@Chris1961
Fühl dich mal gedrückt!
Wenn ich das so lese, kann ich mir annähernd vorstellen, was vielleicht auf mich noch so zukommt.
Mein Ex gehört auch zu den Exemplaren, die meinen, dass die Frau ja eigentlich keine Ansprüche haben dürfte.
Ich würde so gern ohne nachehelichen Unterhalt auskommen, allein um mich nicht so abhängig zu machen.
Leider ist unser jüngster Sohn zwar schon 11, bedarf aber wesentlich mehr Betreuung als Gleichaltrige, so dass ich definitiv nicht Vollzeit arbeiten kann.
Ich wäre natürlich bereit mich einzuschränken, Hauptsache der Kleine bleibt nicht auf der Strecke.
Andererseits kommen mir so manche Sachen hoch, wenn ich dran denke und ich frage mich, ob ich nicht meinen Stolz hintenan stellen sollte, anstatt dem Ex ein möglichst angenehmes Leben ohne Verpflichtungen zu ermöglichen und mir damit wieder mehr aufzubürden.
Kleines Beispiel : Mein Ex kennt natürlich die Probleme unseres Jüngsten, weiß wie zeitaufwändig und nervenaufreibend das Ganze ist und hat sich schon immer viel rausgezogen. Nach der Trennung meinte er zu mir: " Wenn du 25, nein 30 Stunden arbeitest, dann sind wir auf Augenhöhe!"
Mich hat gar nicht die Stundenzahl abgeschreckt, viel mehr dieses "auf Augenhöhe " von jemandem, der sich so viel rausgezogen hat und nun auch noch als eventuelle Stütze im Hintergrund komplett wegfällt, was für mich eben bedeutet, das alles komplett allein durchstehen zu müssen.
Ich war so schockiert und wütend, dass ich dadurch auf einmal ganz mutig war und habe ganz trocken zu ihm gesagt :
" Wenn ich 30 Stunden arbeite UND den Kleinen habe, bin ich weit über dir!
Sein Gesichtsausdruck war Gold wert.
Nur habe ich diese Stärke nicht immer.
