?

Beantwortet Euch mal nur diese letzte Frage.

Danke dir. Ich hab mir die Frage in den letzten Monaten öfters gestellt. Und je länger die Trennung zurück liegt desto klarer wird das "nein".

x 7 #1215


A


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