Sonnige Grüße!
Es tut mir leid, ich muss Euch leider einmal als Quietscheentchen missbrauchen (siehe auch:
"Rubber Ducking"). Es mag vielleicht merkwürdig klingen, aber ich verarbeite Gedanken irgendwie anders, wenn ich weiß, dass jemand sie lesen könnte. Daher bringt mir leider auch ein Tagebuch relativ wenig.
Zitat von Wirdschon:doch du hast noch die Chance, sie zurück zu bekommen, oder hab ich da was falsch verknüpft?
Diese Frage hat mein Gedankenkarussell auf die Drehgeschwindigkeit einer handelsüblichen Zentrifuge gebracht....
Ich habe in der Vergangenheit viel Mist gebaut. Wäre das die Begründung für die Trennung gewesen, wäre alles ok und ich wäre nicht hier. Aber zurecht muss ich mich wohl auch fragen, ob ich überhaupt eine Chance verdient habe. Hab da so meine Zweifel..
Die Gründe waren jedenfalls anderer Natur und kamen scheibchenweise ans Licht. Da war sie auch relativ offen - nicht jedoch, wenn es um "uns" ging. Heute weiß ich: ich wollte um sie kämpfen, kämpfte jedoch nur gegen die Bilder in ihrem Kopf.
Sie nahm an, mich würde das alles nicht mitnehmen und Ablenkung in der Arbeit suchen - nicht so gelaufen. Sie nahm an, ich würde ausrasten als sie mir die Trennung servierte - nicht so gelaufen. Sie nahm an, ich würde schon bald die Lust verlieren und aufgeben - nicht so gelaufen. Im Prinzip hat sie mir einfach unterstellt, ich würde nichts mehr oder nicht genug für sie empfinden. In ihrem Kopf sollte ich wohl einfach so sein, dass die Trennung für alle am einfachsten abläuft.
Heute weiß ich nicht, wie viel sich daran überhaupt geändert haben könnte. Sie möchte, dass wir "miteinander reden können" - redet aber nicht bzw. kaum. "Wir können aber gerne über andere Dinge sprechen" - machen wir auch hin und wieder, aber ich habe mehr als deutlich zu Protokoll gegeben, dass eine "nur Freundschaft" für mich in absehbarer Zukunft nicht in Frage kommt. Sie habe Angst, dass sie Gefühle nicht zurückholen könne und mich dies nur noch mehr verletze - die dauerhaften Verletzungen durch das sture Nichtstun scheinen aber völlig in Ordnung zu sein. Sie möchte mir keine Hoffnungen machen - wenigstens diesen Punkt hat sie einwandfrei erfüllt. Sie stimmte zu, dass wir ein "ungesundes Kommunikationsmuster" an den Tag legen - blockt aber jeden Versuch, dies zu ändern, ab. Paartherapie könnte man sich ja mal anschauen - findet aber durch Corona nicht statt. Sie sagt, sie sehe für uns keinen Weg - hat aber angeblich noch nicht abgeschlossen.
Bin dezent überfordert
