Zitat von Hausgebrauch:Der Blick zurück sollte uns allen eigentlich bedeuten, dass wir voller Optimismus in die Zukunft blicken können, denn wir sind a) gesund (das Allerwichtigste, ohne das alles nichts ist) und b) muss etwas an uns und dem, wie wir leben wollen (und konnten) gut und richtig sein, denn ansonsten hätte es niemand so lange mit uns ausgehalten. Es muss eine gute Zeit gewesen sein, mit unserem Partner, die ganz am Ende leider nicht mehr so gut war.
Aber eben nur am Ende, auf dem letzten Teilstück.
Grundsätzlich eine gute Sichtweise, aber
Zitat von Taleja:Für mich fühlt es sich leider anders an.
Wenn jemand im Nachhinein schon Sachen vom Beginn der Beziehung in Frage stellt und dann fortlaufend immer mal wieder etwas, so dass gravierende Dinge und Entscheidungen angeblich damals schon zweifelhaft waren, dann kann man das leider nicht so sehen.
Man steht einfach kopfschüttelnd da und fragt sich, was um Himmels Willen eigentlich echt war.
Zitat von Molly65:Du hast recht und das schön geschrieben, DANKE!
Es ist aber auch nicht immer so, dass man der Traurigkeit, dass Erkennen, dass es letztendlich nicht gereicht hat - man sich selbst so sicher war in seiner Liebe - Herr wird und , wenn es einen überkommt, es aushalten still & leise oder raus lassen muss.
Sicher ist es dem Verlust, das enttäuschte Vertrauen durch das Erlebte geschuldet.
Zitat von Ginatalia:Ich kann das sehr gut nachvollziehen. Wenn man dann noch etwas Abstand bekommt und klarer denken kann, fragt man sich was echt und was gelogen war. Das Gefühl das mindestens die Hälfte der vielen Jahre auf Lügen aufgebaut war, drückt einen nieder wie ein riesiger Felsen. Den es ein kleines Steinchen nach dem anderen abzuarbeiten gilt.
Und ich glaube, das ist der springende Punkt. Vor allem bei denen von uns, die erst belogen, betrogen und schlussendlich ausgetauscht wurden. Wie wenig Respekt unsere ehemaligen Partner vor uns hatten, ist in diesen Fällen immer wieder erschreckend. Wie sie sich ihres - wenn überhaupt vorhandenen - schlechten Gewissens durch Schuldzuweisungen und Vorwürfe entledigt haben. Die Armen konnten überhaupt nicht anders. Und wenn ich erlebe, wie der HL alles, was gut und schön war, wie mit einer Planierraupe platt macht... Dann sieht man all die schönen gemeinsamen Momente nun mal in einem anderen Licht und hinterfragt einfach alles.
Aber ich habe meine Kinder. Das hinterfrage ich nicht. Sie sind das Licht in meinem Leben.
Zitat von Wirdschon:So und nicht anders sollte man das sehen! Und für den einen oder anderen noch mit Zusatz! Verloren wurde ein Mensch, der zum Ende ein Lügner, Betrüger und Verräter wurde! Dieser jedoch hat einen Menschen verloren, der ihn/sie bedienungslos geliebt hat! Wer ist nu der Looser?
Meine Liebe, du hast recht. Nur leider fühlt es sich nicht so an.
Aber der kleine Reim, danke @Hausgebrauch dafür, lässt ja hoffen. Ich wünsche wirklich niemandem etwas Böses oder Schlechtes, aber sich so verloren zu fühlen, während die andere Person einfach locker flockig weitermacht, ist einfach nicht fair. Ja, ich weiß, niemand hat gesagt, dass das Leben fair ist. Aber was hat es denn dann für einen Sinn, sich zu bemühen ein guter, ehrlicher Mensch zu sein, wenn immer die anderen gewinnen? Die, denen das sch...egal ist?