Guten Morgen
Zitat von Wirdschon:Ich mag Hoffnung! Hab ich auch oft geschrieben...dafür dürft ihr mich natürlich steinigen...und ich hoffe, ich überlebs
Mal ein sinngemäßes Zitat aus irgendeinem Buch, welches ich in den letzten Monaten gelesen habe:
"Hoffnung ist wie das Blut in Deinen Adern - solange sie fließt, lebst Du"
Die Frage bei der Hoffnung ist doch, worauf man hofft und warum man glaubt, sich diese Hoffnungen machen zu dürfen.
Häufig sind es Kleinigkeiten, die wieder die Hoffnung füttern. Kleine Worte, Gestiken oder Mimiken, die uns an den Menschen erinnern, der uns so viele Jahre begleitet hat. Es ist ja nicht so, als wäre dieser Mensch plötzlich ein völlig anderer - in den meisten Fällen zumindest. Wir kämpfen jedoch mit dieser plötzlichen emotionalen Distanz, die diesen Menschen völlig anders erscheinen lässt. Jedes gewohnte Zeichen ist ein kleiner Bruch dieser Distanz. Zumeist merkt es der/die andere überhaupt nicht, wir achten jedoch auf jede Kleinigkeit - immer auf der Suche nach ein wenig Nahrung für die Hoffnung, ob wir wollen oder nicht.
Nur meine Sicht...
Über das Thema "Hoffnung" habe ich schon häufig mit meiner Frau gesprochen. Aufgrund unserer und ihrer Vorgeschichte glaube ich, mir die Hoffnung machen zu dürfen, dass wir zurzeit einfach nur in der größten Krise aller Zeiten stecken. Sie will nichts unternehmen, das mir irgendwie Hoffnungen machen könnte. Sie sagt immer, sie möchte keine Erwartungen wecken, die sie vielleicht nicht erfüllen können wird. Die Gefühle reichen nicht, aber das kleine Hintertürchen, sie wisse auch nicht was die Zukunft bringe, lässt sie noch offen.
Ich hingegen frage mich ständig, was es denn eigentlich zu verlieren gibt. Oder was im Weg steht (außer sie selbst). Vor einiger Zeit hat sie mich gefragt, ob ich überhaupt einmal darüber nachgedacht hätte, dass die Trennung auch endgültig bleiben könnte. Unterbewusst natürlich - aber ich möchte nicht darüber nachdenken. Ich möchte hoffen, denn andernfalls gibt es kein Zurück mehr. Eigentlich müsste ich in der gleichen Richtung zurückfragen: hat sie auch nur einmal ernsthaft darüber nachgedacht, dass wir bei einem Neustart nicht wieder blind in die gleichen Probleme laufen würden? Ich musste eine verdammt lange Zeit gegen ihre Überzeugung ankämpfen, dass sich nie etwas ändern würde. Dabei habe ich mich von Anfang an völlig anders verhalten, als sie es von mir erwartet hat. Versucht sie vielleicht ähnlich wie ich, Vorstellungen zu verdrängen, die nicht in ihr Weltbild passen? Wer weiß...
Zitat von AD46:Wollte ja eigentlich daten und wenn es nur für den Spaß wäre. Seit Tagen überlege ich, wie ich aus der Nummer wieder rauskomme.
Wenn Du ein Date absagen möchtest, hast Du doch jetzt das perfekte Argument: tut mir leid, ich muss unnötige Sozialkontakte vermeiden.
Zitat von Pampelmuse:Ja, alle Männer in den Sack und Knüppel drauf. Den Richtigen wird's schon treffen.
Danke, jetzt muss ich endgültig an die Steinigungsszene aus "Das Leben des Brian" denken.