Ihr Lieben,
hier sind wir alle im gleichen Boot, ob mit oder ohne Kinder, mit oder ohne Haus, mit oder ohne Hafen. Hier geht es erst einmal um die Verarbeitung, um die Verletzung, um den Todesstoß, um den Moment in dem man erkennt man lebt weiter.
Und auch ich bin noch ein Frischling, aber ich kann schon sagen die ersten Monate sind geprägt von Selbstzweifeln, von Ursachenfindung, von Aktivismus um den Fragen zu entfliehen.
Ich will jetzt schon sagen: nein, zweifelt nicht an Euch selbst. Mag sein dass ihr Fehler gemacht habt, aber diese Fehler gehören zu Eurem Paket, so wie ihr auch die Fehler Eurer Partner akzeptiert, toleriert und geliebt habt. Hinterfragt doch einmal was nicht ganz so rund war, und ihr werdet viele Momente finden in denen ihr Euch nichts vorzuwerfen habt.
Für uns geht es um die Zukunft, nicht um die Vergangenheit. Gerne denke ich an schöne Zeiten zurück, aber mittlerweile mag ich da nicht mehr verweilen denn es war Vergangenheit. Klar könnnen wir uns nicht sofort neu ins Leben stürzen, Dates mit potentiellen Partnern machen, die Gute Laune verstreuen als hätte man eine GuteLauneKuh im Stall. Aber das wären auch nicht wir - wer hier landet leidet. Der Weg ist leider etwas länger, aber ich kann jetzt schon sagen, es ist Licht am Ende des Tunnels. Wer hier landet arbeitet auf, er hinterfragt, überlegt, grübelt, und mit dem richtigen Schubs im richtigen Moment akzeptiert er sich wie er ist.
Und packt das Leben neu an, mit vielleicht schmerzlicher Erinnerung, aber auch diese wird dünner im Laufe der Zeit. Und ich habe schon gehört von vielen die nach so einer Trennung neues Glück gefunden haben - ich vertraue darauf dass ich irgendwann zu denen gehöre. Und mit dieser Zuversicht habe ich ein 18-jähriges Kapitel noch nicht ganz ad Akta gelegt, aber ich bin auf dem besten Weg das zu tun.
Wirdschon´s Kühlschrank und ihr Tränensee hat mir unglaublich geholfen in den ersten Stunden, vielen Dank dafür
Alles Liebe an alle Mitleser, irgendwann werden wir das sauber rocken
